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[1] (1821) [Altes Testament]
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948
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948 Matathiä Wehklage,

4 Maccabäer 2.

Beständigkeit und Eifer.

Das 2. Capitel.

Von Ratathiä Wehklage und Eifer über das väterliche Gesetz.

1. ( 5 s war aber ein Priester, Matathias, der

Sohn Johannis, des Sohnes Simeons,aus dem Geschlecht Joarims, von Jerusalem,der wohnete auf dem Berge Modin,

2. Und hatte fünf Söhne: Johannes, mitdem Zunahmen Gaddis,

Z. Simon, mit dem Zunahmen Thast,

Juda, mit dem Zunahmen Maecabäus,

ö. Und Eleazar, mit dem Zunahmen Aaron,und Jonathan, mit dem Zunahmen Apphus.

6 . Diese jammerte sehr das große Elend inJuda und Jerusalem.

7 . Und Matathias klagte: Ach, daß ich dazugeboren bin, daß ich meines Volks und derheiligen Stadt Zerstörung sehen muß, und dazustille sitzen, und die Feinde ihren Muthwillentreiben lassen!

8. Die Fremden haben das Heiligthum innen,und der Tempel Gottes ist wie ein verdammterMensch.

9 . Seinen * Schmuck hat man weggeführet.Die Alten find auf den Gassen erschlagen, unddie junge Mannschaft ist von Fremden erstochen.

* c. 1/ 23. 24.

10. Das Reich ist allen Heiden zu Theil ge-worden, die es plündern.

i i. Alle seine Herrlichkeit ist weg. Es wareine Königin«, nun ist es eine Magd.

12. Siehe, unser Hetligkhum, und unser Ruhm,und Preis ist weg; die Heiden haben es verwüstet.

iZ. Wen sollte noch gelüsten zu leben?

i^. Und Matathias * zerriß seine Kleider, erund seine Söhne, und zogen Säcke an, undtrauerten sehr. *i Kon. 21,27.

. Da nun des Antiochus Hauptleute auchdahin kamen, die, so geflohen waren in die StadtModin, auch zu dringen von Gottes Gesetz ab-zufallen u: d zu opfern und zu räuchern:

1 6 . Da fielen * Viele vom Volk Israel zu ihnen.

Aber Mararhias und seine Söhne blieben be-ständig. *«. 1, n.

17. Und die Hauptleute Antiochi sprachen zuMc^athia: Du bist der Vornehmste und Gewal-tigste in die er Stadt, und hast viele Söhneund eine große Freundschaft:

1 8 . Darum tritt erstlich dahin und thue, wasder König gebothen hat, wie alle Länder gethanhaben und die Leute Juda, so noch zu Jerusa-lem find; jo wirst du und deine Söhne einen

gnädigen König haben, und begabet werden mitGold und Silber und großen Gaben.

19. Da sprach Matathias frey heraus: Wennschon alle Länder Anttocho gehorsam wären, undJedermann abfiele von seiner Väter-Gesetz, undwilligten in des Königs Geboth;

20. So wollen doch ich, und meine Söhneund Brüder, nicht vom Gesetz unserer Väter ab-fallen.

21. Da sey Gott für! Das wäre uns nicht gut,daß wir von Gottes Wort und Gottes Gesetzabfielen.

22. Wir wollen nicht willigen in das GebothAntiochi, und wollen nicht opfern, und von un-serm Gesetz abfallen, und eine andere Weise an-nehmen.

23. Da er nun also ausgeredet hatte; ging einJude hin vor ihrer aller Augen und opferte demGötzen auf dem Altar zu Modin, wie der Königgebothen hatte.

2>L. Das sah Matathias, und * ging ihm durchsHerz und sein Eifer entbrannte um das Gesetz,

* 4 Müs. 25, 8.

25 . Und lief hinzu, und tödtete bey dem Altarden Juden und den Hauptmann Antiochi, undwarf den Altar um.

26. Und eiferte um das Gesetz, wie Pinehasthat dem Zamri, dem Sohne Salomi.

27. Und Matathias schrie laut durch die ganzeStadt: Wer um das Gesetz eifert und den Bundhalten will, der ziehe mit mir aus der Stadt.

28. Also'flohen er und seine Söhne auf das

Gebirge, rmd verließen alles, das fie hatten inder Stadt. * 1,40.

29. Und viele fromme Leute zogen hinaus indie Wüste,

30. Und hielten sich da mit Weib und Kindund ihrem Vieh; denn die Tyranney war allzu-groß geworden.

31. Da aber des Königs Volk zu Jerusalemin der Stadt Davids hörete, daß Etliche sichwider des Königs Geboth setzten, und sich ausden Städten gethan hätten, sich heimlich in derWüste zu verstecken und aufzuhalten, und daßviel Vo!ks zu ihnen gezogen war:

32. Erhoben fie sich eilend am Sabbath, fiezu überfallen.

33. Und ließen ihnen sagen: Wollt ihr nochnicht gehorsam seyn? Ziehet heraus und thut,was der König gebothen hat; so sollt ihr sicherseyn.

3^. Darauf antworteten fie: Wir wollen nicht