Druckschrift 
Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

Monein Mongolei.

starb er 12.März1871. Von seinen zahlreichen Wcr-ken sind zn erwähnen: Einleitung in das Nibelun-genlied, Heidelb. 1818; Über die'Sage von Tristan,ebd. 1822; Theorie der Statistik, ebd. 1825; Ge-schichte des Heidenthllms im nördl. Europa, Darnist.1822 s., 2Bde.; Mstoria stalist., Löwen 1828;Untersuchung zur deutschen Heldensage, Quedlinb.1836; Uebersichtderniederläud.Volksliteratur ältererZeit, Tiibing. 1838; Urgesch.desbad.Landes,Karls-ruhe 1845, 2 Bde.; Die Gallische Sprache n. ihreBrauchbarkeit siir die Geschichte, ebd. 1851, u. A.über die keltische Sprache; Beiträge zur Gesch. derVolkswirthschaft,ebd. 1859; Quellen u. Forschungenzur Gesch. der deutschen Literatur u. Sprache, Aach.1830, 1. Bd.; auch die 1842 herausgekommeneSchrift: Die katholischenZustände in Baden (im In-teresse der kathol.Kirche) ist sein Werk; gab heraus:Ortnit, Berl. 1821; Badisches Archiv 1826 f.; Nein-hart Fuchs, Stuttg. 1832; Altdeutsche Schauspiele,Onedlb.1841; Schauspiele des Mittelalters, Karlsr.1846, 2 Bde.; Latein, und griech. Messen, Franks.1850; Latein. Hymnen, Freib. 185355, 3 Bde.;Quellensammlnngen der badischen Landesgeschichte,KarlSr. 184868, 4 Bde.; Zeitschrift für die Gesch.des Oberrheins, 185068, 21 Bde.; seit 1834 An-zeiger für die Kunde des Mittelalters. Brambach.»

Monein, Stadt imArr. Oleron des sranz. Dep.Basses-Pyreuces, an der Bailongue; Weinbau(Rothwein), Mineralquellen; 1872: 1200 Einw.(Gem. 4454).

Moncnierisch (v. Griech.), einen Tag dauernd,eintägig.

Monemvasia, Stadt, so v. w. Malvasia.

Moncpigraphisch (v. Griech.), eine Münze,welche nur eine Schrift enthält.

Moneren, Gruppe der Protisten (s.d.), die nied-rigsten aller Organismen; bloße Klümpchen vonProtoplasma (s. d.) darstellend, stehen sie an derGrenzc organischer Gestaltung und werden bald zuden Thieren, bald zu Len Pflanzen gezählt, bald alsMittelstufe zwischen Thier- und Pflanzenreich ange-sehen, endlich auch für jene Urorganismen gehalten,welche in ihrer Weilcrcntwickelung der Ausgangs-punkt wurden, hier zn thierischer, dort zu pflanzlicherGestaltung. Thoms.

Moneticr-de-Brianyon, Le, Marktflecken imArr. Brian^on des sranz. Dep. Hantcs-Alpes, ander Guisanne n. am Fuße des Gebirges Sie. Mar-gnerite; Wollen- und Baumwollenspinnerei, Fabri-kation von Tuch, Nägeln rc., Steinkohlengruöen,Handel mit Blei, Kupfer, Leder, geschätztem Honig rc.,Mineralquellen von 21,8 33,«« R. Temperatur,welche bes. bei Lähmungen, Rheumatismus und ga-strischen Affectionen angewandt werden; 1872:1005Ew. (Gem. 2381).

Monvta (lat.), Münze, Münzstempel; daher mo-netär, Münzen betreffend.

Mone> (engl.), das Geld; ll/I.-oräeo, Geldanweis-ung bei der Post.

