SSIam.
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Seilet ei Serat, Slagt ber gimmlifgen Siplomeob. 'ßriDilegien, am 14. ©gaaban; ee) Seilet elJfabr (SHagt ber SMmadß) ober Seilet ei Scn§il(9}agt ber §erabfenbung beS Äoran), am 19. 91a»maban, bie geitigfle u. rounbcroollfte oott allen;©ebete, in biefer IKadtjt getgan, gaben größeresSerbienft, als alle ©ebete in 1000 folgenben SDlo»naten; ff) Seilet ei ’Qb (Eib) Änbra, 9tagt beSgroßen Q-efteS am 1. ©gemmal; gg) Seilet »I ’Qb(®ib) ©fuggra, 'Jtagt beS (leinen Q-efteS, atrt 10 -Sful fpibbfga, an ben beiben 33eiram, an meldenba§ ©ebet nicäjt notbmenbig ift, aber bennod; ge»galten mirb. 31m 10. ÜJloßarretn toirb baS geftber ÜMrtßrer (©gugeba) gefeiert.
E) Säubere SfteligionSpfüg ten. a) ®erÄoran oerbietet ben ©enuß beS SBeineS, ©cßmeine.fleifgeS u. SBluteS. ®ie Sgiere milffen mit einemSDleffer gefglagtet merben, mie bei ben Quben.b) ®ie SBefgneibttng, als alte, in Arabien be»reitS gerrfdjettbe ©itte in ben Äoran übergegan»gen, gehört gn ben religiöfen Sßftigten, finbet aberim acgten bis brcigebjnten Qagre ftatt. c) Sßolp*gamie ift erlaubt, bog fofl man in ber Siegelnur brei bis oier 933eiber neunten. P) ffteligiöfeSDloral: Ergebung, Vertrauen u. ®antbar!eitgegen ©ott finb bie ©runbpfeiler. Qm Umgangmit SDlenfgen empfiehlt ber Äoran tiorgüglidj bieSugenbett ber Sffiaßrgaftigfeit, Sänfrigtigleit, ®anl»barfeit, ®reue bei Sßerfpregett, äßogltßätigleit,©eredjtigleit, ©anftmutg, SüuSbauer u. ©ebulb,unb üerbietet ftreug Egebrud), SDteineib, SKorb,SSerleumbung, faljdjeS Qeugniß, HBttger, ©piel u.®rmt(. Über Solerang gegen SänberSgläubige fiu«ben fig, wie über anbere ©egenftänbe, entgegen«gefegte SluSfprüge im Äoran, roelge man a’bro»girte (SDlenSutg) nennt unb bie' aus IDZangcl augronologifger S3eftimmt^eit ber ©ttren ber äBiH»für freies ©piel laffen; bie ©efgigte geigt aberben Q. feineSmegS als tolerant, ber Ärieg gegenbie Ungläubigen toirb ber SSeg ©otteS genannt,u. bie barin fterben finb SUfärtßrer (©gugeba).G) ®ie ©otteSgäufer ber SDfogatnmebanerReißen SDlofrfjeen (f. b.). Sin ber ©pige ber © eift*lieg feit ftegt ber üftufti; anbere Äirdjenbiener f.u. SDtofgee. ®ie ©eiftlicgfeit leitet aucg ben Unter«liegt, f. SDiolla, SDlebreffe. Stitd) gibt eS eine Slrtoon H) Älöftern u. SRöngen (fjafir, Äalenber,®ertnifeg), nameutlieg in Qnbiett. I) ®aS mo«gamtnebanifg e Die egt ift guitägft ein religiöfeS,aus gleiegen OueHen (f. oben) fließenbeS (f. Sära»bifege Siteratur). SDlogantmeb unb bie ÄgalifettBereinigten bie gögfte geiftlige tt. meltlicge SJfaegt;allein bei ber SluSbreitung beS Q*S tuurbett biefegetrennt (f. Qmant, Äabi, Ulenta) u. ben einget«nen Sänberoerfaffuitgen accommobirt, lt. felbft ittber Sürfei gat baS urfprünglicge ©entifeg Don®geofratie u. ©efpotiSmuS in neuefter Qeit garteÄämpfe gu beftegett.
