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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Mißpickel -

vernenr (ebenfalls auf 4 Jahre gewählt), einStaats-secretär und ein Schatzmeister; der Gouverneur hatein beschränktes Veto und ist für die nächste Periodenicht wieder wählbar. Die gesetzgebende Gewalt ruhtin den Händen einer Legislatur, welche ans einemSenate von 33 Mitgliedern auf 4 u. einem Reprä-sentantenhause von 131 Mitgliedern auf 2 Jahrebesteht. Die Legislatur versammelt sich im Novem-ber oder December alle 2 Jahre in Jefferson City.M. sendet zum Congreß nach Washington 2 Sena-toren, 13 Mitglieder ins Repräsentantenhaus. FürRechtspflege besteht ein Obergericht, außerdemKreis- und Grafschastsgerichte. Finanzen: dieSchulden betrugen 1870: 17,866,000, Ans. 1875:17,839,000 Doll., zum allergrößten Theil Eifen-bahuschnld. Religion: Baptisten, Methodisten u.Presbyterianer bilden bei Weitem die Mehrzahl.Unterricht u. öffentliche Bildung: M. besitztan höheren Unterrichtsanstalten 2 Universitäten, 45höhere Lehranstalten u. ein gut organisirtes Volks-schnlwesen. Das Gebiet des heutigen «Staates M.wurde zuerst von Franzosen angebaut, welche 1719in der Nähe des jetzigen Jefferson das Fort Orleansbauten u. die dortigen BIciminen ansbenteten; 1755wurde St. Genevieve (die älteste Stadt im Staate)u. 1764 Saint Louis angelegt. Im Frieden von 1763trat Frankreich das ganze Gebiet westlich vom Mis-sissippi an Spanien ab, erhielt es aber 1800 wiederzurück; 1803 wurde M. mit Louisiana durch Kaufan die Vereinigten Staaten abgetreten und bildetebis 1812 einen Theil des Louisiana Territory, dar-aus ein eigenes Territory unter dein Namen Mis-souri, von welchem 1821 der Theil, welcher dasheutige M. bildet, als Staat abgetrennt wurde, nach-dem mit der Bundesregierung volle 2 Jahre wegender Sklavenfrage verhandelt worden n. diese endlichdurch die sogen. Compromiß-ResolutionenClays er-ledigt wurde, denen zusolge die Sklaverei in M. ge-stattet, fernerhin aber in keinem neu sich bildendenStaate nördlich von 36° 30' n. Br. mehr erlaubtwerden solle. Die Bevölkerung des Staates wuchsiu der Folge rasch durch Einwanderung, erhielt aberauch manche unwillkommene Elemente, wie 1832 dieMormonen (s. d.), deren Ausweisung 1845 bewirktwurde. Während des Secessionskrieges war dasLand in 2 Lager gethcilt, eines für, das andere gegendie Union. Dies hatte zahlreiche innere Kämpfe zurFolge, die fast den dritten Theil der Bevölkerungkosteten u. denen erst 1864 durch die Unionstruppenein Ziel gesetzt werden konnte. Die Wahlen 1865zeigten einen vollständigen Umschwung der öffentli-chen Meinung zu Gunsten der Union. Vgl. Münch,Der Staat M., ein Handbuch für deutsche Auswan-derer, 3. A., Brem. 1875. S-Hroot.

Mißpickel, so v. w. Arsenkies.

Miffmide, Dorf im Kreise Eckernsörde der preuß.Prov.Schleswig-Holstein,amSUserderSchlei. Hierließ i250König AbelseinenBruder Erich enthaupten;12. Sept. 1850 Gefecht zwischen dän. u. schleswig-holstein. Truppen; 2. Febr. 1864GefechtderPreußenunter Prinz Friedrich Karl gegen die Dänen.

Mißweisung, der Winkel zwischen dem magne-tischen n. dem Erdmeridian eines betreffenden Ortes(vgl. Magnetismus). Eine Himmelsrichtung miß-weisend angeben, heißt die magnetische Richtungohne Correctnr der Declination bezeichnen.

Mister.

