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Abneigung.
©datier bie entfdjiebenfte Abneigung Oor biefer „6rflärung beutfdjer Glaffifer" offen=baren. 68 ift nidjt feiten, baß fogar üor bent 9 feligiou 8 unterridjt biefe Abneigungeintritt, wenn 3. 33 . ber Server ftatt übetioiegenb objectio bie ,j 3 eil 8 tcl)re au8 ber |)eil8=gefdjidjte ju enttoicfelit unb bem SSerftanbe mit ber Ginbitbung8fraft 3U ,'pütfe 31t font=men, ftdj in breite, bogmatifdje (Erörterungen oerliert, ober fubjectiü feine @efül)l8Weltin iiberfdjwettglidjer UBeife bariegt unb golgermtgen 3iel)t, für toeld)e bie ©djüler feinefßrämiffcn Ijaben. SBürbcn bie Seljrer bie SRienen iljrer ©djüler fdjärfer beobad)ten,fünnten fie barait ein üortrefflidjeS 33 arotnetcr unb Sfiermometer ber 2 lb= unb 3 u=netgung I;aben.
3 u ber Siegel seigcu bie Sinbcr Suft 3um 33 entf iljrer (Eltern, ba fie im elterlichenfpaitfe bie befte ©elegenTjeit ^»afceit, fid) tl^coretifd) unb praftifd) bie 33 eruf 8 tl)ätigfeitbe8 3 ?ater 8 nalje 31t bringen. Sie (Sinbriide, Weil fie in contimtirlidjer 9 feil;e erfolgen,oerbinben fid) 31t Woljlgcfügten ©amen unb au8 beit Anlagen toerbeit Äräfte, bie inbeftimmter Sfidjtung l;erOcrtreten. 6.8 fenutit aber and) oor, baß eine gan3 aubere23 eruf 8 art im ©tillen bie 3 wteigung be8 ÄirtbcS gewonnen l;at, fo baß gegen bie mitVorliebe gehegte unb gepflegte 23 orfteKung bie Giitbriide im elterlichen §aufe fdjwad)bleiben, unb, Wo man Neigung ocrmutljete, plöfjlid) Abneigung l;erüortritt. 3 n folcbengäHeit ift jitnädjft 31t prüfen, ob nidjt etwa eine jufäHige Saune, bloßer CSbjrgetj obereine llnflarljeit in ber 23 orftriIung be8 gewählten 33 erufe 8 obwaltet; 3eigt fid) aber bieAbneigung in ber ©entütljsoerfaffung, in beit Anlagen unb Kräften beS jungen fDlenfdjentoof)lbegriiubet, bann refpectire man fie and) unb loolle fie nidjt mit ©eWalt in bieentgegengefefjte Neigung oerlnanbeln. Sie 3 nbioibualität feil bem (Srgielper heilig fein,loirb aber leiber ait8 SSequentlidjfeit ober 6goi8mu8 beffelben oft überfeinert, avt8 6ljr=geij ober falfd) angebrad)ter ©trenge oft in unnatürlid)e 33 al)it gelenft, loo bie ur=fpriinglid)e Straft oerfümmeru muß.
3 ft e8 fd)on in 23 e 3 itg auf biefe Abneigungen Oor geloiffeit Arbeiten unb 23 eruf 8 =arten 001t großer SBidjtigfeit, baß Seljrer unb (E^ieljer iljre ßögliuge fct)arf beobadften,fo mögen fie nedj mel)r auf ifirer fput fein, baß feine Abneigung Wibcr il;re ißerfonfich bilbe. Sieß gefdjicf)t, wenn fie au 3 übertriebenem Gifcr, iljre Auctorität gelteub 3Umad)en, ben 3ögling bei jeber ©elcgenljeit if)r Uebergeioid)t fütjleit laffeit, ftetS l)errifd)unb barfd) gebieten unb oerbieten, bei beut fleinfteit 3 SerfeI)en in 3 °rn gerätsen unbimmer beforgt finb, 31t oiel nadjjugebett. ©erabe tarum, loeil fie ,fjerrfdjaft übenWollen, gelingt e8 ifmen nid)t, beim bie Adjtuitg unb 3 u neigung bc8 3 oS^ n 3 ® einefreiwillige fpitlbigitng, bie unfehlbar eintritt, loo fittiidje traft unb SMrbigfeit il)iugegenilberfteb)t, aber and) unfehlbar fd)loinbet, wenn bie Sßiirbe eine fünftlid) gemadjteift. Sa8 .jpers öerfdjlkßt fid) oor foldjen AuctoritätSmannem, unb entfdjiebeue Ab=neiguitg ©eitenS ihrer 3 ögliuge ift ib>r Sol)n. Sa8 Stinb l)at ein 93 ebürfniß — manmöd)tc e8 ein religiöfeS neunen — 3U adjteu unb 31t lieben, in feilten Scljrerrt unb6r3tel)ern bie ftdjtbareu Sräger ber uneublid)en 2 öei 8 l)cit, ©ilte unb Siebe 31t üerelji'en;e8 fü^lt aber aud) iüftinctartig, wenn bie @ottl)cit, bie e§ anbeten foK, feine Siebe l) atunb nur ba8 31 jre fudjt ober e8 an ber ©runbbebingung fittlidjer ©iite, ber @ered)tig=feit, fehlen läßt, ©obalb bie Gltern anfangen, ein Stinb Oor ben anbent @efd)loiftern31t beoor3ugen, ober bie Seljrer einem @d)üter bei Singen burdj bie ginger 3U fe^cn,bie fie bei bem anbern auf baS ©trengfte at>nben: werben ©runbfteinc jur Abneigunggelegt, auf beiten fid) nidjt feiten ber §aß ein fcfteS ©ebäube erridjtet. 3 ft ber 3 ög=ling oottenbS bal)inter gefommen, baß ber 6räiel)er anber8 l) au bett al8 er fpridjt, baßer üom Affect fidj leiten laßt unb heute falt ift, Wo er geftern Warm War, baß er jeitlidje3 Jiicffid)ten hoher ad)tet als baS fpeit ber itnfterblidjen ©eele: bann erfdjeint il)m 6rmal)=nititg unb Unterrid)t Wie eine große Süge unb er fann ben ©rgieljer „nidjt mehr leiben."
Sie Abneigung ift wie bie Neigung ruhig; fie fann mit il)rem Objecte langeoerfehren, ohne fid) äußerlich bemerfbar 31t mad)en; tritt fie lebhaft in’8 @efül)I, fobaß fte eine ©emütljsbewegung heroorruft, nennen wir fie Antipathie, bie als