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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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£al&tag§fdjuten.

^abfntfjt, f. ©parf amfeit.

.§firtc, f. Srgieher.

§aU)tag8f(I)nIen finb biejenigen ©diulen, beren unter Sittern Selber ftehenbeAbteilungen Bon einattber gefonbert JU Berfhiebenen ßeiten unterrichtet Werben. ©erDfante fommt Borjugdweife in Preußen Bor. ©mißt werben biefelben ©dfulen Staffen»fdjulen ober, wie in Württemberg, ©hüten mit Abtheilungdunterrid)t genannt. Äirfhim beutfdjen 33olfdfd)ulred)t unb in Hergang« päbagogifher 9?eaIertc^ftopäbie 2. Aufl.Art. Staffen Segeid>net biefeS ©pftem atd ©hftem ber ©onberdaffen, ohne jebod) biefenStauten auf Ableitungen, Cie unter Sinem Selfrer fielen, zu befdjränfen.

©te ©rennung ber ©deuten in einzelne fetbftänbige Staffen, bie fid) mit einanberin bie gefammte ©djulgeit ju heilen haben, fleht int engften 3«famment)ang mit bengortfdjritten, We(d)e bie neuere 3eit iw ©ebiete ber SDtetfiobe gemadit hat, ba, je griinb=lidjer unb methobifdjer ber Unterricht Würbe, befto mehr bad 33ebiirfnid entftanb, aufbie 3 a f»i ber Sinter unb ihre 23erfd)iebenheit nad) gal)igfeit unb Senntuiffen SfüdfthtZU nehmen, wal)renb man früher, fo lange auf ein georbneted, regelrechte^ 33orwärtd=fdjreiten ber ©efammtheit Weniger Werth gelegt unb bad einjelne Sinb mehr für fid)ind Auge gefaßt würbe, biefe Sttomente weniger in bie SBagfdjale legte. Snbeffen warbie 9füdfid)t auf bie UnterridjtSmethobe nicht bie einzige, bie für bad fjalbtagdfhulfhftentgünftig ftimmte, fonbern ed traten ihr nod) mehrere anbere ©riinbe jur ©eite, Bott©inter unb 3 erre nner an bid auf bie neuefte 3eit, bie Slüdfidjt auf bie erjiehenbe©fjatigfeit bed Sehrerd, auf bie geiftige unb phbfifhe Statur bed Sinbed, auf bad S3er=hättnid bed §aufed gur ©djule, auf bie öfonomifdien Umftanbe ber Seljrer unb ©emein»ben. 3n biefen ^Beziehungen wirb Bon ben greunben ber ^albtagdfdjuleinridjtung gurSSegrünbung ihres ©a£ed, baß ed jwedmäßiger fei, ben Sintern in getheitten ©dfulenweniger, etwa 3, atd in ungeteilten 56 ©tunben Unterricht zu erteilen, 1) Boretilem behauptet, bei einer größeren 3al)t Bon Sintern, wie fie bie ungetheilten ©deutenin fid) fchließen, namenttid) Bon Sintern Berfd)iebener Alterdftufeu, leibe bie Audbit»bung ber ©d)üler, fowohl in formater atd auch in materialer Beziehung Stoth, benna) ber Seljrer, ben einjetnen Sintern ferner gerüeft, unb feine Sraft unb ©hätigfeitZU jerfplittern genötigt, oerutöge fid) nicht nad) ben 33ebürfniffen ber Sinter git rietenunb fie baher Weber zu einem georbneten Stadfbenfen unb zur ©etbftthätigfeit anzuleiten,noch in ben ©efifs ber nötigen pofitioen Senntniffe ju feßen, fo baß ber gortfhrittein fehr langfamer fei unb bad ©djuljiet nicht erreicht Werbe, währenb er bei einerHeineren 3 a h^ gteid)jeitig ju unterrid)tenben Sinter fid) genauer an bie Snbioibuatitatunb bie Sntwicflungdftufe berfelben anfdjließen unb ben Anforberungen, bie an bie©djute gemacht werben, leichter genügen fönne; b) bie ©etbftbefchäftigung, Weldfe fürdiejenige Abtheitnng, bie bei Selber nicht unmittelbar unterrichtet, eintritt, habe nichtnur feinen 2Bertf), fonbern fd)abe oietmehr ben Sintern, infofern fie, ber Aufmerffam*feit bed Sehrerd entzogen, an Untljätigfeit unb ein bumpfed fpinbrüten gewöhnt Werbenunb fo il)re geiftigen Äräfte erfdjlaffen. 2) ©iefem ©haben wirb ber moralifdje gur©eite geftetlt, ber baburch entftehe, baß bie oieIfad) unbeauffid)tigten unb unbefd)äftigtenhinter einer ungetheilten ©hule juchtlod Werben unb allerlei übte ©itten annehmen,Währenb bie ©djeibung in Slaffen ben Selber in ben ©tanb fege, ergieljenb auf feineSinter einjuwirfen unb eine angemeffene ©hutguht ju üben; 3) wirb ed für eineunnatürliche ©teigerung unb gefäl)rlid)e Ueberreigung ber Sinter erftärt, Wenn fie 56(©tunten bed ©agd bie Sdjule befud)en follen; eine bloße S3ewal)ranftalt fei bie ©hulenicht, unb werben bie Sinter ftetd in Athem erhalten unb befdjäftigt, fo fefeabe ed ihrer©efunbhcit unb bie ©eiftedfräfte befommen burh bie Ueberfpannung leiht eine Ber=