Vorwort.
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gespeicherte, auf möglichst engem Raum zusammenzustellen, und hoffen, daß derKundige in den Artikeln unserer Ecyklopädie die selbständigen Ergebnisse gründ-licher Forschung erkennen soll. Es kann nicht fehlen, daß in dieser Abtheilungder eine Leser diesen, der andere jenen Namen vermissen wird; wir bitten jedochzu erwägen, über wie viele Männer, sofern sie nicht gerade in erster Linie stehen,das Urtheil verschieden ist und demgemäß auch die Aufnahme ihrer Biographie undCharakteristik in ein solches Buch dein einen als nothwendig, dem andern wenigstensals überflüßig erscheinen wird, und daß wir uns hüten mußten, den Umfang desBuchs zu sehr anschwellen zu lassen.
Die statistischen Artikel endlich sollen das Erziehungs- und Unterrichts-Wesen der civilisirtcn Welt darstellen. Nach einem umfassenden Fragenplan aus-gearbeitet, geben sie für alle die Länder, welche ein näheres Interesse für uns haben,zuverlässigen, ans den besten, in der Regel amtlichen Quellen geschöpften Berichtüber ihre Schulznstände, die betreffende Gesetzgebung, die Zahl, Einrichtung undinnere Ordnung der verschiedenen Arten von Schulen, die Verhältnisse der Lehrer n. s. f.So weit unsere Kunde reicht, existirt bis jetzt noch kein Werk, das eine so voll-ständige, eingehende und genaue Statistik der Schulen enthielte, wie das unsrige.Wenn aber die Geschichte der Pädagogik unfern Gesichtskreis erweitert, indemsie uns erzählt, was der Menschengeist in dieser Richtung in früherer Zeit gedachtund versucht, erreicht und verfehlt hat, so leistet die Statistik einen ähnlichen Dienst,indem sie uns über die Grenzen der Heimat Hinausblicken und die Zustände undOrdnungen bei andern mit den eigenen vergleichen lehrt. Was irgendwo gesetzlicheGeltung oder sonst . Bestand gewonnen hat, das hat die Annahme für sich, daß esnicht ohne Grund so geworden sei, und verdient deshalb die Beachtung eines jeden,der von der Voraussetzung ausgeht, daß er von andern noch lernen könne.
Bei allen Artikeln, für welche eine Literatur vorhanden ist, wird darauf Bedachtgenommen, daß eine Auswahl derselben für denjenigen Leser, der noch weitere Aus-kunft sucht, namhaft gemacht werde.
Ein Unternehmen von dem im Obigen bezeichnten Umfang kann nun abernicht durch wenige einzelne zu Stande gebracht werden. Wir haben uns deshalbbemüht, eine Anzahl tüchtiger Gelehrter und Schulmänner, deren bisherige Leistungenin der Praxis oder in der Wissenschaft oder in beiden zugleich für gediegene, dieSache fördernde Beiträge bürgten, zu Mitarbeitern zu gewinnen, und sind so glücklichgewesen, von einer Reihe von Männern, darunter anerkannten Autoritäten, dieZusicherung ihrer Mitwirkung zu erhalten. Daß auch da, wo viele räumlich weitvon einander getrennte, znm großen Theil einander persönlich unbekannte Männeran einem gemeinsamen Werke arbeiten, dennoch eine erfreuliche Einheit desGeistes in wesentlichen Dingen möglich ist, wird, so hoffen wir, durch den vor-liegenden ersten Band dargethan sein; Uniformität auch im Untergeordneten glaubenwir nicht erstreben zu müßen, lassen vielmehr jedem, der mit uns auf gleichemBoden steht, im übrigen seine Eigenthümlichkeit. Die dadurch erzielte Mannig-faltigkeit der Auffassungen, von denen doch jede wieder ihre Berechtigung hat, magfür die bei einem solchen Werke namentlich im Anfang unvermeidliche relative Un-gleichheit der Artikel in Form und Umfang einen Ersatz bieten und dieselbe voreinem billigen Urtheil entschuldigen.