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Am Eingänge des Rathhauses empfing nunmehr denKönig der Bürgermeister an der Spitze der Stadtverordne-ten mit folgender Anrede:
„Allerdurchlauchtigster Großmächtigster König!Allergnädigster König und Herr!
Bor 150 Jahren haben an dieser Stelle unsere Väterder Krone Preußens gehuldigt.
In diesen anderthalb Jahrhunderten hat die hiesige Stadtdie Segnungen der Negierung Ew. Majestät glorreicher Vor-gänger genossen nnd solche zu schätzen gewußt, da sie ihrerPflicht gemäß stets treu nnd gehorsam in guten nnd bösenTagen zum Hause Hohenzollern gestanden hat.
Heute, wo Ew. Majestät durch Allerhöchst Ihre Gegen-wart unser Fest verherrlichen, ist uns durch diese Gnade diehohe Freude zu Theil geworden, Eurer Majestät persönlichvon Neuem und im Namen der ganzen Stadt, die wir ver-treten, unserer Anhänglichkeit und treuen Ergebenheit anEurer Majestät Person und Ew. Majestät ganzes Haus zuversichern.
Wie aber unsere Väter gelebt haben und wir gesinnt sind,so werden mit Gott auch unsere Kinder in Treue gegenden Thron erzogen werden. — Außer dieser Versicherungwollen Eurer Majestät huldvoll unfern Wunsch entgegen neh-men, daß Gott der Allmächtige Ew. Majestät hehres Hauptschützen nnd Ihre Schritte stets leiten und segnen möge."
Seine Majestät dankte in herzlichen Worten, die Stadtzugleich zur ferneren Treue an das angestammte Königshausauffordernd.
Demnächst begaben Sich Seine Majestät die Rathhaus-treppe hinaus zum Rittersale. Bor demselben begrüßte Al-lerhöchstihn zunächst der Hochwürdigste Herr Bischof vomMünster, I)r. Johann Georg Müller mit folgender Anspracher
„Ew. königl. Majestät wollen hnldreichst gestatten, daßder Oberhirt der katholischen Bevölkerung des Herzogthums