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©tjtnnaftum, fein ©crbättniS junt (Sfjriftentbuttt tc.
Unterrichtes an baS fperj gelegt, intern fte an eine ©erorbmtng non 1829 erinnerttourten, nach ter fie „auf tie religiöfe unt ürdjltdje ©enbenj ter gelehrten ©djulenunb t;öl;eren 93iirgerfd;ulen 31t achten haben." „©er @eneral=©uperintenbent ift baSfenigeOrgan, burch WeldjeS ter 3afammenhang ter Äirdtje ntit bem ^ö^erert Uitterridjtswefenlebenbig »ermittelt Wirb, unb burch Wcld;eS bie tätlichen ißehörben bott bem religiöfe«©tanbe ber höhnen Unterrid;tS=9lnftalten in Kenntnis erhalten, anbererfeitS tiefe beS©egenS theill;aftig Werben foüen, welchen bie perfönlidfe ernfte unb liebeboüe ®h e ii n al;mebeS erften ©eiftlidjen ber fßrooinj tiefen 9lnftalten in ihren Settern unb ©liebem $u=3ufül;ren bermag." 3 ltl, ä | hfi wirb ^ bem @eneral=©uperintenbenten jur Pflicht gemalt,burd; ©efud; ber NeligionSftunben, burd; ©inficht beS gefammten SehrpIanS für benNeligionSunterridjt, ber babei gebraudjten Sehrmittel unb ©d;ulbüd;er, ber etwa bon ben©d;ülern gehaltenen fpefte, foWie burd; Nücffprad;e mit ien ©irectoren unb NeligionS*lehrern fich Kenntnis ju berfd;affen, ob ber NeligionSunterrid;t „im rechten ©eifte unbnach reiner ebangelifcher Sehre" ertheilt werbe. ©amt foüen fie auch ifw 9lugennterlbarauf ridjten, ob bem ganjen Söerl ber ©djule bie religiöfe ©3eit;e nicht fehle, bie ihmbitrd) 9lnfangS= unb ©d;luß=@ebet unb burd; bie religiöfe geier ber widftigften fNotuentebeS ©dfullebenS gegeben werben muff, ©ie foüen fid; enblid) in Kenntnis babon er*halten, ob bie cinjelnen Slnftalten burd; georbneten Kird;enbefttd; ber ©chüler unterSheilnahme ber Sehrer, burd; gemeinfamen ©enuß beS heiligen 9Ibenbmal;leS, burd; be=ftimmte Kird;enftf3e für bie ©d;üler unb burd; !£l;eilnal;me biefer an 9luSfül;ruttg berSiturgie in einem beftimmten Verhältnis jur Kirdfe fielen, gür aüe biefe 3wede Wirbein nid;t bloß fsaffioeS ©erhalten, fonbern bie unmittelbare perfönlidje ©inWirlung beS©eneral=©uperintenbenten burd; eigne fragen, ©Sorte ber ©rmahnung, Selehrung, 9ln=regung an Sehrer unb ©chüler in 9lnfprud; genommen.
SBährenb in Norbbeutfdflattb borl;errfd;enb fßhil°l 0 8 en > He bie fphilologte im ©inneg. 91. 2B 01 f s als eine felbftanbige ©Hffenfdjaft ju ihrem ©tubium erwählt l;aben, bieSelfrerfteüen an ben ©hninafien belleiben, ift in ©übbeutfd;lanb bielfach nod; bie alteIprayiS, baß tfieclogifd; gebilbete fßräceptoren, bie bie fßl;ilologie als fpülfSWiffenfdjaftfür bie Rheologie unb behufs aügemeiner ©eifteSbilbung auf ©d;uten unb Uniberfitätenmit Siebe gepflegt haben, an höh ern @d;ulen wirfen. Notl; (KI. ©djriften I, 396 ff.)hat fid; entfd;iebeit für baS Sefjtere attSgefprod;en. 3n fßreußen l; a t man in neuerer3eit ben STbjeDlogen ben 3 u 8 an 8 3 U fcen SehrerjteÜen an ben ©pmnafien erleichtert, baber ©Ränget an NetigionStehrern bei ben auSfdftießlid; auf baS 9lltertf)um gerid;teten©tubien bieler ^Philologen immer größer würbe. @S fjärtgt bie 9lrt ber ©orbitbungfür ben Sehrerberuf offenbar immer mit ber jebeSmaligen 9luffaffung jufammen, bie man»01t ber 9lufgabe ber ©ijmnafien hat. ®ie richtige SrlenntniS beS 3i e l e § wirb immerrttdwirlenb fein mäßen auf bie SBege unb Ncittel, burd; bie man ihm juftrebt. §ältman baran feft, baß bie §auptlel;rer ber (Staffen als bie junädjft befteüten bätertichenSetter unb Gsrjieher ber ©chüler auch ben NeligionSunterrid;t ertbjeilen unb baburch ineinen SNittelpunct gefteÜt werben, bon bem ihre ersiel;erifd;e S©t;ätigfeit auSgeht, bannWirb auch e ' n beftimmter ©rab theologifd;er ©orbitbung ihnen nid;t erlaffen werbentonnen. 3)aff aber bie Sehrer aüe nicht bloß bem Namen nad;, and; nid;t bloß burd;ein ©Siffen bon religiöfen ©ingen, fonbern in ©eift unb ©ßabrheit eoangelifdje ßfw'fttnnnb lebenbige ©lieber ber Kirche fein foüen, baS Wirb man forbern mäßen, fo langefeie ©pntnafien d;riftlid;e Sugenbbilbnng unb 3ugenberjiel;ung als il;re Stufgabe erlernten. —®ie grage nad; bem Verhältnis beS @t;mnafiumS jur Nationalitäthat fich befonberS in neuerer 3eü in ben ©orbergrunb gefteüt, feitbem mit bem ©lieber*erWad;en beS beutfd;en Nationalgefühls bie gorberuttg immer lebhafter würbe, baß mtfre©hntnafien beutfdje ©d;ulen fein foüen, bie $u beutfdjer Vilbung unb beutfcher ©efinnungfül;ren. ©Sie man fid; gegenüber einem abStracten £mntaniSmuS auf bie chriftlid;e©runblage ber ©hmnafialbilbung wieber mehr befinnt, ebenfo fteüt fich bem ©ßeltbiirger*tt;um, wie eS eine borherrfdfenb cfaffifd;e Vitbung ju begünftigen fd;eint, baS ©erlangen