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1 (1859) A - Dinter
Entstehung
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Sugcn^ttflctt.

tmg unb ..fwlftein * e 9 tc S u neuen SntWicfelungen fefteren ©rttnb uttb fd;ien aud; betn@d;ulwefen eine neue ©eftalt geben 31 t fönnen. SBemt ed ihm nun aud; nid}t gelang,bie Ji'ird;en = unb Älofiergüter, bie er mit Sutlfer für Äird;en, ©dfulen unb üirme oer=Wanbt 3 U fel;en wünfdjte, ber Habgier ber SDtädftigen ju entwinben, fo fefete er bod;bie fEeorganifation ber Unioerfität Kopenhagen, an weldfer er felbft einige 3 <dt %ox-lefungen tiielt unb auf ein fwlbed 3 al;r fogar bad iRectorat übernahm, fowie mand;eißerbefferungen an Den lateinifd;eit ©dfitlen burd;. Sfür ©d;ledwig unb fpelfteiu tarnbie ermähnte Stirdfenerbnung erft 1542 auf einem Sanbtage in fftenbdburg 3 ur@eltung.®ie barin enthaltenen 33eftimmungen über bie ©d;ulen cntfpredjen int ganjen bernanberwärtd öon ihm (Eingeführten. ©dfulen » 01 t 5 Raufen füllten in allen ©täbtenunb Rieden eingeridjtet, 2 Biufelfd;ulen aber nirgenbd gebitlbet werben; eine l)öl;er ent=wicfelte ©d;ule füllte aud ben Mitteln bed (Sapiteld bie ©tabt ©dtleötoig erhalten(SJormbaum I, 34 ff.)- ®ad 23idtl;um ©d;Ie 8 mig h a tt e abgele^n-t.

3nt ©ommer 1541 nad; Sßittenberg jurücfgefommen, fanb er nod; immer bie3tul;e nid;t, bie feinem ©emüff) fo großes SSebürfnid war. ©d;on im näd;ftfo!genben3al)re war er wieber im ^jerjogthum 23raunfd;Weig=2öolfenbüttel tt)ätig, bad bie tpaup=ter bed fd;matfalbifd;en 23unbed ifirem Ieibenfd;aftlid;cn ©egner Ipeinrid; bem Süngernentriffen Ratten unb nun öoHftanbig reformiren ließen. 2Bad 93. je|t unter ber SD!it=wirfung oon Slnton (Eoröin unb SJiartin ©Brüh einrid;tete, hatte freilid; nur fo lange93eftanb, ald bie Dccitpation bed Sanbed bauerte; aber erfreulich ift ed, in biefer neuenKird;enorbnung 3 U fel;eit, wie 9S.d päbagogifdjer ©runbgebante jefet aud), Wenn gleid)nur in befdfränfter Süeife, auf bad Üanböolf fid; erftredte.9luf ben ^Dörfern mußnad; biefer Sirdjenorbnung ber Küfter gitgleid> nothbürftig ©d;ule hatten fönnen, Wieer aud) in ©täbten für ben nieberften ltnterrid;t oerWenbet werben barf, in weld;em®ienft er bann bem ©djulmeifter untergeorbnet ift. ®iefe 93eftimmung begreift manleicht aud bem 3 nfammenhange, in welchem bie ©d;ule mit bem öffentlichen ©otted=bienfte fteht, ba ber Kird;engefang burd; bie ©d;ule möglid; gemacht Wirb. ®enn Se=fen, etwad 3?ed;iten unb ©ingen unb notdürftiges ©d;reibett, bad Waren bie fertig»feiten, bie in ben niebern ©d;ulen erlernt Würben unb für bad 93ebürfnid bed 93olfedaudreichten, unb aud; unter biefen ftanb bad Sefen unb ©ingen obenan, weil bad erftebem Saien bie SSibel jugänglicf; mad;te, bad jweite bem eöangelifd;en ©ottedbienft umentbehrlich War; baju fam, ald eine tpauptfad;e, bad üDtemoriren religiöfer ©toffe. 3nbeit ©täbten aber entftanb ein 3 U 9 nad; Roherer Silbung, fo baß bie niebere ©d;uleunb bie @elel;rtenfd;ule 5 ier ganj eng miteinanber öerbunben finb, bie erftere nur aldein (Element ber le( 3 tern auftritt. Offenbar würbe bie niebere 93olfdfd;ule ßom ©<hul=lelfrer burd; einen feiner ©d;utgefetten beforgt, an beffen ©teile in Heineren, ärmeren©täbten ber Kiifter trat, Wobei er febod; in biefelbe Unterorbnung unter ben ©d;ulmeiftergefteüt würbe für biefen ®ienft, wie bie fogeuannten ©d;ulgefeilen." ( 3 äger, a. a.D.©.478.)llebrigeitd enthält biefe Kird;enorbnung (91ud3Üge bei 9iid;ter II, 56 ff.;bad auf bie ©d;ulen 93ejüglid;e bei SSormbaum I, 44 ff.) eine befonberd genaueSlbftufung bed Unterrid;td, namentlich im Sateinifchen. |)ier h at bie erfte (Elaffe öonunten (ber erfte §upe) bad Sefen in ben lateinifc^en Enchiridiis ju lernen, worin bie10 ©ebote, bad $. 11., ber ©laube unb Wad fonft 3 um Katechismus gehört, öerfaffetfinb; bann foK man bie ©d;üter im®onatud unb Sato üben, unb foUcn fold;e 23üd;er,wenn fie and finb, allezeit wieber oon oorn angefangen werben; ba 3 u werben täglid;Slbenbd 2 93ücabein mit ihrer beutfd;en SSebeutung aufgegeben. ®ie 2. (Eiaffe wirb inbie Grammatica Philippi eingeführt, oerbeutfd;t benSlefo^ntd unter (Einübung ber ®ecli=nationen unb (Eonjugationen unb befdjäftigt fid; gugleid; mit ber Paedologia bed 5 Dlo=feüanuS unb ben beffertt Colloquiis üon (Eradmud; Slbenbd befommen bie ©d;itler bieferElaffe, bie aud; gut orthograpljifdj fd;reiben fönnen, einen latein. ©prud; mit nach£>cwfc, ben fie am nädjften iDiorgen auf 3 ufagen Ijafeen. ®ie 3. (Elaffe gel;t 3 ur ©t;wtay über, liedt ©erenj unb etliche ©tiide oon ißlautud, fowie andgewäl;lte 33riefe (Ei=