844
■Sfämmcrcr.
üant.
(Srflärung. ®iefed ©djriftdjen »äre ed »ol)l »ertl), burdj irgenb ein ©hmnafialfiro^gramnt ber 33ergeffenl)eit entgegen gu »erben.
®a, tote oben er»äl)ut, eine 9Nottograpl)ie über bad Sehen nnb bie ©dßriften BonSamerariud nod) fel)It, fo müßen bie Angaben il6er it?n aud ben größeren fpecial=gefd)id)tlid)en SBerfett gitfammengefud)t »erben; in bem ©d)riftd)en non fperf): Gcobanfpeffe, ein beutfdjed Set)rer = nnb ®id)terleben, erhalten wir »enigßtenS bonber Srfurter nnb Nürnberger ßeit einige Nad)rid)t. Singel)enbered ift aud bem älrtifel„(Sanier ariud" in ©rfd) nnb ©ruberd 6nct)flof'äbie gu entnehmen.
Sondern ßamerariud, ber ©oljn bed fßäbagogen, geb. 6. Noo. 1534 gn Nürnbergnnb geft. bafelbßt 1598, »ar ein bebeutenber 2lrgt nnb 23otanifer; einer feiner Snfeltoar Rangier am fpofe gtiebrid)d V. Bon ber fßfalg, fpäter im ®ienfte ©uftao 2lbolfd,ein berühmter ©taatdmann. %x. ©djnciber.
$«ut, Smntanuel. 1. 2I(lgemeine 23ebeiitung Äantd für ©rgieljungnnb (Sultur. ®iefer außerorbentlidje 9Nann Berbient aud) in ber ©efdjidjte ber®»giel)ung nnb Sultur in mcljr afd einer Segiefyung eine audgegeidjnete ©teile. ®d I;at»ol)t nad) Sutljer feinen gtoeiten SNann gegeben, ber bad Kulturleben bed beutfdjeitS3oIfe§ in einem foldjen ©rabe in 23e»egnng gefeilt hatte, als er; nnb bie fyofyen 3Ser=bienfte, bie er fiel) um bie ßnttoidlung nnb bie SSilbung bed beutfdjen ©eifted im atlge=meinen er»orben hat, fidjern il)m unter ben »eiligen großen SNännern einen Sljrenplafc,bie »ir atd Selber nnb ®rgicl)er ber 2Jtenfd)l)eit begegnen fönnen. 2Bäl)renb er biefeallgemeinen Sßirfungen auf bie ®nt»idlung bed beutfd)en SSolfeS, ja ber gangen 9Nenfdj=l;eit burd) feine geißtoollen unb an neuen Sbeen reid)en ©Triften hfl-'WtSe&i'adjt I;atnnb and) nod) fernerhin ^eröorbringen »irb, fo »ar er gloeitend aud), »ie »ir andben guoerläßigßten ßeugniffen feiner ©djüter nnb geitgenoffen »iffen unb felbßt aud)aud ben herausgegebenen SSorlefungen beSfelben fdjließen müßen, einer ber auSgegeidjnetßtenUniberfitcitdlel)rer feiner 3 e t* unb fiat als ßoldjer faßt ein falbes Saljrhunbert auf bie3ugenb bed nörblidjen ®eittßd)Ianbd nnb ber Sänber an ber Dftfee mädjtig eingewivftunb bie Unioerßität Äönigdberg gu einem Sterne erfter ©röße in bem bjerrlidjen©ternenfrang ber beutfdfen Unioerfitäten erhoben. ®r beljerrfc^te als Uni ö er fit ä tS leererfaßt bad gange Neid; ber allgemeinen Sßiffenfdjaften. 2lud) bie fßäbagogif im engeren©inite, ßofern fie bie Srgieljung bed menfdjlidjen SnbiBibuumd betrachtet, Bebjanbelteer in feinen SSorlefungen, unb »enn fie aud; in ber gornt, in »eitler fie Bon Ninfherausgegeben finb, in 33egng auf Slnorbnung nnb SSoKßtäubigfeit gar oieled gu»ünfd)enübrig taffen unb nur als ein 23rud)ßtii(f Betrachtet »erben fönnen, fo enthalten bod)aud; biefe einen ©d)a(3 Bon frud)tbaren unb umoiberleglidßen ©ebanfen unb $orßd)riftenunb tragen fo fefyr bad lichte ©epräge ber 3Beidl)eit unb ber ®rfat)ruug, baß Äantfd;on um bcd»iHen in ber fßabagogif eine eljrenBolIe 33erüdfid)tigung Berbiente. ®nb=lid; aber Berbient and) bad Sehen Äantd, »cld)ed und in feinem gangen Verlaufe Bisin bie geheimften 3üge htnein aufd genauefte befannt ißt*), bie forgfältigfte 33ead)=titng nid;t bloß- ber Sehrer nnb Gcrgiet)er aller 3lrt, fonbern aud) jebed anbern5Nenfd)en, ber nad) einer Boöfommenen Serfaffung feined inteüectueHen unb fittlidjenSehend ftrebt, unb muß namentlid) and) ftrebfamen Süitglingen gum ©tubium emf3fol)=len »erben. Äantd Sebeit ißt ein fNußter einer »olflgeteiteten ©elbßtergiet)ung. 3 un “^Pgeigt ed auf eine glangenbe SSJeife, »ie ein SNenfd) Bon ®alent unb SBiftendenergießid) Bon ben niebrigßten ©tufen bed Sehend Bid gur l)B<hßt en €*üh e ^ er ©eltung uub
*) Äantd Seben ßnbet man befonberd in folgenbeit ©tf;riften bargeftetlt: IDarßettung bedSebend unb ©barafterd Snimanuel Äantd bon S. S. S3oro»dft; 3mm. flant gefdfitbert in Briefenan einen gremtb, bon SR. 2. Sadjmann; 3- Äant in feilten testen Sebendfabren, bon SBaftaitdfi.®iefe brei @df;riften fiitb im Sobedfabre Äantd 1804 erfdiienen. 2(itd ber festeren Seit iß be»fonberd beaibtendtrertb: 3. Äantd Siograpbie gnm großen Sbeil nad) banbfcbriftticben Nadbricbteubargeßellt bon %. SB. ©djitberf 1842 in Äantd SBerfcn bon Stofenfrang nnb ©ebubert 33. XI.Slbtb- 2. Söenn fßa’ter Äantd SBerfe citirt »erben, fo iß ed immer nad) bieferStudgabegeßcbebeti.