Monfalcöne, Stadt im Bez. Gradisca der österr.Markgrafschaft Görzu. Gradisca, 3 Icm vom Golf vonTriest, Station der Österr. Südbahn; altes Berg-schloß (LaRocca), Fabrikation von Schmier- n.Ma-schinenöl, Gerberei, Handel, Getreide-; Obst- undWeinbau, Hafen (Porto Rosega, seit 1852), warmeBäder; 1869: 3055 Ew. (Gem. 4506). M.soll

schon von dem Gothenkönig Theuderich d. Gr. ange-legt sein u. hieß früher Falkenberg, kam dannunter venetian. Herrschaft u. hatteeinen eigenen Po«desta. Dabei das Bad von M. mit.kochsalzhaltigenSchwefelquellen von 2930« L., bes. gegen Rheu-matismus, Gicht u. chronische Haut- u. Nervenkrank-heiten empfohlen, schon den Alten als Lqna Osi stvitas bekannt; noch sind von den alten Bädern Über-reste vorhanden. H- Berns. '

Monge, Gaspard, Graf von Pelusium,berühmter Physiker u. Mathematiker, geb. 10. Mai1746 in Beaune; wurde schon 1762 Lehrer der Physikin Lyon und 1783 Professor der Hydrodynamik inParis. Er mar ein eifriger Vertreter der Revolutionund wurde 1792 im Marineministerium angestellt;

1793 trat er aus, leitete dann für den Wohlfahrts-ausschuß die Bewaffnung u. Verproviantirung derMassenerhebung u. vereinfachte bei dieser Gelegen-heit die Art der Pulverbereitung; 1795 wurde erLehrer der Geometrie an der Normalschnle, richtetedie Polytechnische Schule mit ein, übernahm die Pro-fessur der Mathematik an derselben, reiste 1796 nachItalien, um dort die besten Kunstwerke ansznsnchen,die nach Paris kommen sollten, ging 1798 mit Bo-uaparte nach Ägypten u. wurde Präsident desÄgyp-tijchen Instituts, wo er in einer Sitzung zuerst dieb'ataLlorAang. erklärte, 1805Senatoru. 1806 GrafvonPelusium mit einerDotationvon200,000F-rcs.;nach der zweiten Restauration verlor er alle seineÄmter u. wurde 1816 auch aus dem Institut aus-geschlossen; er st. 28. Juli 1818, und 1849 wurdeihm in Beaune eine Statue errichtet. Durch die Be- ^gründnng der descriptiven Geometrie u. seine prak-tisch-chemischen Untersuchungen hat er sich die größ- 'ten Verdienste erworben. Er sehr.: Mails slömon-tairsäs statlguo.Par. 1788,7.A.,ebd. 1834(deutschvon Hahn, Berl, 1806); lloscription äs 1'art. äskalwignsr los canons, Par.1793; Lvis anxonvrisrsen kor sur 1a kabrication äs 1'acior, ebd. 1793;Iksnillss ä'analz-so applignös st 1a Aöomötrio, n. A.,ebd. 1809; Dixplication än iniiaAS, 1799; Iwyonsäs§öomstrisässcriptivo, 7.A., Par. 1846 (deutschvon Schreiber,Freib. 1822); Application äs 1'ana-1/ss st 1a Fsonwtrio, 3. A., Par. 1807, 5. A. vonLionville,1849. Vgl. Dupin, Lssailiist.snr Iss ssr-vicss et los travanx scisntitignos äoN., Par. 1819. r.

Monghir (Mungair), 1) District der DivisionBhagalpnr der iudobrit. Präsidentschaft Bengalen,am rechten Gangesufer, fruchtbar u. Reis, Indigo,Zucker und Mohn hervorbringend; 10,134 djkm;1,812,986 Ew. 2) Hauptstadt davon am Ganges,eine zur Zeit der bengalischen Könige bedeutendeStadt; 59,698 Ew.

Mongolei (auch Tatarei genannt), weit ausge-dehnte Landschaft OAsiens, welche von den Quellendes Jrtysch imW. bis zur Mandschurei im O.u. vonden Grenzen Sibiriens im N. bis an den Thianschanu. die Chinesische Mauer im S. sich erstreckt, strecken-weise übrigens noch über die letztere hinaus nach S.in das Bassin des Kukn-nor ausbiegt u. deren Flächen-inhalt auf 3 Mill. Hjlcin geschätzt wird. Sie ist im !N. ein wellenförmiges Steppenland, welches nach S.hin in die Depression der Gobi (s. d.) auslänft; dieRänder werden von einem vielfach zerklüfteten und !zerrissenen Bcrglande umfaßt. Gegen N. scheiden ^Fortsetznn gen des Altai u. das L-ajanische Gebirge von