Mist, s. Dünger.

Mist, mistig (Seew.), so v. w. Nebel, nebelig.

Mistbeet (Frühbeet, Treibbeet), niedriger, durchFermentation von Pferdemist oder anderen Stoffenerwärmter, mit Fenstern bedeckter Kasten, in welchemPflanzen zur frühzeitigen Entwickelung gebracht wer-den. Je nach der Höhe des angewcndeten Mistlagersu. der dadurch erzeugten größeren oder geringerenWärme bezeichnet man sie als warmes od. Trei b-beet, wozu gewöhnlich nur frischer Pferdemist ver-wendet und welches beim Erkalten durch neue Um-schläge von srischemPferdemist wieder erwärmt wird,oder als halbwarmes od. lauesM., bei welchemder Pferdemist zu gleichen Theilen mit Laub od. Na-deln vermischt zu werden Pflegt, u. als kaltes M.(Sommerkästen), aus altem Pferdemist, Laub u.dgl.Stoffen bestehend. Die Lage des M-s muß eins ge-schützte, der Mittagssonne ausgesetzte sein; ans dasrecht gleichmäßig gemischte u. festgetreteneMistlagerwerden die nach N. etwas erhöhten M-kästen gesetzt,welche von Außen mit einem Mistnmsatze umgebenu. mit Fenstern, deren Scheiben daLziegelartig über-einander liegen, bedeckt werden; sobald die durch dieFermentation des Mistes entstandene größte Hitzevorüber ist, wird lockere fruchtbare Erde (M-erde)aufgebracht, in welche nach einigen Tagengesäet od.gepflanzt wird. Unter Berücksichtigung der Witter-ungsverhältnisse werden später die Fenster zur Ab-härtung u. allmählichen Gewöhnung der Pflanzenan die Luft mehr od. weniger durch Unterstellen voneingekerbten Hölzern gelüftet, des Nachts n. bei kal-tem Wetter mit Laden oder Strohmatten gedeckt;beim Austrocknen des Bodens muß derselbe nachBedürfniß mit Vorsicht begossen u. besondere Sorg-falt darauf verwendet werden, das Faulen u. Schim-meln der in der geschlossenen Luft sich zart entwickeln-den Pflanzen zu verhüten. Wolde.

Mistek, Stadt u. Hauptort im gleichuam. mähr.Bez. (Österreich), an der Ostrawitza, Station (M.-Friedeck) der Ostran-Friedländer Eisenbahn (KaiserFerdinands-Nordbahu); Sitz eines Bezirksgerichts,Flachsspinnerei, Leinenweberei, Appretur- u. Druck-fabrik für Kattun und Leinwand, Hauptplatz für dieFabrikation von ordinären Baumwollenwaaren,Branntweinbrennerei, Bierbrauerei, bedeutenderHandel mit Getreide, Flachs, Leinwand, Baum-wollengarn und -Waareu, 4 Jahrmärkte; (1869)3440 Ew. (mit Kolloredow 4686).

Mistel, die Pflanzeugattung Viseum.

Mistclbach, Stadt u.Hanptort in dem gleichnam.Bez. des Erzherzogthums Österreich unter der Enns,unweit der Zaya, Station der Österr. Staatsbahnen;alte, befestigte, hochgelegene Kirche, Collegium derBarnabiten (seit 1631), Pottaschesiederei, Weinbau;(1869) 2401 Ew.

Mistelgan, Kirchdorf im Bez.-Amt Bayreuthdes bayer. Regbez. Öberfranken; Dachschieferban;608 Protest. Ew. Die Bauern in M., sowie iu denumliegenden 12 größeren u. kleineren Dörfern (wo-runter namentlich Mistelbach mit 580 Ew.) habennoch wendische Sitten u, Kleidung,dagegen verschwin-det die wendische Sprache immer mehr. Sie werdenvon ihren Nachbarn Hnmmelbauern genannt, wäh-rend sie jene Steinwespen nennen.

lVUster (engl, abbrev. Llr.), so v. w. Nastör, An-rede an die nicht betitelten Gentlemen.