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MontanoNi — Montauban.
Pacific); der Missouri wird mit Dampfern befahren.Die Schuld des Territoriums beläuft sich auf etwa120,000 Doll. Es sendet 1 Delegirten zum Cougreßu. hat einen Rath von 13, ein Repräsentantenhausvon 26 Mitgliedern, erstere auf 2, letztere auf 1 Jahr.Eintheilnng in 11 Counties, Hauptort ist Virginia.M. gehörte ursprünglich zu Idaho, wurde jedochdurch Congreßacte vom 26. Mai 1864 davon abge-trenntu. als eigenes Territorium constituirt. Schroot.
Montanelli, Giuseppe, ital. Gelehrter uudDichter, geb. 1813 in Fncecchio (Toscana), triebphilosophische u. juristische Studien auf der Univer-sität Pisa, schrieb dann über Verschiedenes in Zeit-schriften, n. veröffentlichte 1836 einen Band Dicht-ungen. Wegen seiner mit Eifer u. Erfolg betriebe-nen Praxis als Sachwalter berief man ihn 1840als Professor des italienischen u. Handels-Rechtes ausdie Universität Pisa; hier entfaltete er eine tüchtigefachwissenschastliche u. literarische Thätigkeit, half diepolitische Gesellschaft der^rntsUi itmiinni begründen,gab zuAnsang 1847 die Zeitschrift: I-'Italis. heraus,focht 1848 als Freiwilliger hei Curtatone gegen dieÖsterreicher u. sah sich 1840 mit Gnerazzi n. Maz-zini durch das toscanische Parlament zum Trinmvirernannt. Nach dem Siege Österreichs flüchtete ernach Paris, schrieb als gewandter Publicist für dieLsvuo üs Lnris und gab eine Reihe politischer undschönwissenschaftlicher Schriften heraus, die durchgeistreichen und gediegenen Inhalt nicht minder alsdurch daS beste Italienisch ausgezeichnet sind. Esseien hier zunächst genannt: Nsmoris sull' Itaiias spsoialmsuts ouila Nosorms. äai 1814—1850.Turin 1853—55, 2 Bde.; Im ssnsamons, drama-tisches Gedicht, Paris 1856; das vorzügliche, fürdie große italienische Tragödin Nistori geschriebeneTrauerspiel: 6amma, welches dem Dichter wie derDarstellerin den reichsten Beifall eiutrug; II kartitonsLionale itniiano (Die ital. Dolkspartei), Turin1856; 4,'imporo, iIpa.xaio,Ia.cIsilloerarüLin Itaiia,Florenz 1859. —1859 nahm er bei der nationalenErhebung thäligen Antheil, wurde 1862 als Depu-tirter ins italienische Parlament gewählt, n. starb17. Juni 1859 in Fucecchio. Booch-Arlossy.
Montänus, ans Mysien, war wahrscheinlichzuerst Priester der Kybele, wurde daun Christ undtrat von zwei prophetischen Frauen, Maximilla undPriscilla, umgeben um die Mitte des 2. Jahrh. inPepuza in Phrygien mit der Verkündigung auf, ersei der, iu welchem der von Christus verheißene Pa-raklet sich vollkommen geoffenbarthabe, durch welchender Kirche die Vollendung zum Manncsalter komme,unmittelbar vor dem Eintritte des tausendjährigenReichs, das auf Pepuza in Phrygien sich niederlassenwerde. Die Montanisten (auch „I xaräKataphrygier, Pepuzianer genannt), seine Anhänger,wurden 170 von den asiatischen Bischöfen excommu-nicirt, bestanden aber in Asien noch bis ins 6. Jahrh.als besondere Gemeinde fort. Der Montanismnsist im Grunde nur die Reaction des ältesten Chri-stenthums gegen die damals sich vollziehende Fort-hildung desselben in die katholische Kirche. Indemdie Kirche durch den Kampf mit der Gnosis veran-laßt, in Zucht u. Verfassung zu dauerndem Sichein-wohnen in die Welt sich einrichtete, sträubte sich da-gegen die altchristliche Erwartung der Nähe der Pa-rusie Christi u. des Millenniums, die besonders das
