44
33iam.
um welchen unzählige ©riulfcbalett flehen. gmSarabieg ruljen bie «Seligen auf golbbiirdpoirtteiiÄiffcn, werben Bon unfterblicbeit güngliiigeu uitbnidjt altevnbeit gnngfrauett (fiurig) mit töftlidfen©peifett u. ©eträuteit bebient, leben oljne ©ütibeiu ewiger g-reube, genießen ungeftort bie greubeitber Siebe u. bag Slttfdjauen ©otteg, ben fte mitunaufbövlicben ifkeiggefäugen oerberrlidjeit. Ql;rObr wirb uitaufbörlicb oon ben ©efängett beg©ngelg ggrafil u. Bon beit Harmonien bev SäumeentjüdEt, beim in benfelbcn bangen ©loden, welcheein noit ©otteg ©bvon gefeitbeter SSittb bernegt.gebet ©etige ift uitb bleibt in bem Sllter oon 30gapren u. Ijat 60 ©Heu Sänge; St’inber befoiitinenfie nur, roenn fie eg wünfdjen, n. biefe finb fo>gleid) ermadjfen. Unter ben Säumen ragt IjerBorber ©uba (Saum ber ©litdfeligleit), beffen ©taininim 'fialaft beg großen l^vop^eten ftebt uub beffenSlfte in bie SBobnung jcbcg ©laubigen reid;en u.mit allen Sebiirjuifjeit u. ©euiiffeu behängt fmb.Slug ben aBurgelu beg ©uba entspringen alle glüffebeg Iflarabiefcg, welche üllilcb, SBeiu it. §ouig ftro-men. gtt bie fjölle (©etjeuncm) hinab ftürjenbeim Übergang über bie Sriide ©firatl) bie Ult*gläubigen u. Söfcit. • ®afelbft brennt ein einigeggeuer (Sar), ftiiiteubc Sache u. fürchterliche Säumefinb bajelbft, unter le(jteren ber 3 a l« m » beffengrüdjte ©eufelgföpfe finb. Ser Selferrfdjer bertpölle ift ber ©trafcngel ©habe!; fie l;at fiebeu©höre, worunter ©ittige bie 7 Stblbeiluitgcit berfpölle uerfteljeu, Slnbere ©traforte für bie fiebeneinzelnen §auptfüuben u. toiebcr Slnbere bie fiebenBorucljmfteii ©lieber beg Seibeg, rnoiuit ber Sienfd)fünbige. gn biefe« einzelnen .fmlleit fielen bie©trajen im Serbältniß 3U ben Sergebeil auf ber©rbe u. böfe ©eifter finb bie Sollftreder ber ©tra*fen. f) SerSlaube an ißtäbeftination (Jfabr,©a£bir) burdf ben abfoluteit UiatfjfdjliiQ ©otteg,ber bag gange ©djidfal (Saßab) u. felbft bie nto>ralifdtje Sefd)afjenbeit beg ä)tcnfd;eit unabättberlicbbeftimmt. Sie Söfeu tnerbeu ftufenweife in itjrer©ünbljaftigfeit Berftärft, big fie bie böchfte ©träfeBerbienen. ©urdf biefe Selfre beg gataligmugpflaiijten fDlobammeb unb feine Dladffotger ißrenSlufiängern fanatifcbe ©obegBeraditung, Sinti; u.©leid;giltig£cit, aber mitunter and) Unt£)ätig£eit in©efabteu ein.
