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1 (1876) A - Dänemark
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Dänemark.

lichst sorgfältigen Revision unterzogen, namentlich um ihn bis zur Gegenwart fort- >1zuführcn. Für die ihm reichlich zu Gebote gestellten Materialien und vielfachen sehr IIschätzbaren Belehrungen haben ihn zu besonderem Danke verpflichtet die Herren Conferenz- «rath Linde, Stiftspropst Licent. d. Theol. K. Rothe, Comptvirchef Schwartzkopff, Dendlich Bevollmächtigter (sowie der vorgenannte Herr, im Cultusministerium) Skibsted, ^sämmtlich in Kopenhagen wohnhaft. i!

Ans der Darstellung dürfte sich ergeben, daß Dänemark, trotz der schweren Geschicke, «die es in diesem Jahrhunderte betroffen, und trotz der empfindlichen Verluste, die seinen IUmfang und seine Macht bedeutend verringert haben (1801 Seeschlacht bei Kopenhagen »gegen die Engländer; 1807 dreitägiges Bombardement der Stadt und Hinwegführung Ider ganzen dänischen Flotte durch die englische; 1814 Verlust von ganz Norwegen in- Ifolge der Theilnahme an dem großen europäischen Kriege und der Bundesgenossenschaft Imit Napoleon I.; 1848 und 1849 Krieg mit den Herzogthümern Schleswig und Holstein, nsowie eine Zeitlang auch mit Preußen; 1857 Verlust des einträglichen Sundzolls gegen Ieinen Ersatz von nngef. 30 Millionen dän. Nthlr.; 1864 Verlust der Herzogtümer nach Ieinem blutigen und kostspieligen Kriege mit Preußen und Oesterreich), dennoch im Innern Istark geblieben und im Stande ist, dein wichtigsten Zweige des bürgerlichen Lebens,der Erziehung und dem Unterrichte der Jugend, fortwährend seine zu den größtenOpfern bereite Fürsorge zuzuwenden, um dieses Werk dem Ziele der Vollkommenheitnäher zu führen. Es ist dies ein Beweis nicht nur von einer verständigen Staats-Haushaltung, sowie einem besonders blühenden Zustande der Finanzen, sondern zugleich,ja noch mehr von dem regen Sinne und der fortschreitenden Cultur des Volkes.*)

Quellen und Literatur. Kirkeordinantsen, givet af Kong Christian den III.i Aaret 1537, d. i. die Kirchcnordnung, gegeben von dem Könige Christian III. !im 1.1537 (nach der Einführung der Reformation in Dänemark). Erik Pontoppidan:^.nnulss soolssias Danioas (Uxloinatioi oder Kirchenhistorie des Königreichs Dänemark,

4 Bde. in 4, Kopenhagen 174152 (in deutscher Sprache). Rasmus Nyerup:Historisk-statistisk Skildring af Tilstanden i Danmark og Norge i äldre og nyere Tider,d. i. historisch-statistische Schilderung der Zustände in Dänemark und Norwegen in älterenund neueren Zeiten, 5 Bde., 8, Kjöbenhavn 18036, enthaltend: Bd. 1: CulturensFremskridt samt Bondens og Borgerens Forfatning, d. i. Fortschritte der Cultur, sowiedie Lage des Bauern und des Bürgers; Bd. 2: Udsigt over FLdrelandets Litteratur i lMiddelalderen, d. i. Ueberblick über die Literatur des Vaterlandes im Mittelalter; Bd. 3,erste Hälfte: Udkast til en Historie vm de latinske Skoler i Danmark og Norge fraReformationen af og til 1804, d.,i. Entwurf einer Geschichte der lateinischen Schulenin Dänemark und Norwegen von der Reformation bis 1804; Band 3, zweite Hälfte:Kjöbenhavns Universitets Annaler fra Reformationen af og til 1805; Bd. 4: Oversynover Fädrelandets Mindesmärker fra Oldtiden, d. i. Uebersicht über die Denkmäler desVaterlandes aus dem Alterthumc. (Also behandelt nur Bd. 3 (2) den vorliegenden Gegen-stand). N. Fab er, vr. tbsol. u. xllilos., Bischof im Stift Fühnen, ff 1848: Forsögtil et Overblik paa Almueskoleväsenet i Danmark u. s. w., d. i. Versuch eines Ueber-blickes über das Volksschulwesen in Dänemark, Odense 1832. Vilh. Rothe,vr. tbsol., Pastor zu Vemmelev in Seeland: Det danske Almueskoleväsen og detsReform, d. i. das dänische Volksschulwesen und dessen Reform, Kjöbenhavn 1852.

I. M- Meier (Seminarlehrer zu Skaarup, jetzt Pastor zu Vcrninge, beides auf Fühnen):Grundstene til den nye Skolebygning, d. i. Grundsteine zu dem Neubau des Schul-wesens, Odense 1852. Chr. L. Börnes en, Pastor, Motiveret forslag til en Reformaf det danske Folkeskoleväsen (ein motivirter Vorschlag zu Verbesserungen im dänischenVolksschulwesen), Kjöbenhavn 1853. lieber das gelehrte Schulwesen. Vonjeder höheren Schule werden alljährlich Schulprogramme herausgegeben, welche Schul-

Die Mittheilungen S. 1054 ff. lassen freilich auf eine einseitige, solider Wissenschaft nichtgünstige Richtung schließen. D. Red.