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Lateinischer Unterricht.
nach einen: Hülfsmittcl für ihre Corrcctur suchen und nur dann, wenn sie ein solches fürdas Uebnngsbuch erhalten können, mit der Einführung desselben sich einverstanden er-klären. So ist Dörings NebungSbnch „zum Behufe derer, die sich ohne Lehrer in derlateinischen Sprache üben wollen," übertragen von Weitert (Lpz. 1819 u. 1820).Hat doch sogar M. Seyffert von einigen Abschnitten der ikulusstru Oiesroniuna dielateinische Uebersetznng drucken lassen müßen (1859) und bei den Neulateincrn hat mannicht bloß für Zumpt's Buch alles in usum tironnm säuberlich zusammengedruckt. Daßderartige Bücher nur an Lehrer verkauft werden sollen, läßt sich gar nicht controliren;ich habe einige erst durch Schüler kennen lernen. In Frankreich giebt es mehrere Samm-lungen solcher vsrsions iutinss, die als Vorbereitung für die Baccalaureatsprüfung vielbenutzt werden.
Die Bücher aus dem vorigen Jahrhundert von Casper, Dillenius, Hagen, Röchling,Nahmmacher, Bauer, Sintenis oder aus dem Anfang des jetzigen von Achenbach, Bröder,Grässe, Kraft, Nösselt, Strack, Uihlein, Döring und Krebs sind wohl nicht mehr imGebrauch. Gröbel (seit 1813) wird allerdings noch gebraucht, aber könnte endlich beseitigtwerden. Für untere und mittlere Massen haben wir die viel verbreiteten Bücher vonTüpfle und Berger; für Quarta Schultz, Spieß, Ostermann, Warschauer (1876) und R.Müller (Berlin 1876). In Tertia*) ist zu gebrauchen August (seit 1825), aber mehr inden Erzählungen, als in den Einzelsätzen, Dronke (seit 1823), v. Gruber (seit 1835),Hottenrott (seit 1837), Kühner (seit 1853), Spieß (seit 1857, jetzt von Schmitz, aberzu leicht), Tischer (seit 1858), Schultz, Gräber, Haacke, Meiring, v. Jan, Warschauer 1875.In Bayern gilt, abgesehen von einigen früher in Kenipten (Cammerer und Mayer), Bam-berg, München (Hefner) oder Würzburg erschienenen Aufgabensammlungen, Englmaim;in Württemberg Keim Compositionöbuch (1833) und Materialien (seit 1830), Höchel(1828), Werner, Haug, (1876 von Rösch), Holzer; in Oesterreich Vielhaber und früher,Saibt (1819) und Täuber (1828). FürSecundaist bestimmt Schultze (seit 1841), M. Seyffertseit 1846), Firnhaber (1852), Menzel erst in einem Progr. von Ratibor 1868, dann ineinem besonderen Buche (Hannover 1870), P. Klaucke (Berlin 1875). Teipel giebt imInteresse der katholischen Schüler viel Legenden. Für Secunda und Prima wählen ihreStoffe aus Neulateinern Kreuzer (1800 und von Heß 1825), Zumpt (1816), Farbiger(1832), Geist (1835), Kampf (1848), Seyffert, Putsche (1864); aus neueren deutschenSchriftstellern Grotefend (seit 1824), Schulze (1828), Nägelsbach (seit 1829), Seyffertin der Musstr-r Oieoroniuim (seit 1842), Mezger (1857), Weidner (1865); AlteS undNeues mischen Hand (1838), Wüstemann, Schirlitz (1822 u. 1833), Grysar und Süpfle.
Mit der Correctur dieser Hausaufgaben nahm es die frühere Zeit weniger ernst-lich als die Gegenwart, in welcher die Correcturen unter die rylce ««mn« der Lehrer(Censuren, Konferenzen und Correcturen) gerechnet werden.**) Zunächst wurden dieCorrecturen in der Schule selbst vorgenommen und dabei ist es bis gegen den Ausgangdes vorigen Jahrhunderts geblieben. In der Regel sind für diese smonäutio sorixtarumwöchentlich nur zwei Stunden angesetzt, aber man hat auch den halben, ja den ganzenTag darauf verwendet (Vormb. I, 243). Während die Nordhäuser Sch.-O. von 1583(Vormb. I, 877) verlangt, daß alle Scripta corrigirt und die Zahl der Fehler genauangegeben werde, ist H. Wolf (Vormb. I, 444) nachsichtiger, wenn er zuläßt äootioresprustsrountur, nuno Iii nunc ulii u6§Iißuutur, oder die genaue Angabe in der Branden-burger Ord. von 1564 (a. a. O. 532) iuwo omonäutio öt olurs, äiÜASnisr ansoul-tuntibus uliis, gui simul vitig, suorum soriptoruiu sie omsnäurs possuut, ut minusnsAveii sxliibsatur xrusosptori in rsliguis. Auch Trotzcndorf inspieisdut, rnro pvr-IsAsbut. Aber die clssoriMo urZ-uinsniorum omönclatornm und besondere Bücher, dadiese bei dem Examen oder einer Schulvisitation vorzulegen, wird allgemein verlangt.
*) v. Jan in der Zcitschr. f. G.W. 1873. S. 129—143, S35-S48.
'*) Vgl. Schund in dieser Encykl. I,? p. 252.