B) ®ie ©itten* ober Ißflicb tenlebre (®iit)befiehlt geroiffe äußere ^aubluttgen alg ©ienftBer*rid)tungen, burd; mellte fich ber ©läubige (Siumiit)alg©ottegbieuev bewährt, beibenen ftetg bie frommegnteitfion fein muß, unb nerbietet anbeve. ©ieäußeren ipauptpflicbten fmb fünf: a) bagSBafcpen, entweber beg gangen Äörperg (©boffel)ob. getoifferSotpertf)eile(2Bnbt)u),beibeguuter oielenbefoubereit Seftimutungen it. Sorfdfrifteu. b) 91b-battung beg@ebetg (gfam eß*©falat); }o beißteigentlich nur bag gebotene, täglich fünfmal jutoieberljotenbe, nämlich Siorgeng, Siittagg, 9iad)»mittagg, Slbenbg unb Siacptg, bag aug furgen©ebetformeln beftebt. ©ag ©ebet erforbert förper»liehe iKeinljeit, einen reinen Ort, genau bie be*ftimmte geit, bie ftete dltdjtung gegen 2M£a (S£ib>Iah) u. oerftbiebene ©teüung beg Seibeg u. fKicbt*ung ber hänbe u. ginger. Sertnöge ber ©unnafleht bem ©ebet ooran bag äufammeiirufen (gbfan)
bur^ einen baju beßimmten 21ngritfev (üJiuebbfm)u. bie SBieberboIung bcffelben (g£autet) oon bemIDiinaret ber 2J£ofd)ee. gebeg anbere freiroillige©ebet heißt ©ua (Slnrnfitiig). ÜJJati bebient fichbabei einer Sdrt Bon fKofeutranä (©egbib) Bon 33,66 ob. 99 Äugeln an einer ©dpmr, an beitentnan bie SIttribute, rooburd) ©ott nerberrlicbt wirb,herfagt. ©ie frommen 81eid)en errichten an ben©tragen ©ebetfteine, auf metcbeit §auptgebetfor*mein auggegraben u. baiteben Srunnen jur SFieinig»ung finb. Stn ben ©räbent ber Äaifer u. Sor«nehmen finb Seter (©oftag) mit reidjem Siitfont«men angefteKt. c) llmofeu (Qetat, b. i. llieiitig«uttg) ob. fogett. Qdim (2tfd;r), eigentlich jebeg,nicht gur 9£ot()biirft gehörigen Sermögeitgautheilgoon beftimmter Ouantität (tfiißab), nadj eittjähri»gern Seft^ beffelben, worüber Sie nto£)antmebani*jdjett ©beologen Biele cafuiftifdfe Uitterfcbeibimgenu. Seftimnmngen haben, ©ie freiwillige ©penbe(©[abafab) au Sinne ift gottgefällig, u. bie ein-tägige Serpflegung eineg Sinnen gejdfielft oft alg©ünbenablöfuug. d) Sag gafteit (Sfijant) imÜJiouat Slauiabait beftebt in ftrengfter ©litbalt«ung Bott jeber Strt Sialfrung , ©abafraudjen,gefd;letbilid)em Umgang unb Berfcbiebenen attbe»ven ©eitüffeit Bott ©onnemStuf» big Untergang.Safür entfebäbigt man fid; nah ©onuenuntergaiigbureb erhöhte ©ettiiffe. e) ©ie SBallfahrt(§ibb}h) ua<h SDletla ift fowol iDIämierit alg gwauenBorgefdjricbeit, wirb aber oft bureb ©teÜBertretererfüllt n. bat fünf §aupterforberniffe: bie Sorbe»reitung, bag Serwcilen in Slrafab, einer großen©bette am guße eitteg Scrgcg, bag ©dfeeren ob.öiafiren ber äUiänner int ©bale iKina, bie Uittfreif»uttg ber Äaaba u. bag Saufen äwifdjnt ben Sin*boßen ©fafa u. 2)£erwab, u. jwar gcwöbulicb fol»genber Slrt: am 7. beg SBallfabrtgmonateg Ber»fammett man bie SBallfabrer (habfebi) jnr Se*lebvnitg; am 8., bem ©räidtag, trintt man augbem Srmmen geittäem: am 9. betet man ittSlra*fab u. begibt fich nah ©ounenaufgang itacb bemOrt SJogbalifab; am 10. wirb inSlina bag Opfer(Äurban) gefcblacbtet u. ein ©heil baBott au Sinnegegeben, Halbem man fieben Meine ©teine riid-lingg geworfen bat; am 11. ift s J!ul)etag; am 12.jiebt man non yJiiita nacb 2Äe££a, wo man bieÄaaba Born ©djwaräeu ©teilt auggebenb ftebenmatutufreiß. Sott ©fafa nah Slerwa gebt man fie»bettmal; an ber burdf gwei ©äuleit bejeichlteten©trede aberläuft man plö§li(bi bie SBaffev fudfenbe§agar natbabmenb.
0) ©er ©ultng beftebt in ©ebet u. fßrebigt.D) gefte u. geiertage. Ser imödjcittliibegeier» u. 3tul)etag ift ber greitag (gaum ot©fdjenta, b. i. Serfammtunggtag), ber bnreb be»fottbere ©ebete u. a. auggejeiebnet ift. $auptfefteftnb: a) bie beiben ’gbob. Seiram (f. b.); b) biefieben heiligen Sltächte, bie bureb befonberegeierlidpEeiten, Seleucbtuitg ber 2J£ofd)eeit, ©e*bete tc. ausgezeichnet werben, an bie fich geroiffeSorbebeutungen tnüpfen. aa) Seilet el Staulub(Dlewiub), y£adjt ber ©eburt SOlobamntebg, am12. 3lebiu’l=emmal; bb) Seilet et Diagba'tb, Siatbtber ©tnpfänguiß beffelben, am 5. 3iebfd)eb; cc)Seilet el üftiarabfcb (S. el ÜJlegra), bie 9£acbt bet^immeljabrt SJobamntebg, am üe.fRebfdjab; dd)