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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
941
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Gebeth um Erlösung. Bar 1 t

2. Höre und sey gnädig, Herr, denn wir ha-ben wider dich gesündiget.

3. Du regierest für und für; wir aber verge-hen immerdar.

Allmächtiger Herr, du Gott Israels, hörenun das Gebeth Israels, die dem Tode im Ra-chen stecken; und das Gebeth der Kinder, diesich an dir versündiget und der Stimme desHerrn, ihres Gottes, nicht gehorchet haben;darum ist auch die Strafe stets hinter uns hergewesen.

5 . Gedenke * nicht der Missethat unserer Väter,

sondern gedenke jetzt an deine Hand, und andeinen Nahmen. * Ps- 2-/ 7.

6 . Denn du bist ja, Herr, unser Gott, sowollen wir, Herr, dich loben.

7 . Denn darum hast du deine Furcht ik unserHerz gegeben, daß wir deinen Nahmen anrufenund dich in unserm Gefängniß loben sollen. Dennalle Missethat unserer Väter, die vor dir gesün-diget haben, gehet zu Herzen uns,

8 . Die wir jetzt find in unserm Gefängniß, da-hin du uns verstoßen hast zur Schmach, zumFluch und Gräuel, um aller Missethat willenunserer Väter, die von dem Herrn, ihrem Gott,abgewichen sind.

9. Höre, Israel, die Gebothe des Lebens,merke fleißig darauf, und behalte sie wohl.

10. Wie kommt es, Israel, daß du in derHeiden Lande verschmachtest?

11. Daß du in einem fremden Lande bist? Daß

du dich verunreinigest unter den Todten? Daßdu unter die * gerechnet bist, die in die Höllefahren? * Pf-1^, 7.

12. Das ist die Ursach, daß du den Brunnender Weisheit verlassen hast.

13. Wärest du auf Gottes Wege geblieben,du hättest wohl immerdar im Frieden gewöhnet.

1^. So lerne nun rechte Weisheit, auf daßdu erfahrest, wer der sey, der langes Leben,Güter, Freude und Frieden gibt.

15. Wer weiß, wo fie wohnet? Wer ist inihr Kämmerlein gekommen?

16. Wo find die Fürsten der Heiden, die überdas Wild auf Erden herrschen?

17. Die da spielen mit den Vögeln des Himmels?Die Silber und Gold sammeln, darauf die Men-schen ihr Vertrauen setzen, und können deß nim-mer satt werden?

18. (Denn fie werben Geld, und find geflissendarauf; und ist doch alles vergeblich.)

19. Sie find Vertilger, und in die Hölle ge-

c h 3 . Weg zur Weisheit. 9 41

fahren; und Andere sind an ihre Statt ge-kommen.

20. Die Nachkommen sehen zwar wohl dasLicht, und wohnen auf dem Erdboden; undtreffen doch den Weg nicht, da man die Weis-heit findet.

21. Denn fie verachten sie, dazu ihre Kinderfind auch irre gegangen.

22. In Canaan höret man nichts von ihr;zu Theman stehet man fie nicht.

23. Die Kinder Hagars forschen der irdischenWeisheit zwar wohl nach; deßgleichen die Kauf-leute von Meran und die zu Theman, die sichklug dünken: aber fie treffen doch den Wegnicht, da man die Weisheit findet.

2^. O Israel, wie herrlich ist das Haus desHerrn! Wie weit und groß ist die Stätte sei-ner Wohnung!

25. Sie hat kein Ende, und ist unermeßlichhoch.

26. Cs waren vorzeiten Riefen, große berühmteLeute, und gute Krieger,

27. Dieselbigen hat der Herr nicht erwählet,noch ihnen den Weg der Erkenntniß geoffenbaret.

28. Und weil fie die Weisheit nicht hatten,find fie untergegangen in ihrer Thorheit.

29. Wer ist * gen Himmel gefahren, und hat

fie gehvhlet, und aus den Wolken herab ge-bracht? *ä Mos. 30 /12.

30. Wer ist über Meer geschifft, und hat fiegefunden, und um köstlich Gold hergebracht?

3 <. Summa, es ist Niemand, der den Wegwisse, da man die Weisheit findet.

32. Der aber alle Dinge weiß, kennet sie undhat fie durch seinen Verstand gefunden; derden Erdboden bereitet hat auf ewige Zeit, undihn erfüllet mit allerley Thieren;

33. Der das Licht läßt aufgehen, und wenner es wieder ruft, muß es ihm gehorchen.

3^. Die Sterne leuchten * in ihrer Ordnungmit Freuden; und wenn erste hervor ruft, ant-worten sie : * Sir. 16/ 27.

35. Hier find wir und leuchten mit Freudenum deswillen, der fie geschaffen har.

36 . Das ist unser Gort , und keiner ist ihmzu vergleichen.

37. Der hat die Weisheit gefunden; und hatfie gegeben Jakob, seinem Diener, und Israel,feinem Geliebten.

3 8. Darnach ist fie erschienen auf Erden, undhat bey den Leuten gewöhnet.