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3ugenbtectüre, juflenbttteratur.
fogeit. fdjönen Literatur überhaupt erbltctcn, um fo entfdjiebener fcrbert bie ^ßfticfct bet(jßctbagogtf, baß ße bem ©dßeßten etn ©egengemicßt tm @uten gebe. „SBtr müfjen beuSäugling 1 efett lehren, inbem mir ißm je(st ba§ @ute unb ©cßBnc jufiißren, bamitißn fünftig ba« ©efdjmacflofe unb Unßttlicße bitrd) fid) felbft jurücfftoße." (£>erbart.)3)ie Aufgabe muß baßer baßin gerietet fein, baß eine gute Sugenblectilre be=[cßafft unb bie gute gut geleitet merbe.*)
*) Sa« ©cfäbrliße ber Seetüre beleuchtet $oßenberg (beutfßc 3 eitfßrift) in einem anbetn3n|’ammenbang an einet auch in anbetn Schiebungen beaßtenämerthen ©teile, bie mit beätoegenhier abgefürjt aufäunelmien un« erlauben. St f^tic^t babon, mie ein fo eben erfl in bie Sahn ßriß»lieber Suitier eiugetreteue« Sol!, auch too in feinem Senteit unb (Sntbßnben bet neue ©eßalt itocbnicht in abäquate gönnen gefaßt iß, fo frifcb, birect auf bie ©aße gerichtet fei, unb bagegen mietuet gormelmefen nnb 'ßhrafenmerr nufere heutige altgemorbene ßrißtiße Stlbung bnrßjiehe; bieStrafe berrfße toeit unb breit, auch auf beit firdglidhen ©ebieten ber Siteratur unb Siebe, unb e« feibie« ein ©qmbtom bon SBermilberung unb ßorruf)tion ber ©brache au« Uebercnttnr unb Unnatur.„ 3 n ben reichen ©ßafc ber frommen ©brache, bie einft au« ben tiefften (.Smbßnbuitgeu unfererSorfahreu betau« gefchaffen mürbe, greift bann mohl gebautenlo« unb meßanifß ber halb» oberganj meltliche äJiautt nuferer Sage, ber nun einmal berufsmäßig bon 3ett 31t üeit bie Äanjel be»fteigcu muß. 3 m Slnfang iß er ßß mohl noch bemußt, baß bie Sorte unb ©ebaufcit, bie er au«»(bricht, ihm felbß Sßahnungeit ftnb, boß nicht feinerfeit« hinter bem Snßalte juriidjubleiben, ben fieurffmiingliß enthalten, ßch menigften« ctiSjußreden nach bemfelben 3 iele göttlißeu Seben«, ba« ermit £ülfe ber firchlichcit 3 lu«brücfe benen borßätt, bie feinem Sorte äußeren. Slber e« liegt in berStatur ber mi«hanbelten ©eelenticrmögen, baß ße ßch gegen ben Unterfchieb jmifßen bem boßen©inn ber Sorte unb ber flüchtigen bhrafeithafteu Slnmeitbung berfelben mehr nnb mehr abftmnbfenunb baß fo eublich ber SDtenfß bahin geht in mechaiüfcher, gemohnheit«mäßiger Stushößlung be«©beißen burch gebanteitlofen ©ebrauß, inbem fein mabi'hafte« Seben anber«mo liegt." ©« feibie« nicht fo gemeint, ,,al« bürfte feiner ein Sort gebrauchen, beffen reicher ©ehalt in bemäugenblicfe ber Slnmeubung ber ©eele nicht ganj gegenmärtig märe. ©« mirb im ©egentheil gerabeim Sereich ber tiefßen begriffe immer ein gemiße« Slufftreben ber ©eele ju ber güße be« Sin«»bruef«, beu ße ermähtt hat, tmrhanbeu fein. Slber biefe« bemußte Slufßreben barf eben nichtfehlen, unb nur fo lange e« ba iß unb alfo ber dofectus gefühlt unb 511 toerminbern gefugtmirb, bleibt bie Slerfßiebenheit bon reifem Sort unb unreiferem Scbett eine erträgliche, nur folange gilt e«, baß ba« Sort, insbefonbere ba« heilige Sort, mefche« man in ben föiunb nimmt,ben lahmen SJtenfßeitgeiß emßorträgt, über bie ©«hranfen hinan«, bie un« in unfererfo unb fo meit entmiefetten, allenthalben bebingten ßferfönlißfeit fo oft beengen." Siefe Älagefei aber auch auf anbere ©ebiete augjubehuen. „Sie hößern ©tänbe, bie lefenben ©tänbeleiben alle an bemfelben Uebel, meitn man auf bie Surjel beäfelbeit achtet, unb biefe iß bochfeine aitbere, al« ber Stängel au ©elbftbefinnung, ba« Soßßelleben in un«, oermögemelche« neben einem bürftigen, berttaßläßigten mirflichen 3ß ohne gäßigfeit ber ©elbßoerlengnmtgunb mahreit Siebe ein bunte« Slggregat bon allerlei fßönen hhantaßifßeit SSorßeßungen uno ®e»banfeit in unferer ©eele burch Seetüre entßanbeu iß, ba« ßch öfter« an bie ©teile be« 3 ß feßenmiß, ba« auch gerührt merbeu fatui, ba« fritißhe Urteile abgiebt, ba« fqmßathetifch unb abßoßenbafßcirt mirb, mährenb ber innere Sßenfß, menit er fich genau fragte, oft bie gerabe entgegenge»feßte ©mjjßtibung in ßch bemegen mürbe, ©ine fräftige Sereabnitig bor ber genießlithen Scan»merei be« ©eiße« mirb immer in ber ßingebeitben Slrbeit für ba« ©anje einer ©emeinßhaftgegeben fein. Sie früh fann ba nicht fßon bie gamilic in bie Silbuitg be« anfangenben Sißen«heilfam ciutreten V Sie berantmortungSboß iß e«, menn ber SBater unb bie üJtutter burch S 3 eruf«»leben unb gefeßige 3 er ßreuung bie Jlinber anbetn §änben jn überlaffen getrieben merben, bie,mögen ße auch in ihrer Slrt treu fein, boch nicht ber Kraftübung be« Ä'inbe« bie ©tetigfeit unbbeit fittlißen Sertß geben fönnen, ber nöthig unb ihnen felbß leichter ju gemiiineu märe. Se»greifliöh iß e«, marum bie tiefer blicfenbeu ißäbagogen bamit nicht einberftanben finb, baß bie©cßule in unfern Sagen bie Sugenb fo biel befcßäftigt, baß ße bem fjaufe mie bie 3 eit, fo auchba« ©efiißl ber Iß fließt nimmt, ißre ©lieber aueß mäßrenb be« ©cßnlleben« in bie elterliche,»on ©ott al« unberäußerliß georbnete 3ußt ju ßeßen. — 3ß ber ©inn gemedft mißt mir fürbie Slrbeit, fonbern aueß für gemeinfame ßingebenbe Slrbeit, bie ltoß ganj anbere greube maßt,al« ber gemeinfame ©enuß, ber al« folßer gefußt mirb, bann merben auß auf« neue im focialenSeben an ber ©teße abgennßter Sinrißtnngen neue ßttliße ©aitje entßeßen, bie unfern heutigen