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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
Entstehung
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©tiedjcnlaitb.

Üjobe be« wedjfelfeitigen Unterrichte« befannt gemacht ^»atte, fo faßte er ben Gittfdjlirfj,biefclbe nad) ©riedjeulanb 31 t »erpftanjen, arbeitete im ©riedjifdjen bie jum Unterridjtenötigen 33 ücf;er unb SBaubtafeln au« unb unterrichtete nad) feiner 3?ücffeljr een 5ßari«jitcrft in ©udjareft, fpäter in ©t)ra in bcr genannten ÜDM)obe mehrere ©riechen, weldjebiefelbe alfobatb al« ©olfSfdjullehrer in mehreren «Stabten ©riedjeulanb« mit (Erfolganmeubeteu.

Sie« mar ber 3«ftanb beS öffentlichen UnterricUteS in ©riedjenlanb mäljrenb bertürfifdjen 3 mingl)errfd)aft. 9Jad) bem Sluäbrudje be« griedjifdjen Slufftaube« unb wal)=renb be« greüjeitStampfeS fonnte fid) berfelbe natürlidjermeife nicht beffern, fonbernmußte nod) tiefer finfen, ba ©riedjeulanb nenn Saläre lang mit einem ©ernidjtuugSfricgeiibergogen mnrbe, weicher faft alle ©täbte unb Surfer jerftörte unb ba« ganje 8 aubin eine weite SSüfte »ermanbeite. Sagegen hoben fid) in biefer 3 e ü bie ©djutyuftänbeauf ben benachbarten jonifdjeu Snfeln, Wo bie SDtethobe beS wedjfelfeitigen Unterricht«burd) Sltljauafiu« ^ßolite« eingeführt, mehrere heHenifdje ©djitlen unb ein ©hmnafiumnun bem jonifdjeu ©taat feibft, unb über allen biefen Seljranftalten eine jwar unnolUftänbige, aber bud) jwecfbieulidje Uuiberfitiit burd) bie fjreigebigfeit beS oerewigten Surb«©uilforb, be« gefeierten §eHenenfrcunbe«, gegriinbet unb unterhalten Würbe. 3it ben©d)ulen unb auf ber Uuioerfität ber jonifdjett Snfeln funuten fid), fern bon bem SBaf*fengetüfe, niete junge ©riechen hüben, bie nach her Slnfuuft Kapobiftria’« in ©riechen-*lanb im 3al)re 1828 unb fpäter nad) ber Stnfunft be« König« Dtto im 3al)r 1833 inben ©taat«bienft traten unb al« brauchbare Organe einer geregelten ^Regierung benjungen Staat ben neuen ©erhättniffen gemäß orgauifiren unb nerwalten halfen. ©rafKapobiftria, wcldjer non ber Sftationaloerfauunlung jum fßrafibenten ber Regierung ge*wählt, bie3ügel berfclben ergriff, forgte, foniet bie bautaligeu Umftänbe erlaubten, and)fiir bie .jperftellung unb Ipebung be« (Erziehung«* unb Uuterrid)t«wefen«. (Er lieft inmehreren ©tabten unb Drtfdjaften, ober nielmehr über beren Srümmern, ©olfsfdjulen,auf ber Sufel Slegiua aber ein ©l)Uinafiuni unter bem 9?amen (Eentralfdjule errid)*ten, Weldje unter bie Leitung be« oerbienten ©ennabio« geftellt unb Ooit einer 3al)l=rcidjen nad) ^Belehrung bürftenben unb au« allen Sl) e H eit ©riedjenlanb« herbeiftrömen*ben 3ugenb befitdjt, fd)öne grüdjte trug.

Sine neue Slera für ba« <SrgiehungS= unb UnterridjtSWefen begann eigentlid) mitber Slnfunft be« König«. SBie bie ©taat«nerl)ältniffe überhaupt, fo Würben aud) bie©djulnerljältniffe burd) 3 Wedmäßtge ®efe(3e georbnet. 6 « ift 3 War nod) nie! in biefer©ejiefjung 3 U thun, niete unb große üDiängel finb abgufdjaffen unb niete ©erbefferungenein 3 ufül)rcn; aber lobenSWertl) ift tie ©orgfalt, weldje bie Regierung im (Einflangmit ben Kammern ber allmählichen fpebung ber ©djitlsuftäube jugewaubt I) a t unb fort*währeub juwenbet. SBir geben Ijier eine {ungefaßte Sarftellung berfetben, worau« manbie fyortfdjritte erfehen fann, bie ba« (E^iefmugS* unb Unterrid)t«Wefen im jungen SB*nigreid) feit ber ©rünbung bcSfelbeit gemacht fmt-

I. © olf Sfdjul wef en. Sa« ©oI!«fd)utwefen ift im griedjifdjen Königreich bitrdhba« am 6/18. fyebruar 1833 non ber Königtidjen SJegentfdjaft erlaffene ©efefs regulirt,weldje« im erften ©aube ber non @. 8 . non fOlaurer, ehemaligem SQütglieb berfelbenbeutfd) herau«gegebenen Dceugricdjifdten Urfunben, ©efeise unb ©erorbnuu*gen enthalten, fpäter aber burd) neuere ©erorbnungen in mand)en fßuncten mobificirtWorben ift. 9?ad) bem erwähnten ©efefee finb afleKiuber, foWoljl Knaben al« 9Jiäbd)en,nont nollenbeten 5. bi« juni jurüdgelegten 12 .3al)re fd>ulpflid)tig, unb bie (Eltern ober Pflegerfinb bei ©träfe ungehalten, bie ©otfgjdjute burd) iljre Kinber ober ipflegefinber regelmäßigbefudjen 31 t taffen, außer Wenn fie fid) auSmeifen, baß fie bafür forgeit, baß ihre Kinberober -pflegefiuter auf anbere ©Seife bie uötl)igeu ©d)ulfenntniffe fid) erwerben. Siefe©eftiuuuung fonnte freitidj bisher leiben nidjt ftreng beobadjtet Werben, befouber« fannfie ba nid)t in Slnwenbung fonuuen, wo eine ©emeiube Wegen ber 31 t biinnen, übereine weite 8 anbe«ftrecfe verbreiteten ©enölferuug au« mehreren, weit non einanber