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Montaigne — Montalemberts Befestigungsmanier.
Lepublies (doch soll sein Freund Förster dies Buch!geschrieben und es M. einst gegeben haben, damitsein Batcr aus Freude über die ernstliche Beschäftig-ung seinen Sohnes dessen Schulden bezahle), London1759, französisch, Par. 1769 n. 1793. Vgl. Nicholt,Litorarx anooäotss ob tlrs 18. osnbnrx, 4. Band,London 1812.
Montaigne, Michel Eyq nein de, franz.Phi-losoph und Moralist, geb. 28. Febr. 1533 zu Mon-taigne in Perigord, wurde 1554 Rath beim Parla-mente in Bordeaux, zog sich nach dem Tode seinesVaters ins Privatleben zurück, ganz Len Studiensich widmend, u. st. 13. Seht. 1592. Als Philosoph.Theoretiker neigte er sich zum Skepticismus, alsPraktiker zum Epikure'ismus und schr.: Los essaisäs msssiro Iliolisl, ssiAnsur äs N., Bord. 1580,Par. 1588 u. ö., herausg. von Victor Leckere, Par.1826 fs., von Courbet u. Roher, 1873, 6Bde., 1875,2 Bde., deutsch von Bode, Bert. 1793, 6 Bde. Erhatte 1580 Deutschland, Italien n. die Schweiz be-reist u. ist sein llourual äu voxags rc. von Guerlon,Par. 1774 herausgegeben worden. Vgl. über seinLeben A. Grün, Paris 1855; Payen, ebd. 1856;Bigorie de Laschamps, ebd. 1860, und Malvezinebd. 1874. Lagai.
Montaig«, Stadt im Arr. Roche-sur-Uon dessranz. Dep. Vendee, an der Maine, Station der Or-leansbahn; renommirteHammelzncht, Branntwein-brennerei, Gerberei; 1900 Ew. Hier 21. Sept. 1793Niederlage der Republikaner unter General Beysserdurch die Vendeer.
Montajone, Gemeinde in der ital. Prov. Flo-renz; Glas - u. Thonwaarenfabrikation; Mineral-quellen; 10,556 Ew.
Montalban, Flecken in der span. Prov. Teruel,am S. Martin; festes Schloß, Großcomthurei des Or-dens von Santiago; dabei Steinkohlengruben, Mar-morbrüche, Alaunwerk, Mineralquellen; 3700 Ew.
Montalcino, Stadt in der ital. Prov. Siena;Bischof, Kathedrale mit schönen Gemälden, Theater,vorzüglicher Weinbau, Mineralquellen; 2441 Ew.(Gemeinde 8741).
Montale, Gemeinde in der ital. Prov. Florenz,8218 Ew.
Montalembert, 1) Marc RLne, Marquisv on, berühmter sranz. Festungs-Ingenieur, geb. 15.Juli 1714 in Angoulime; trat 1731 in ein sranz.Dragoner-Regiment n. wohnte 1733 derBelagerungvon Kehl, 1734 der von Philippsbnrg u. seit 1741dem Österreich. Erbfolgekrieg bei. Nachdem er schonfrüher von der franz. Akademie der Wissenschaftenzum Mitglied ernannt worden war, widmete er sichwährend des Friedens von Neuem den Wissenschaf-ten u. errichtete in Perigord u. Angoumois Gieße-reien, aus denen er die französische Flotte mit eiser-nen Kanonen und Projectilen versorgte. Währenddes Siebenjährigen Krieges befand er sich 2 Jahreals Commissär des französischen Hofes bei der rus-sischen und 2 Jahre bei der schwedischen Armee, woer Anklam befestigte n. Stralsund durch Feldwerkeverstärkte. Nach Frankreich zurückgekehrt, wurde er1761 zum CommandantenderJnselOleron ernannt,deren Citadelle er mit einem passageren verschanztenLager verstärkte. Um die Artillerie erwarb sich M.einVerdienst durch Einführung einer niedrigen Nah-men-Lafsete für den Gebrauch hinter tiefen Scharten ^