K) ©efgigte u. ©ecten. ®er Qngalt beSQ*S ift tgeilS ber alten Särabifgen Sleligion, bemÜJfagiertgum, bem Qubentgum (ogl. ©eiger, SBaSgat iDlogammeb auS bem Qubentgum genommen,feonn 1832) unb Eßriftentgum (f. oben), rnebgeSUtogammeb bureg Umgang mit Quben u. ©griffenfenteen gelernt gatte, entnommen, tgeilS aus $o<lemif gegen biefelben geroorgegangen. ®as §ei*
bentgum mar bureg baS ©inbringen ber SDliffionenbeS ©griftentgumS erfdgüttert, biefeS felbft burd)SDtöngSmefen u. ©treitigfeiten in Qermürfniß, biemägtigen jübiftgeit ©tämme in Arabien außerreligtöfem 9feyuS mit igren ©laubettSgenoffen, berSligoriSmuS beS talmubifdgen QubentgumS über*gaupt abfdjrecfenb. SBon Arabien, bem $urg*gangSpunft beS SBeltganbelS, oerbreitete ficg berQ., unterftügt üon ber SBaffengeroalt unter SJio*gammcb u. ben erften Ägalifen, in faum einemQagrgunbert über 'fjerften gegen Qnbien, ©grien,einen 2geil oon Äleinafien, über SMfrila nag©pauien unö befeftigte fid) nameutlieg bureg bieOsmanen Später fo, baß bie gefammte ©griffen«geit oergebiige Äreuggüge gegen ben ©rbfeinbttnternagm. ®aS bebeutenbfte mogammebanifge'Jleug ift fegt bie ®ürfei, bann folgt Reiften. SieQagl ber SWogammebaner fgägt man auf 120ÜJfittionen. Qn §inboftan gat ber Q. bürg 58er-mifguug mit inbifgen Segren u. ©ebräugen eineeigentgümlige ©eftalt, f. ©arcin be Saffg, Mem.sur les partienl. eie la rel. Musulm. dans l’Inde,'fJar. 1831; 9)leer 2tli §affan, Observ. on theMussulm. of India etc. (fegiitifg), Sonb. 1832,.2 33be.; ®fgafer ©guref, Qanoon-e-lslam, onthe customs of Musulm. of India etc., englifgoon §erflotS, ebb. 1832. Unrigtig ift eS aber,baß ber Q. an fig ber fjorfgung Qeinb fei, tueilSWogamnteb bie ©rörteruug u. ®ifpntation überreligiöfe ©egenftänbe oerboten gäbe. SSielmegrergäben fid; ttag ben erften ftürmifgeu ÄriegS*geiten unter ben Ägalifen SBiffenfdjaften u.Äiin'fte,beren oorgügtigfte Sräger im SHitteialter SÄogam*ntebaiter u. igre ©güler maren. ®ie mogam*ntebanijge ©golajlit, bie oon ber gorfdjung gberbaS ©otteSmort ben Ularneu (Qlm ol Äelam) gat,mar oon bebeutenbem Einfluß auf griftlige ®geo*logie u. SEiffcnfdjaft übergaupt (oergl. SlrabifgeSiteratur). Stber im Q. gibt eS aug Diele ©ec=ten. ©gon baS erße Sluftreten SKogamntebS be*günftigte bie religiöfe fßolemif, u. obroot er biefemettigftenS unter feinen Slngängern felbft gu ent»fernen tragtete, inbem er fie oon religiöfen ©frei»tigfeiten abmagnte, fo iß bog fgon im SoranDon folgen bie Siebe, bie igre Sleligion in ©pal»ten bringen tt. fectirerifg (®gii) finb. ®ie mo«gammebanifgen Sgeologett bemügen ftg, alle©ecten u. igre Unterabtgeilungen unter bie fa*nonifdje Qagl 73 nnterguorbnen. Sie Sleranlaff*ttng gur ©ectirerei bot aber nigt bloß abmeidjenbe©laubeuSanftgt, fonbern aug bie ocreinigte roelt*lige n. geiftlicge ^errfgaft (Qmamat); bager Dieleeigentlidje politifdje ffSarteien als ©ecten erfdfeinen.©rft als man mit ber ©ultur ber SBiffenfgaft,uamentlig ber 'f3gilofopgie bei ben Strabern, augbie eingelnen ®ogmen miffenfgaftlig feftguftettenfugte, fgiebett ftg bie eingelnen mogantmebanifgen©ecten genauer, bager gilt bei Einigen äBaßilSBen ältga für ben erften eigeittligen ©ectenftifter.®ie Dlamen ber mogammebanifdjen ©ecten ftnbmeiftoonbem gara!teriftifgen@laubenSartileI, ob.Don bem iKatnen beS ©tifterg, bürg bie Enbftlbeijja, ijjet (bei ben Dccibeittalen iten ob. aner) ab-geleitet. ©emögnlig gilt bie ännagme ber ©uttna,ober ber neben bem Äoran beftegenben geiligenSrabition, als §aupterforberniß ber giegtgläubig*