Eigenthümliche des Montanismns ausmacht. DieBereitung auf diese Katastrophe führte zur streng-sten Zucht und Askese, wie denn der Montanismnsden größten Werth auf das Fasten legte, ebenso ausdas Märtyrerthum, auf Verachtung von Kunst undWissenschaft u. jeder Freude, u. die 2. Ehe, die Wie-deraufnahme Gefallener in die Kirche verbot. DasEkstatische u. Visionäre der ersten Christenheit suchteder Montanismus gewaltsam festznhalten u. in derUeberschätznng dieser außerordentlichen Zuständestellte er sich als Gemeinde der Pneumatiker derGemeinde der Psychiker entgegen, wie sie damals un-ter dem Episcopat sich verfaßte. Der bedeutendsteVertreter des Montanismns war Tertullian, durchwelchen die sittlichen Grundsätze desselben großen Ein-fluß auf die Kirche gewannen. Vgl. dis Schriftendes Tertullian, Kopenh. 1829; Schwegler, DerMontanismns und die Kirche des 2. Jahrh., Tüb.1841; Baur, Das Wesen des Montanismns nachden neuesten Forschungen (Theol. Jahrbücher 1851,4. Hft.); Ströhlin, Lssai sur 1s Llontanismo,Strahl). 1870. Löffler.
Montargis, Stadt u. Hauptort in dem 7 Can-tone u. 95 Gem. mit 79,305 Ew. umfassenden, gleichn.Arr. des srauz. Dep. Loiret, am Loing u. dem Kanalvon Briare, Station der Paris-Lyon-Mittelmeer-u. der Orleans-Chalons-Eisenbahn; Schloß, Ge-richtshof erster Instanz, sehenswerthe Kirche (zumTheil aus dem Ende des 12. Jahrh.), öffentlicheBibliothek von 6000 Bänden, Fabrikation von Tuch,Serge, Wirkwaarcn, Messcrwaaren, Papier -c.,Loh- u. Weißgerbcrei, Weinbau (sogen. Gatinais-weine), Handel mit Wein, Wachs, Honig, Safran,Getreide, Vieh, Leder, Wolle rc., 1872: 8196 Ew.M. ist Geburtsort der Conventsmitglieder Girodetund Manuel und des Malers Lantara. Die Stadtwar früher Hauptstadt LesGätinais u. befestigt; im14., 15. u. 16. Jahrh. wurde sie von Engländernu. Franzosen wiederholt erobert, 1528 fast gänzlichniedergebrannt. H. Berns.
Montauban, Stadt uud Hauptort im französ.Dep. Tarn-et-Garonne, sowie in dem 11 Cantoneu. 63 Gem. mit 101,230 Ew. umfassenden, gleich-namigen Arr., am (schiffbaren) Tarn, Station dersrauz. Süd- u. der Örleansbahn; Sitz der Deparie-mentalbehörden, eines Bischofsrc.; kathol. großes u.kleines Seminar, evangelisch-theologische Facultät,Lyceum, Normalschule für Lehrer, öffentliche Bi-bliothek von 15,000 Bänden, Museum, Gesellschaftder Wissenschaften und Künste, Ackerbaugesellschast,Succursale der Bank von Frankreich, Fabrikationvon Beuteltuch, ordinären Zeugen, Porzellan, Fa-yence, Farben, Stärke, Wachslichten, chemischen undpharmaceutischen Producten rc., Seiden- u. Wollen-spinnerei, Färberei, Gerberei, Töpferei, Handel mitMehl, Wein, Früchten, Öl, Leder und Bettjedern;1872: 18,855 Ew. (Gem. 25,624). In der Um-gegend wird viel Wein gebaut. M. wurde 1144vom Grafen Raimund von St. Gilles bei der Ableivon St. Theodard angelegt; 1317 wurde hier dasBisthum errichtet. 1572 nahmen die Einwohnerdie Reformation an, machten M. zu einer Art Re-publik u. befestigten die Stadt stark, die bald einesder stärksten Bollwerke der Calvinisteu wurde. Seit1621 wurde sie lange vergebens von Ludwig XIl l.belagert, unterwarf sich aber 1629, worauf Richelieu