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1 (1859) A - Dinter
Entstehung
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933
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©eutfdje ©ptadje.

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©orftanb beg 3nftitut8 in SDeffau, (beffett weitoerbreiteteSerfteg Sefebud)" »onjßeftatojjiin feinen Slnftalten augfhließlid; gebraust Würbe,) burd) feine ©djrift:ber ©pradj»unterricht alg intenfioeS ©ilbungSmittel" Seidig 1813 unb nac^ h m befonberg St.Straufe, ber in feinem©erfuh eines methobifdjen SefirbuhS ber beutfcfjen ©prahe"§aHe 1819.bie ®enffibungen unb ©prad;itbungen, biefe beiben wichtigen Unter»ricfjtSßegenftänbe, fo in ©erbinbung 5 U bringen fudjte, baß fie fid; gegenfeitig unter»ftii(3en." llnWiKbürlid) Würbe bei biefer Stidjtung bie Slüdftdft auf ben Sntyatt berStebebei ©eite gefegt unb ber jfornt ausfdjHeßtidfe ©orgfalt jugewenbet. 3 ln nr fpwdft fid)© 9. ©toter 1813 in feinerftreng jufammenhängenben beutfcffen ©prad)Iehre, nad)ben ©efefsen be§ ®en!eng für ©deuten unb Liebhaber bearbeitet", noch nahbrüdlid) fürbie ©ad;e" auS.Sein ©Sunber, jagt er, baß bei bem bisherigen Unterricht bie©pradjfertigfeit medfanifd) blieb, bis anberwärtige Uebung benten gelehrt hotte, unbbaß ber Unterrid;t in ber 9Jiutterfprad;ie ohne Sßeihülfe einer fremben beinahe unmöglichWar. SDlau gieng bom 2Bort aus, nid^t bon ber ©a<he; man lehrte ®eclinationen,(Konjugationen unb alle SBörterarten tennen; aber wag nun bamit anfangen? ©äljebauen! 3n Weld;er Drbnung? 9?ominatio ©enitib ®ati» u. f. w. ©ebraud) begKennworts, S3efcljaffenI)eitSwortS, 3 e ' tn,ort8 u. f. w. in ihrer Wed;felfeitigen©erbinbung;waS hat aber bag mit ber Sßeltanfhauung, mit bem bernünftigen ®enfen, beffen Slug»britd bie ©pradje fein fotl, für ©emeinfchaft? SG3eld)en 3ufammenhang mit bem Sebenaußer ber ©hule? Stie mehr betommt ber ©djüler in ber Solge ©elegenheit, ©afugmit ©afug, Stennwort unb 23efdjaffenheitSWort ju berbinben, Wohl aber bie ©egenftänbe,bie ihn umgeben, bie ©egriffe, bie er bentt, beutlih barjufteUen, alfo näher ju beftint»meit, itnb biefe ©ejeidjnung unb nähere ©eftimmung beS ©ebanfeng foUte immer berSeitfaben geblieben fein, an bem ftd; feine ©pra<hwiffenfd;aft entwidelt hätte." SMeiitunberfeheng reißt il;u ber ©trom ber 3 eitrid)tung mit fort, ©tatt ber ©adfe, ftatt beg3 nt;aItS ber Stebe ift eg bodj artdfdjließlidj bie ßortn, burd) weldje er bag ®enfen übenwill.®ur<h bie Siebe lernen wir bejeihnen ©ubject unb feine nähere ©eftimmung,bjSräbicat unb feine nähere SBeftimmung; bie 3 ufammenftettung unb ©erbinbung mehrerer©ubjecte unb ipräbicate ober mehrerer boüftänbigen Urtheite gefhieht burd) bie ©er»

binbungSWörter.-©o haben Wir eine an ben natürlichen 3ufammenhang ber ®inge,

an bie ©efefce beS ®enfen 8 gebunbene Sprachlehre. ®ag ©hftem ift au§ ber ©eelebeg ©hülerg gegriffen, unb WaS Umgang unb ©rfalfrung öermifdjt in ihn brahten,Wirb nun orbnungSmäßig aug ihm entwidelt." ©anj biefelbe 9iid)tung »erfolgt nebenanbern aith 3. g. St. Strug, früher in Seipgig, nahmalg in®reSben, foWohl in feineraugführtihen Slnteitung, bie hodjbeutfhe ©prahe red;t auSfpredjcn, lefen unb rehtfhreiben ju lehren," Weiher eine furje ©afcteljre angehängt ift,weil ber Sehrer unbin einigem ©etradjt auch bie Stinber wiffen foUen, wag man unter einem »ollftänbigeu©ebanfen unb ber wörtlihen ©ejeihnung beffelben, unter einem ©afee »erflehe"; algaud) in feinem 1824 erfd)ienenenhohbeutfhen ©prahfhüler", ber baju bienen foü, baßber ©djüter fetbftthatig bie ©prahe erfaffe, wie fie nad; nnb nad) in ihm entfteht, algein organifheS Sßrobuct feineg ®enleng. ©r foü ohne eine für ihn noh un»erftänbti<heJheorie ber ®enlgefefce an ben »om ©eifte beS ©efüljlg m;b ®enfeng burdjaug befeelteu©prah= nnb SBortformen felbft immer richtiger fühlen unb benfen lernen."

©o War burh »erfhiebene SJtänner fhon ber ©ederfd)en ©hule beg ©prahunter»rid)tS »orgearbeitet, als fie »or 23 ®ecennien einen großen Slnhang in Weiten Streifenfid; ju gewinnen wußte. Dr. g. St. ©eder, ber burh eine größere beutfhe ©prah=Iel;re, 2 S^le. (1827), feinebeutfhe ©rammatif" (1829), burd) eine©hutgrammatitber beutfdjen ©prahe" (1834) unb anbere ©hriften gleidjer Slrt überhaupt unter benbeutfheu ©prad)forfhern eine hernorragenbe ©teile einnimmt, hat feinen©eitfaben fürben erften Unterricht in ber beutfheu ©prahtehre" (1833), wie er augbrüdlid) fagt,»orjügtid) für bie ©olfgfhuten beftimmt unb ben ©ebrauh beffelben in feinem ©d>rift=hen über bie SKettjobe beg UnterrihtS in ber beutfheu ©prahe näher bargelegt. ©8