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(Sijintiafiunt.
tfyümlidje 23erhältttiffe namentlich in ©eutfdjlanb erlangt hat, an bie beutfdjen ©pnuta»ften bie gorberung h«augebrad)t, biefelbe als ein unentbehrliches SD'toment höherer 23il=bung 5 « berüdfid^tigen, unb eS möchte fdjmer fein, biefen UuterridjtSgegenftanb, treidleaintipathieen ober 33ebenlen fid> auch bagegen erheben mögen, ju befeitigen: mobei nidjtunbemerft bleiben mag, baß biefe Slntipathieen oielfa<h unbegriinbet finb unb nid)t feitenauf geringer ©achfenntniS ruhen. $n mandjen ©egenben ©eutfdjlanbS, toie in fpan=noper, haben eigenthümlidje SSerhältniffe bem Snglifdjett ein ähnliches ^Bürgerrecht per»fdjafft. SS mürbe fehr meit führen, über ben iBorjug ber einen Sprache Por ber anbernfür ben ßumcf ber ©hmnaftalbilbnng 3 U ftreiten. SaS ^Betreiben beitoer ©pradjen aberjufaminen ift {ebenfalls megen ber bapon unjertrennlichen 3 e i'fblitterung bebenllich-©paulom meint freilidj auch nod) baS Stalienifcfje hinjufügen 31 t lönnen „ohne ©efahr,mit bem oberften ißrincip feiner ganjen Unterfudjung, bem -ßrinäp ber 33efdjränfung,in äBiberfprudj 3 U fontmen, ba ber für bie brei ©pradjen geforberte 3 eitaufmanb nid)terheblich fei" (a. a. SD. §. 503 ff.). Unb bettnod) fod im f 5 ran 3 öfifct;en baS Seftrebenbarauf geridjtet fein, eS fprecben 3 U lönnen, unb im Snglifdjen fod ©hafefpeare, im3talienifd;en ®ante gelefen merben! ©ergleidjen gbrberungen unb Srmartungen aus»3 «fpredjen foftet freilid) nicfjtö: mer aber bie 2Birtlid)leit auS Gcrfafmung leimt, meiß,maS er baöon 31 t ^altert hat. ©ie eigenthümlid)en S3erbältniffe bieler öfterreid)ifchen unbber in ber )ßrooin 3 Ißofen beßnblidjen preußifd^en ©ptunafien, meldie baS (Erlernenanberer neuerer ©pradjen bebiitgen, finb Pon rein localer 33ebeutung unb entjtehien fid)ber allgemeinen 33etrad)tung. fjörtoerlidj finb inbeffeit biefe SSerhältniffe bem fpecieüen3mede beS ©hmnafiumS nicht. SS bleibt uns nod) übrig ein SBort über bie philo»fophifdje ißropabeutil 3 U fagen, meldje in neuern 3 eiten pielfad; an bie ©teileber in ben ©pmuafien ber alten 3eit fteljenb gelehrten Sogt! unb anberer philofopt)ifd)en©iSciplinen gefegt ift, unb redjt eigentlid; ber Aufgabe ber ©hmnaftalbilbnng, auf biefelbftänbige ^Betreibung ber SBiffenfchaften Por 3 itbereiten, gu entfpredfeu fd;eint. S33iefehr man aber attdf immer bem, maS 31 « ©mpfehlung biefeS Unterrid)tS 3 meigS gefagtmirb (f. Gcntmurf ber Organifation ber ©pmnafien ic. in Defterreid), SBeitage YIII.©. 175. SBiefe in ber 3tfdU- f* ©• SB- IV. 211 ff.), bestimmen mag, ih at ß*<he ift, baßbiefer ©egenftanb im allgemeinen nur menig $rud)t getragen h®t (f. Sanbferntann3tfd;r. f. @. 2B. IX., 765), unb er ift beSfialb in bem neueften Sftormalplan für biepreußifdjen ©hntnafien Pom 7. 3an. 1856 als befonbereS Sehrfach nicht mehr aufge»führt. Stuch bie bort auSgefprodjene Hoffnung, baß ber „mefentlidje 3nhalt berfelben,namentlich bie ©runblehren ber Sogif, mit bem beutfdjen Unterridjt oerbunben merbentönne, meldjent beShalb anftatt ber bisherigen jmei mödjentlidjen ©tunben in ißrimabrei ©tunben beftimmt merben feien," möchte fid) fetten realifiren. Äaum irgenbmomirb eine eingeljenbere ^Darlegung biefer Sehren ftattfinben. ®er ©runb jener Srfdjei»nung liegt an ber Seltenheit ber redeten Seljrer bafür. ®enn „ber SOtaitn, meldjerauf ©djitlen ben philofopfjifdjen Unterricht ertheilen fod, muß," mie ©Ijuuloü 3 mit9ied)t forbert (1. c. §. 545) „ein mirllicher ißlnMobh fein, bte Snergie einer großen©elbftbefdjränlung unb baS ©alent ber )J3opularifirung hefigen." Sin ben Slnftalten,bie einen mit fo feltenen Sigenfdjaften anSgeftatteten Selber hefigen, mirb eS gemißmohl gethan fein, ihm bie ©etegenheit, in einem foldjen Unterridjte 3 U mirten, nicht 3 UPerfdjließen. Ss mirb feiten genug Porlomnten.*) ®ie ©rünbe bapon liegen in berSntmicfelung ber neuern ißhilofophie unb ber gan 3 en je§t fnrrfdjenben IBeljanblung berSBiffenfdjafteu. SB eit über bie SluSfüljrbarfeit hiuauS gehen bie S3orfd)läge ©haulom’S,ber bereits in Unter,©ecunba Sogil, unb bann meiter fRhetoril unb ©opil, Slnthropo»logie unb tßfpdjologie, fßechts», bßflid)teu= unb 9JtoraI=Sehre, Sleßhetil, enblidj eine
*) „®aS erße ©tforbernis fmb bie genügenbeit Seiner; es iß aud; bas jtoeite unb baS britte."SBiefe a. a. D. 35gl. aber Ißftger, Sie phitof. ißropäb. a.- b. @pmn. ißrogr. ©tuttg. 1852.
®. SReb.