Lateinischer Unterricht.
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haben wir geeignetere Lehrmittel. Die Sprache würde keine Schwierigkeiten machen. —Schon etwas weiter giengcn diejenigen,*) welche ssntentius eollsetns Äurmollii ge-brauchten; eS ist damit die Chrestomathie gemeint, welche I. Murmellius in dem erstenJahrzehnt des 16. Jahrhunderts zuerst unter dem Titel üx ölöAÜs llibulli, Ill-opsrtiiet Oviäii sslooti versus hcrausgab und die bis 1774 als loci cowmunes senteutio-sorum versuum sehr oft wiederholt sind. Noch mehr Verbreitung fanden die für diesechs obersten Classen in Straßburg bestimmten volnminu xoetiou seit 1555. DennI. Sturm findet nicht einmal für die Metamorphosen Raum in seiner Schule unddie Elegiker sind ihm anstößig. — Ein anderer nicht minder praktischer Zweck beidem Lesen der Dichter war die Befestigung in der Prosodie und die Anleitungzur lateinischen Versification, worüber nachher genauer zu sprechen sein wird. Weildazu der Hexameter und das Distichon besonders benutzt wurden, so wählte manauch in der Schule die Dichter, deren Werke in diesen Versmaßen verfaßt sind. Erstnach dem Virgil folgt in dem sächsischen Schulplane Oviäii Llot-uuorxüosis; sehr baldkamen auch die Lueoiieu und Okor§icu hinzu und pflegten dann der Aeneide voraus-zugehen. Die Metamorphosen verschwanden bereits im 16. Jahrhundert, um den Mistiu,den oxistnluo sx Nonto, den liusti, sogar den Ileroiäos Platz zu machen, sofern es nurein oustum eurmeu war. Nur die kurs. Sch.-O. (Vormb. I, 280) erwähnt danebenelöpium sx lidullo, auch die Stralsundcr (S. 494). Neben den elegischen Dichterndrängen sich dann neuere Dichter ein. Schon die Wittenberger K.-O. **) nennt1533 dneolics, Lluntrmni voi Loroiäss Lollani und meint mit dem elfteren den Carnie-liter Battista von Mantua (7 1516), dessen ourmsn dnoolicum schon Murmellius 1513und 1528 für den Gebrauch in deutschen Schulen commentirt hatte; des Eobanus HcssusHerolden begegnen uns auch anderwärts.***) Neben ihnen stehen j-) 6ls§ius Lallini(d. h. Georg Schülers j- 1560) und 8ti§elii d. i. Joh. Stigcls in Jena 7 1562. Imsiebzehnten Jahrhundert wählte man auch um des Metrums willen das Psalterium des-selben Hesse oder des Schotten G. Buchanan.j-j) Horaz ist zuerst 1553 in Neu-Brandenbnrg für die Prima erwähnt: intorxrstudimur svisetus LIsAius Oviäii, üoduni,8ti§6iii, Ludini unt incunäum säen Ilorg-tii; dann 1564 in der Brandenburger Sch.-O.:Intoräum nsurptzntnr oäus hnaoäam kloratii (als Beispiele gelten I, 22 und III, 2);1580 in der kurs. sächs., 1571 in Gandersheim, ja in Breslau 1570 daneben schoniideiius äo urto xootics, und in Stralsund 1591 sogar gnusäam II. oxistoiu.fff) Ausdem folgenden Jahrhundert in Stralsund *j-): ?rorsotor Vir§. ^snoiäa vei Ilorntiicastioros oäus intorprotuditnr; <pns,s uä iin^num Intinam sxsetunt, omniu svoivot, <puun-titutem sMullarmn st eurminum §sneru oxoutist: guomoäo xostiou äiesnäi rutioad orutoriu äisorspist, äsoinrudit, iiinstriores uutem ssntentius äisoixuios msmoriusinü§srs inbollit. Wenn in Güstrow 1662*7f) Ilorutii oäus soleotioros et sermonesfür Prima genannt sind, so werden unter den letzteren doch wohl nur die Satiren ver-standen werden können. Der Rector der Kreuzschule in Dresden Joh. Böhme (Loiiemnsf 1676) bevorzugte Horaz vor Virgil, obschon dieser ein größerer Dichter sei, aberVWN6S, meinte er, sumns stnäiosi lutiuitatis, xoessos toiiees xnuoissimi und gradedes Hör. iutinitus sei udsrior, soutoutiuk xinres, ornäitis varia. Derselbe hatte auchdie vier Bücher der „Gesänge" von seinen Schülern „in teutsche Poesie übersetzen" lassen
*) Vormb. I, S. 29, 171, 416.
**) Vormb. I, 29.
***) Vormb. I, 64. 435. 536.j) Vormb. I, 64, 532.ff) Vormb. II, 43. 264. 396.fff) Vormb. I, 435. 536. 281. 559. 203. und 294.
*f) Vormb. II, 383.
*ff) Vormb. II, 594.