•fSantanrt.
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Unter ben fürjeren 93iograpI)ieen ift feie braudjbarffe ßon ©arßaccdji, biograpl)ifd)eSrinnerungen an 3. ©. §amann, 1855. ®aS in päbagogifdjer 93ejiel)ung 3ntereffan=tefte au$ |>.S Seben unb ©Triften ift jufammengeftetlt in K. Don fftautnerS ©efd).ber ißäbag. II, 300 ff. Unter bem Dielen, WaS fonft über Ipam. gefdjrieben worbenift, ßerbient cor attent S> e g elS Ärittf über §.S ©Triften (in ben 3al)rbiid)ern f.wiffenfd). Kritif 1828, Wieber abgebrndt in 93b. XYII ber SSBerfe) l)erßorgcl)oben juwerben, wenn and; ber religiöfe Kern in S>am. Don Siegel nic^t ganj gerecht gewürbigtworben ift (freilid) immerbin gerechter als Don ©erßinuS, @efd)id)te ber beutfdjenSRationallit. IV, 436 ff.), ©ebr fleißig gearbeitet ift 98 iü). Sftüller, de Hamannivita et scriptis SSreSl. 1842. ®od) Wirb biefe ©c^rift weit übertroffen burd) bie9lbbanbiung ßon SB. IDilthep über Sam. in ber beutfd)en geitfdjrift für djriftl. 2Bif=fenfdjaft nnb d)riftl. Sehen 1858 9?r. 40 ff. 9lußerbem Dgl. 33 i Int a r, @efd)id)te berbeutfdjen 9Jat.*Sit. II, 102, ben 9Irt. §amann ßon Sange in £>erjogS tbeolog.9tealenci)ff., K. gifdjer, @efd)id)te ber neueren )ßb^°f- H, 538 ff. n. f. w.
3oI)ann ©eorg §amann würbe ben 27. Sluguft 1730 ju Königsberg inißreußen geboren. 3)er 93ater, ein beliebter SBuntarjt, war ein fdjlidjter 2Rann, ber®cctorS= unb ^ofratbStitet ßerfd)mäl)te, um als „altftäbtifdjer 23aber“ ju leben unbju fterben, babei ftreng redjtlid) unb billig „ohne 9lnfebnng ber ißerfou, ©eftalt nnbgor nt.“ 3n feinem ,'paufe hercfdjte neben altßäterlic^er prunflofer ©itte ein bürgertid)bel)aglid)e8 SBofdleben (©d)r. VII, 76 f. 163). 93on beiben ©Itern rühmt Sam. (1,153),baß fie geinbe beS älfüßiggangS unb greunbe göttlidjer unb menfd)lid)er DrbnunggeWefen feien unb in ber ©rjiebung ihrer Kinber fid) nid)t mit bem bloßen ©djein ihrerißflid)ten unb bem ©eremonieH begnügt haben. „333ie Diel," fdjreibt er fpäter, nad)bemer ^ofmeifterSerfabrungen gemadjt, „bin id) ber 93orfel)ung fdjulbig, bie meine ©rjie=bung befferen ©Itern anßertraut bat, als bie id) bisbar tennen lernen.“ StlS ein ©rbebiefer ©Itern barf bei Ipam. bie ihm eigene 9lnbänglid)feit an berbe, einfadje §äuSlid)=feit, fein SBiberWiHe gegen allen ©djein unb ißrunf unb nantentlid) jene 9lufrid)tigfeitbetradjtet werben, bie in 93ejug auf feine eigene ißerfon wie auf anbere oft nur jurüdbaltloS fid) äußert. 35ie ©Itern, bie ihre jwei ©ohne, ßon benen 3obann ©eorgber ältere war, „fdjledjt unb redjt in Kleibung, unb in anbern Stetheiten furj“ h^t“ 1(I, 154), freuten bod> feinen Slitfwanb für ihre 2luSbilbung. 3m Saufe felbft, baSeine Zuflucht armer ©tubenten war, gab eS ©elegenbeit, in ©pradjen, fOiufif u. f. w.fid) ju üben. SDJit bem eigentlichen Unterridjt, ben ber Junge S- erhielt, war eS freilid)längere ßeit fd)led)t befteüt. ©ein erfter Sel)rer, ein abgefe^ter ©eiftlidjer, fuc^te ihmSatein ohne ©rammatif beijubringen. ®ann würbe er in bie 9Binfelfd)uIe beS ißrorectorS9föbl Derfe^t, eines SJieifterS „im ©djlenbrian ber ©d^ulfünfte,“ ber fid) fcbmeidjelte,aus S- einen großen Sateiner unb ©riedjen erjogen ju haben; fonnte er bod) „einen9fömcr ßerbeutfdjen, ol)ne bie ©pradje nod) ben ©inn beS SlutorS ju ßerfteben." „©oWaren/ fdjreibt er I, 156, „meine lateinifdjen unb gried)ifd)en ßufammenfehungen93ud)bruderarbeit, Xafdjenfpieterfünfie, wo baS @ebäd)tniS fid) felbft überfrißt unb eineSdjwinbung ber übrigen ©eetenfräfte entftel)t, weit eS an einem gefunben unb gehörigenSialjrungSfloffe fehlt.“ ®aS Uriheil würbe nicht gebilbet; er fanb fid) mit einer StengeSEBßrter unb ©adjen überfd)iittet, beren 93erftanb, ©ritnb unb gufammenhaug er nid)tfannte, unb fudjte felbft immer mehr ohne 9Sal)l unb Ueberlcgung auf einanber jufd)ütten; unb „biefe ©eudje hat fid) über alle meine Staublungen auSgebreitet, baß id)mid) enblid) in einem Sabprintl) gefeljen habe, ßon bem id) Weber 2luS- nod) ©ingangnod) ©pur erfennen fonnte“ (I, 157). 3n ber 2I)at ift in $.8 Kopf immer etwasd)aotifd)eS geblieben, fo mächtig ber ©eift war, ber über ber rudis indigestaque molesfd)Webte. Sei bem Dritten Sel)rer, in beffeit Süube S- fant, würbe er, ftatt mit berlautern Stitd) beS SßangeliumS genährt ju Werben, mit ÜRotijen aus ber ©treittheologieunb Ke( 3 ergefd)id)te ßotlgeftopft, währenb g(eid)jeitig ein Sel)tburfd)e feines SaterS ihnin ben Sann ber geheimen Sugenbfünben h'neinjrg. ©nblid) entfd)loß fich fein 93ater,