976 Antiochi Begehren.
1 Maccabäer 15. 16.
Joppe und Gaza, und die Burg zu Jerusalem,welches alles zu meinem Königreich gehört,
29 . Und das Land umher verheeret, und großenSchaden in meinem Königreich gethan, und mirmein Erbland genommen.
30 . Darum fordere ich diese Städte wieder voneuch , die ihr mir genommen habt und allen Schoßder Städte, welche ihr inne habt außer demLande Juda.
31 . Wo ihr mir aber solches nicht wieder zu-ftellen wollt, so gebt mir für die Städte fünfhundert Centner Silber, und für den Schadenund Schoß auch fünf hundert Centner. Woihr mir aber dieses auch nicht gedenket zu thun,so wollen wir euch überziehen.
32 . Da nun Athenobius, des Königs Freund,gen Jerusalem kam, und sah das herrliche We-sen Simons, und die Pracht mit Gold und Sil-ber, und wie er sonst gerüstet war, wunderte esihn sehr, und hielt ihm vor, was ihm der Königbefohlen hatte.
33. Darauf gab ihm Simon diese Antwort:Das Land, das wir wieder erobert haben, istunser väterliches Erbe und gehört sonst Niemand.Unsere Feinde aber haben es eine Zeitlang mitGewalt und Unrecht inne gehabt.
34 . Darum haben wir jetzt das Unsere wiederzu uns gebracht, und Niemand das Seine ge-nommen.
35 . Daß du aber klagest darüber, daß wirJoppe und Gaza eingenommen haben, ist dieseUrsach: Man thut daraus unserm Lande undunserm Volk großen Schaden. Doch wollenwir dafür bezahlen hundert -Centner. Daraufgab Athenobius keine Antwort;
36. Sondern zürnete, und zog wieder davonzum Könige, und sagte ihm Simons Antwort,und von seiner Herrlichkeit, und was er gesehenhatte. Da ergrimmete der König sehr.
37. Tryphon aber machte sich davon auf demWasser, und flöhe gen Orthosia.
38. Da machte der König Cendebämn zumHauptmann über das Land am Meer, und ließihm ein Kriegsvolk zu Roß und Fuß.
39 . Und befahl ihm, daß er flch lagern sollte
an der Grenze Judäa; und sollte da befestigendie Stadt' Cedron, und eine Festung bauen amGebirge; und sollte den Juden ins Land fallen.Aber der König jagte dem Tryphon nach, ihn zufangen. * e. 16, s.
40. Da nun Cendebäus gen Jamnia kam, griffer die Juden an, verheerete ihr Land, und ließ
Simons Söhne.
viel Volk umbringen; und fing viele Leute, undführete fie weg, und bauete die Stadt Cedron.
4i. Und legte ein Kriegsvolk darein, daß fie daan der Grenze sollten heraus fallen und dieStraßen wüste machen, wie der König befohlenhatte.
Das 16 . Capitel.
Von Ptolemäi Mordthat, an seinem Schwäher Simon begangen.
1. A)arum * zog Johannes von Gaza hinauf
zu seinem Vater Simon, und zeigte ihman , daß ihnen Cendebäus ins Land gefallenwäre und hätte Schaden gethan. *c. 13 ,-4.
2 . Da forderte Simon seine zween ältestenSöhne vor fich, Judam und Johannem, undsprach zu ihnen: Ich und meine Brüder, undmeines Vaters Haus, haben von Jugend auf biszu dieser Zeit Kriege geführet wider die Feindedes Volks Israel; und Gott hat uns Glück ge-geben, daß Israel oft durch unsere Hände er-rettet ist.
3. Dieweil ich aber nun alt und schwach bin;so sollt ihr an mein und meiner Brüder Statttreten, und sollt ausziehen und für euer Volkstreiten. Gott wolle euch vom Himmel helfen,und bey euch seyn!
4. Und er ließ im Lande wählen zwanzig tau-send Mann, und etliche Reisigen. Mit diesemHaufen zogen Johannes und Judas wider Cen-debäum, und lagen über Nacht zu Modin.
s. Morgens aber, da sie von Modin in dasBlachfeld kamen, zog ein großes Heer zu Roßund Fuß gegen fie daher. Nun war ein Bachzwischen beyden Heeren.
6. Da zog Johannes an den Bach, und kehretesich gegen die Feinde. Da er aber sah, daß dasVolk eine Scheu hatte, fich in das Wasser zubegeben, da wagte er sich erstlich hinein, undkam über das Wasser. Da der Haufe diesessah, folgten fie ihm nach.
7. Darnach machte Johannes feine Ordnungzur Schlacht, und ordnete die Reisigen nebendas Fußvolk. Aber die Feinde hatten viel einenmächtigem reisigen Zeug.
8. Da aber Johannes * trompeten ließ mit derPriester Posaunen, und die Feinde angriff, dagab Cendebäus die Flucht, samt seinem Heer,und wurden Viele verwundet und erstochen; dieUebrigen aber flohen in einen festen Flecken.
* 4 Mos. io, 9.
9. In dieser Schlacht ward Judas, Johannis