u. auf schmalenWLllen. In politischer Beziehung warer Anhänger der revolutionären Ideen zu Ende des18.Jahrh. Erst.26.März1800 zuParis. Durch diein seinem Hauptwerk: La lortikieation xsrxonäiou-lairs (Par. 1776, n. A. 1796, 11 Bde.) uiederge-legten Ideen, welche bes. in Deutschland Eingangfanden, gab er dem Bastionärsystem'den Todesstoß,das nach ihm nur noch in Frankreich sich dauernd zubehaupten vermochte. Ein Theil dieses großen forti-ficatorischen Werkes wurde von Hoher ins Deutscheübersetzt unter dem Titel: Die Vertheidigung stärkeralsderAngrifs,Berl. 1818ss.,4 Bde. 3)CharlesForbes deTryon, Graf von,Führer der kath.Partei in Frankreich, Großneffe des Vor., Sohn desPairsu. Gesandtenin Stockholm, GrafenMarcNene,geb. 29. Mai 1810 in London. Als Jüngling schonfür Romantik u. neukatholisch-liberale Politik begei-stert, arbeitete er 1830 am Xvenir von Lamennaismit u. wurde durch dessen Verurtheilung seitens desPapstes zum orthodoxen Katholicismus zurückge-fllhrt, den er auch, 1831 als Pair seinem Vater fol-gend, in der Kammer vertrat. Er kämpfte in denSessionen von 1843—45 für Freiheit der Kirche,desKloster- u.Schulwesens vom Staate, gegenVille-mains Unterrichtsplan, für die Jesuiten, sprach fürdie unterdrückten Nationalitäten, bes. für Polen, fürdie unterdrückten Katholiken in Syrien u. Griechen-land, vertheidigte den Sonderbnnd und gründete zudessen Unterstützung 1847 in Frankreich das Comitefür religiöse Freiheit. Am 28. Febr. 1848 bot erdurch sein ihm oft vorgehaltenes Manifest der De-mokratie seine Dienste an u. wurde Mitglied der con-stituirenden, dann der legislativen Versammlung, ge-rieth aber bald wieder in die reaktionäre Bahn,nahm den Präsidenten Louis Napoleon alsbald ge-gen die Angriffe der Versammlung in Schutz n. be-grüßte den Staatsstreich mit Jubel. Gleichwol ge-ricth er aber auch mitder NapoleonischenRegierung,die seinem Ehrgeiz hindernd in den Weg trat, inOpposition; 1857 nicht wieder in den GesetzgebendenKörper gewählt, zog er sich vom parlamentarischenSchauplatz zurück, um von nun an durch die Schriftfür seine Kirche zu arbeiten. Einen tödtlichen Schlagfür dieselbe nannte er die Proclamation des Unfehl-barkeitsdogmas, und machte deshalb den von ihmvertheidigten Jesuiten die bittersten Vorwürfe in ei-nem Briefe vom 7. März 1870; sechs Tage danachstarb er aus Gram darüber. M. war ein bedeuten-der Redner u. kam durch seine Schriften 1851 indieAkadeniie. Außer den drei Reden für Freiheit imKirchen«, Schul- u. Klostcrwesen u. für die Jesuiten,erschienen unter dem Titel: Mols äisoours xro-nonees ä la edamdrs äos Lairs 1844, veröffent-lichte er: Ilistoirs äs saints LUsabetlr äs Rou§rio,Par. 1835, 14.A.1876, deutsch von Städtler, 3.A.Regensb. 1862; Luvanäalismo et äu oatkolieismsau XIX. sisols, ebend. 1852, deutsch von Neiching,Tüb. 1853; Lss meines ä'Oeoiäsnt äspuis 8t. Ls-noitzusgu'ä Ll. Lsrnarä, Par. 1860—67, 3Bde.,deutsch von Brandes, Regensb. 1860; Ls xersLa-ooräairs, Paris 1861; L'e§Iiss Irbis äans I'statlibrs, Par. 1863; Ls Laxe et 1a LoloAns, ebend.1864. Eine Gesammtausgabe seiner Werke besorgteer selbst, 1861—68, 9 Bde. Vergl. Frid. Hoffmann,M., derfranz. O'Connell,Mannh.1876. i)l. 2 )ragai.
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