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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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51
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©tiedjenlanb.

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Regelmäßige öffentliche 33ell8fd)ulen für Äitaben unfc SRäbdjen . 360.

bergleicßen für 9Diäbd)en allem . 52.

Regelmäßige fßribatfdjulen für Änaben unb 9)fäbd)en .... 30.

bergteidjen für äfläbdien allein . 12.

4547

Unregelmäßige (fimultane) Ißrioatfdjulen für beibe @efcf)led)ter . 300.

7547

©ie regelmäßigen ©emeinbefdjulen »erben befud)t üon Änaben 30,520.

„ SRäbdjen 4,753.

©ie regelmäßigen fßrioatfdjulen oon Änaben . ,. 4,580.

„ Riäbdjen. 1,743.

©ie unregelmäßigen non Änaben itnb Sftäbdjen ungefähr . . 10,000.

©limine 51,596.

©a bie gange 33eoölferung beS Slönigreid)S fid) beinahe auf 1,050,000 ©eelen be=läuft, fo betragen bie bie S3olfdfd)ulen befitd)enben Sinber mehr als V 20 ber Seoelferung.SRan füßlt bereits baS SJcbiirfniS »on §ortbilbitng8= ober ©onntag8fd)ulen: es fitib aberleiber nodj leine fo!d;e errietet »erben.

3>n ben regelmäßigen ©emeinbefdjulen lehrten im 3aljre 1858 Lehrer 454, Leljre=rinnen 79. 3n ben regelmäßigen fßribatfdjulen Lehrer unb Lehrerinnen 42. 3 U «Öenbiefen lontmen nod) bie 300 Lehrer unb Lehrerinnen ber unregelmäßigen S3olf8fdjuIenhtngu, fo baß baS in ben SBclfSfdjulen leljrenbe Ißerfonal fid) auf 875 beläuft.

©ie Sefolbttng beS ißerfonalS ber öffentlichen S3olfSfd)ulen erforberte im Safjre 1858eine tluSgabe bon 440,631 ©radjmen (1 ©. = 257 2 Sreujer), öon benen 324,829 au$beut Ginlommen ber ©emeinben felbft, bie übrigen 115,802 ©radjmen aber non berRegierung getragen »ttrben. Ss nerfteßt fid), baß bie Sludgaben für bie Unterhaltungber regelmäßigen ober unregelmäßigen fßriöatfdjulen in ber oben angegebenen ©ummenid)t einbegriffen fiub. ©ie regelmäßigen SSolfdfdtulen fiub nad) ber Einleitung gurn»ed)felfeitigen Unterridjte, ( ’Ey X eiQiSiov rj oSrjyo s t yg ullrjlodiöaxzixrjs fie&oäov1*8. y. 1850.) einem nott 3. JlofeniS, ehemaligem ©irector beS ©djitllehrerfeminariumS,I)auf>tfäd)Iid) nad) ©arafin bearbeiteten 33udje eingerid)tet.

©ie h^ben g»ei Slbtbeiluugen, eine niebere beS »edjfelfeitigen unb eineI)öl)ere beS ft)nbibaltifd)en ober fimultanen UnterridjtS. ©ie elftere begreift8 (Haffen in fid), »eldje bie ©djüler.burdjfdjnittlich in 1—2 Jahren burdjmadjen, biefestere in 2 ober (in ben ©tabtfd)ulen) 3, beren jebe einjährig ift. ©ie Klaffen»erben nad) ber ©tufe ber Äenntniffe gebilbet. ©ie in ben Solfsfdjulen gu lehrenben©egenftänbe fiub in ber oben erwähnten Einleitung gutn »edjfelfeitigen Unterridjt ange*geben. Sille ©djiiler »erben im Lefen, ©djreiben, Redjtten, in ben SlnfangSgrünbeuber neugried)ifd)eit ©rammatif unb in ber Religionslehre unterrichtet, ©er ReligionS=unterricht »irb in ber Regel non bem Leljrer felbft ertheilt. 3n feltenen gälten aber,»o bie ©djiiler gemifdjt fiub, haben bie (Sltern ber einer anbern Religion als jener beSLel)rerS angehörenben SOHnbergaljl ber Äinber für beren Religionsunterricht gu forgen.©er Unterricht in ber höheren (ft)nbibaftifd)en) ©d)nlabtl)eilung ift fo eingerichtet, baßbie ©d)üler and) einige Äenntuiffe in ber ©eograßhtc, ber biblifd)ert unb ber baterlän»bifdjen @efd)idjfe, ber Raturgcfd)id)te unb ber altgried)ifd)en ©rammatif, »eldje einengroßen (Sinfluß auf bie täglidje gortbilbung ber neugrie<hif<hen ©ßradje auSübt, fief)erwerben. SS »erben and) ben ©djitlern furge Sluffäfce aufgegeben, um fie in ber richtigenunb Haren ©arftellung iljrer ©ebaufen gu üben, ©efaug unb grethunbgeichnen »erbenbis jefet aus SKangel an Lehrern in fehr Wenigen ©d)itlen gelel)rt. Slud) bie gtjmna=ftifdjen Uebungen, bie nad) ber SSerorbuung zweimal in ber Sßodje unter ber LeitungbeS Lehrers angefteKt »erben foHten, fallen gewöhnlich aitS. ©ie tägliche UnterridjtS»jeit beträgt 6 ©tuuben, 3 SBormittagS unb 3 Rad)mittagS. ©er ilnterridjt »irb täglichmit ©ebet eröffnet unb gefdjloffen. f5ür alle Lehrgegenftäube, fowie and) gum Lefen,