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8 (1887) Schule und Haus - Sophisten
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8hulc mib §cntö.

ben Üiater warnenb auf bie folgen hüuneifen unb bie SSerantmortltd^fett für biefelbeitableljnen. iDaSfelbe mag Don bem 9laudjen gelten, foweit baSfelbe fid) innerhalb be§SimmerS E)ält unb ntc^t auf bie ©traße hinaustritt, waS aderbingS als eine grobe Unziem*lidjfeit jebem ©djüler burd) bie ©cf)ule unterfagt werben öarf. ©o gefunbl)eit3wibrigbie aDCgufrü^e ©ewöhnung beS 9iaudjenS aud) ift, fo trifft biefer ©haben bod) nur beneinzelnen ©editier, beffen ©efunbljeit bie Eltern ju behüten £)aben*, er Betrifft nid)t bie©emeinfdjaft ber ©djüler. ©ans anberS fteljt eS eben au§ festerem ©eftdjtSpunfte mitbem SBirtSIjauSbefuh, melier fmoct für ben einzelnen ©dEjixler oerberblidj ift, als na-mentlid) feinem SBefen uad) auf bie übrigen anftedenb mirft, atfo ben adgemeinen ©d)ul=ZWed fdjäbigt. Über biefe Unfitte wirb inbeS unter einem anberen Slrtifel gefjanbelt;hier füll nur bemerft werben, baff fein Vater baS 9ied)t hat, feinem ©o!jne ju geftatten,waS nid)t nur an biefeut bie Erfüdung beS ©djulä'netfS unmittelbar f)inbert, fonbern infeiner Unjiendidffeit unb oerlodenben Straft ber ganzen Slnftalt ©haben bringt. $>ie©djule hat alfo unbebingt baS 9fedjt, ben 2Birt3hau3befudj ihrer .Qöglinge fomeit fd)fed)tbinjit unterfagen, als berfelbe nidfit burd) bie ©egemoart beS VaterS ober beffen ©tedoer=treterS gebedt unb beauffidjtigt wirb; will ber Vater fid) biefem ©ebote nicht fügen, foift ißm fein ©üljn zurüdzugeben: bieS fcfjreiben bie ©tatuten ber meiften 9lnftalten au3=bfüdbicfi unb mit adern ©runb oor.

Für bie ©öffne auswärts lebenber Ettern geht, wie fd)on bemerft, üiedjt unb f|3fli<ht ber©djule etwas weiter; ber Seljrer Oertritt £>ier ben Vater in auSgebeljnterem Umfange,er f)at alfo mit ber größeren Verantwortlihleit aud) eine eingreifenbere Sluffidfjt über baShäuSlid)e Seben beS ©cßüterS, ben er burd) teilneljmenbe Vefucße gu fid) Oertraulid) ^eran=gieren unb oor mancherlei förderlichen unb fittlidjen ©efat)ren behüten fod. 2)iefe 9luS=bel)nung ber ©hulaufficßt ergiebt fid) fdhon auS bem 9Jed)te beS ©ireütorS, jebe ißenfionju unterfagen ober zu fdjließen, Bon meld)er er nach geunffenl)after Beobachtung berartige©cfähren mit ©runb beforgt.

Für bie geregelten gerien fteUt bie ©df)ule im wef entließen ihre Slrbeit an benßöglingen ein, um biefeiben zeitweilig ben ^^rigen zurüdzugeben, nicht nur zur ©rholung,fonbern ebenfo zur unentbehrlichen Erneuerung beS unerfetätießeu Familienlebens. SDaS fRechtber ©dfjule fegt fid) alfo wäßrenb biefer 3^tt nur foweit fort, als eS bie ©tetigfeit beSnad) ben Ferien miber aufgenommenen ©djulztoeds forbert: mit anberen SBorten, fiefann oerlangen, baß bie Ferienzeit nicht überfdjritten, nicht, wo bieS überhaupt p fürchtenwäre, zu fittengefährbenben Serftreuungen gemißbraudjt unb nicht gänzlich olpe Sufammen*hang mit bem UnterridhtSjwede ber ©dhule »erbracht werbe. Segtere Fürberung mag imallgemeinen baßin beftimmt werben, baß ben jüngeren ©d)ülern einige mäßige 2öiber=holitngSaufgaben geftellt werben, wogegen ben beiben oberen flaffeit nur eine allgemeineSiichtung für ihre ißrioatftubien zu geben ift. Für bie Zöglinge ber VolfSfdjulen, welchewäßrenb ber Fetten Oon ben ©Item zu ©efdjüften ber Sanbwirtfdjaft ober beS ©rmerbSoerwenbet werben, fallen bie Ferienaufgaben am ztoedmäßigften ganz fort; ohnehin würbefolcfter Slrbeit in ben meiften Fäden bie nötige Slufficßt fehlen.

äKit biefer formeden 9ted)t3abgrenzung ift inbeS baS Verhältnis giüifdhen ©d)uleunb §au3 feineSwegS genügenb umfdjrieben; minbeftenS ebenfo wichtig ift eS, bie SDiittelZu fudjen, weldje ein förberlidheS unb oertrauenSoodeS Sufammenwirfen beiber ErzießungS=mädjte herzufteden oermögen. S)ie SlntWDrt ift fehr einfad): beibe haben miteinanberunmittelbar unb oorurteilsloS zu Oerfeljren. §ierum Ijat fid) aderbingS guerft unb mitgrößerem ©ntgegenfommen ba§ §auS zu bemühen, ba jebem Vater ber 2Beg zu bem?eljrer ftetS offen fteljt, wogegen ber Sehrer rtid^t fo leid)t, in größeren ©täbten unb©ihuten überhaupt nicht in ber Sage ift, bie Eltern feiner fämmtlidjen ©d)üler zu be=fuhen. S)er Vater barf alfo nicht meinen, mit bem Suhlen beS ©djutgetbeS unb aden=fadS mit bem 3lnl)alten feines ÄinbeS zum ©ehorfam gegen bie ©hule feiner Pflicht ge=nügt zu hüben; liegt iljtn bie geiftige unb fittlidje Förbernng beSfetben am fperzen, fowirb er genug ülntaß hüben unb nehmen, ben Seljrer zur |>erftedung einer angetneffenen