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1 (1859) A - Dinter
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343
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?tuffä<sc in Ijöfjcten 3tnftatteu.

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ragender Sagenden unb 33erbienfte. 9lel)nlid;eS gilt bon ben oft fo beliebten gcfd;idjt=lid^cn ißaraUelen, »o biefelbeit fid) auf bie eigentlidjcn Sljarafterc, unb nid;t bloj) aufbie ättjjereu Srfdjeimtngen, Ipanbtungen unb Untftänbe 6 ejtel;en."

2Iel;nlid; bereit eS fid) mit denjenigen 21ufgaben, nadj »eldjeit bie Slnfidjten eines©djriftftellerS über ge»iffe ©egenftanbe (beS fperobot über baS delov <p&ovsq6v, beS®acituS über ben SBertl; ber iprepf^eiungen 2 c.) aus feiner ®arfteKung nad;ge»iefen»erben foHen; bie ßufantmenftellung unb ©ubfumtion beS Sii^elnen unter ge»iffeÄategorien ift nid;t attju fd;»er, bie 2lbleitung aus einem gciftigen Gientrum hingegenüberfdjreitet bie Straft ber bei »eitern meiften ©datier.

®ie umgelefyrte Dperation ift eS, »citn eine allgemeine 3Bal;rf)eit gegeben ift, biein it;re SWomente auseinander gelegt unb in concreten 33eifpielen aufgegeigt »erbenfott. 3ft bie borgetegte 2öafjrf;eit einem bem Jünglingsalter geläufigen 33orfteIlungS=treiS angefyorig, fo ift bieS eine jtoedmäfjige, für junge £ente mit lebhafter ShtbilbungS=!raft anfpred;ettbe Uebitng. Verlangt freilidj ber Seljrer, baf; bie ©datier eine Srjäl^lung als 33eleg für eine SBafyrljeit erfinden fotten, fo fönnen gerabe bie ge»iffen=Ijafteftert unter ifynen uergeblid) fid> abarbeiten; er(eid)tert er eS, toie bieS ntandjeSefyrer ber mittleren ©tufen gerne tfyun, bttrd; Nennung einer tdnjal;! bon SBörtern,bie in ber Sigaljlnng 31 t ber»enben finb, fo giebt er ilpten Ijiemit nteiftenS nur 9tätf>felju erraten. @prüd;»ürtlid;e 2BaI;rl)eiten eignen fidj oft beffer, »cnn man fie in grage=form ber»anbelt ( 3 . 33. 5Dfad;en Kleiber Seute?). ®ic Ilten »anbten fie befonberSgerne in ber gfornt ber SI;rie an, b. I;. als 91uSfüI;rnng einer auf eine beftimmteißerfon gurücfgefü^rten ©enten 3 ober 2lnelbote ( 3 . 33. a. 9iiidertS Söort:Sin @otteS=mann ift olpte ©dpoert ein £>elb, ein ©otteSmann ift ofjne ©d;ilb ein ®roft"; b. Dio-genes cum male moratnm puerum vidisset, paedagogum ejus baculo pereussit),»ofür bie regelmäßige ®iSpofition folgende »ar: 1) ber ©a^ felbft mit bem Sobe beSSluctorS; 2) ertäuternbe Untfdjreibung; 3) 33cgritnbung; 4) ©egeitfa^; 5) ©leidjniS(2lnfül;ritug eines alptlidjen gfatteS aitS einem andern Streife); 6 ) 33eifpief; 7) 3 e ngniffe(Slitfüljrnng bon ©priidpnortern, 2tit8fprüd;en aitSgegeid;neter Scanner 2 c.); 8 ) ©djluf?(2BiebcrI;olung mit 2ln»cnbung). Sine feljr bead;tenS»ertl;e 31nleititng bagn für bielateinifd;en ?Irbeiten enthalt baS 33udj bon ©epffert: Schölte latinsc II.:®ieSljrie, baS |jauptftücf ber alten ©dptltedjuif 1857". SS fd;eint in ber Spat, baß biefegorm ber freien Arbeiten »enigftenS in Sßrinta gepflegt su »erben berbient, ba fieberunfteten Dieflepion beftimmte ©efidjtSpuncte, ber S 8 e»eiSfül)rnng einen geregelten ©aitggiebt unb baS abftracte unb concrete, baS analptifd;c unb fpntpctifdje, baS logifdje unbrpetorifdje Slentent in l;armonifd;e 33erbinbung fejat."

SS fann ferner bie gornt gegeben fein unb bie 2lufgabe barin befteljen, einen an=bereit, als ben urfprünglid;eit 3 nl;att berfelbcit angujoaffen (Jmttation, 9?ad;bilbung),fdjon bei einjelnert ©ajsen, »ie ber SSerfitdy in ber Siaffe jebent geigen »irb, 3 it»eiteneine nid;t leidjte Aufgabe, bei größeren ©aigen giemlidj fdj»icrig, bennodj aber, fofentber neue Jnljalt befannt ijl, eine 3 »cdmaf;ige Uebuitg (@üntl)er a. a. £). ©. 95).

9tidjt fo unbebentlid; ift bie entgegengefejste Aufgabe, bei gegebenem Jntyalt bieSorm 3 u beränbertt (Umbilbung), infofern, »aS immer borauSgefe^t »erben muß,bie urfprünglid;e gorm gut ift; beitn gorrn itttb Jnlialt gehören bei beut S^eugniSeines tiidjtigen ©d;riftfteKerS mgertrcnnlid; 3 ufammen unb eine 33eränberung ber gormtft bann im beften galt »iKfürlid;, im ge»ofinIid)ften eine 33crfd;led)terung. 92ur bieUmbilbung eines altclaffifdjen ©tiidS, b. eine freie Ueberfejjnng ift eine unbedingt(3lid;e Hebung, befonberS bie fd;»icrigere 3lrt, »emt man nad; einem felbftgefertigtenluS 3 ug einige ßoit nad;l;er o^ne 33enii^ung beS DriginalS bicfeS I;erguftet£en fudjt(nac^ bem 33eifpiel bon grantlin bei @üntt;er, ©. 97). ®agegen bie Untfe^ungeines beutfdjcn ®ebid;t 8 in ißrofa fyalte i<^ für eine nidjt fcl;r cmpfel)lnngS»ert^e 3lnf=gäbe, bie ba 3 it nod;, »enn fie gut gelöst »erben foH, fo fd;»icrig ift, baf; man fie nurben fafyigften ©diülern 3 umutl;en tann, für bie es bann bod; 33effere8 31 t tl;un giebt.