Sugenblectürc, Suflcnbtitcratur.
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gu finben, baS bie müßigen ©tuuben beö 3Bgling§ mit unfdjäbtidjer Untergattung au8=fülle. SIBerbiitgS ift baS „©efdjidjtenPudj 11 baS bequemfte Spittel, bie ungebulbige 3ugenbgur Stupe gu bringen nnb ber fid) tangmeitenben bie 3eit gu oertreiben. 2lber fdjon bie©pinefen (im Kia-phao-tsiouan-tsi) meinten, baß „iebed 93ud) gunt bloßen Vergnügentoie überftüßigeS ©olb unb ©piet oerbannt' 1 merben mitße, unb ©djteiermadjer (Sr=giepungSlepre ©. 658) pätt jebeS Gefeit gunt 3eitoertreib, toeil eS „bie lebendige 2ln=fdjaumtg tobte, an beit £ifd) nagete unb öffentlicfjen SebettS unfähig mad)e, fürabfolut fdjabtidj." 3n ber Spat ift jebeS Sud) fdjäblidj, baS nid)ts loeiter ift aiS un^fdjäblidj. Stur eine Seetüre öon loaprpaft toertt)boltem unb bet)aIteuStoertt)em 3nl)atttann den ©rgiepuugSgtoecfen bienen. „9tid)t8 oerbirbt bie Sugenb ntepr, als bie Sefd)äf*tigung mit dem SJtittetmäßigen, ober dem, toaS nod) darunter ftept; in feiner öden,dumpfen, befdjrantten SBeife oeröbet, öerbumpft unb befdjränft eS aud) ba§ jugenblidje©entütp" (Stofenfrang §. 97). ©8 pabeit baper diejenigen nidjt gang unredjt, bie, mie©tot) (©d)rift unb Sttgenb), e8 für ba8 ©idjerfte galten, bie SluStoapl nur auf Sibetunb ©taffiter gu befd)ranfen und bie gefammte fpecififdje Sugenbtiteratur auSgttfdjließcn.Stur ift gu fürd)ten, baß dem Sefetriebe be8 fritieren SugenbatterS, ber einmal oietgu tief in einer allgemeinen 3eitrid)tuug unb in ber Serfünftelung ber gamilienoerI)ätt=niffe louvgett, al8 baß er fd)led)tpin opne Sefriebigttng getaffen toerben fönnte, mit Sibetunb ©laffifent allein nidjt angemeffen ober nur burd) oerfrüt)te ©aben genügt toerbentönne. 2ßir toerben bat)er unfere StuSmapt aud) auf bie eigentlidic Sugenbtiteraturerftreefeu niüßen, aber I>ier freitid) auf in it)rer Strt ctaffifdje ©djrifteit (toie toir fieunter III djarafterifirt pabeit). SJtit und neben tiefen mag mau bie 3ugenb friipe ge=loöpnen, aud) ba8 Staffifdje im Driginat gu oerftepen unb an ipnt fid) gu bilden. SergetoöI)ntid)e ©rund, auf den l)in man SBerte ber Strt proferibirt, bie gurd)t oor Sie=be8gefd)id)ten, darf I)ier ni<^t mit übertriebener Stcngftlidjteit gttr Stnloenbung fomuten.Stiemeper unb Settefe erflaren fetbft gute Siomane für gutäßig, .fjerbart mußtefeiner feinem peranreifenben 3öQfi n S e nichts beffereS gu geben, atS SfflantS SBerte,unb in ber Spat merben ©ooper, ©teffenS, Söatter ©cott u. a. fetbft in forgfamgeloät)tten ©d)üIerbibtioit)cten bargeboten. Um ved)t gu mäl)ten, bedarf e8 übrigensnidjt nur großer päbagogifdjer ©infid)t, fonbern aud) aufopfernder ©emiffenpaftigfeit;denn mir meinen im ©rnft, baß ber ©rgiet)er feinem 3ögBuge fein Sud) in bie £>anbgeben füllte, baS er nidjt fetbft guoor gelefen unb für gut befunden pat.
2) Söeife SDtäßigitng ift bie näd)fte Sorberung. 3)er Sefetrieb muß mit beitübrigen Spätigteiten des ©eifteS in ein angemeffeneS @teid)gemid)t gefept, gu Pefoitneuer©elbfttljätigfeit gebildet, und ber Sefemutp, tiefer fdjtimmen Seibenfdjaft, muß mit®ntfd)iebenpeit entgegen gearbeitet merben. ®ie ©d)utarbeit darf nid)t burd) Sefeitgurüdgefept, ber ernfte Slrbeitsfinn nid)t burd) Eingabe an den Steig teidjter Seetüregefdjmädjt merben. ©benfo ift bal)in gu fepeit, baß bie S^eipeit ber Semegung in berStatur, in ber ©efeEigteit unb in felbftfdiaffenber unb evfinberifdjer Spätigteit, bieburd) ©d)utarbeit und ©ioilifation fdjon genugfam eingeengt ift, nidjt aud) nod) burd)Seetüre meljr als biEig befdjränft merbe. Unter den gegebenen Serpältniffett ift e8 toeitpäufiger nötl)ig, beit Sefetrieb ber 3ugenb gu dämpfen, at8 il)tt gu fordern. — UeberbieSgelangt nur bei toeifer SJtäßigung beS SefenS baS ©etefene fetbft gu red)ter SKirtung,b. p. nur bann, menn jeder eingetnen ©efdjidjte, jedem eingetnen Sudje Staunt getaffenmirb, beutlidje unb fefte Sorfteflungen in ber ©eete abgufepen. SJtit entfd)iebener ©trengemuß baper ber Sefepaft getoeprt merben, toeldjc faum aufatpmenb bon bem ©nbe be8einen Sud)e8, fd)on mieber gunt Serfdjlingen beS gtoeiten fiep anfd)idt. Stber eS iftdabei nid)t genug, die Sectiire gu oerfagen; eS muß oielntebr, menn nidjt größere @e=fapr entftepen foB, dafür geforgt merben, baß bie SDtußeftunben, in metdjen ber finabefeine 3uftucpt gu Südjern gu neunten pflegt, burd) eine andere Upätigfeit auSgefiitttmerbett; unb biefe ©orge für eine gefunbe, freie Sefdjäftiguttg in ©piet unb Stampf, in2Batb und §lur, bei ©arten = unb Seitarbeit ober aud) bei ber ®rep= unb fpobelbanf