Sirach 29. 30.
Kinderzucht.
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S'ckat) sammeln.
nicht betrüglich mit ihm; so findest du allezeitdeine Nothdurft.
Mancher meinet, es sey gefunden, was erborgt , und macht den unwillig, so ihm gehol-fen hat.
L. Er küsset einem die Hand, dieweil man ihmleihet, und redet so demürhig um des NächstenGeld;
6 . -Aber wenn er es soll wiedergeben, so ver-ziehet er es, und klagt sehr, es sey schwereZttr.
7 . Und oh er es wohl vermag: gibt er es kaumdie Hälfte wieder, und rechnet es Jenem füreinen Gewinn zu.
8 . Vermag er es aber nicht, so bringt er Jenenums Geld. Derselbe hat ihm denn selbst einenFeind gekauft mit seinem eigenen Gelde:
S. Und Jener bezahlt ihn mit Fluchen undSchellen; und gibt ihm Schmähworte für Dank.
io. Mancher leihet ungerne, aus keiner bösenMeinung; sondern er muß fürchten, er kommeum das Seine.
i i. Doch ' habe Geduld mit deinem Nächstenin der Noch, und thue Las Almosen dazu, daßdu ihm Zeit lassest. -Matth, 18,29.
i z. Hilf dem Armen my des Gebochs willen,und laß ihn in der Noch nicht leer von dir.
13. Verliere gerne dein Geld um deines Bru-ders und Nächsten willen, und vergrabe es nichtunter einen Stein, da es doch umkommt.
1^. Sammle' dir einen Schatz nach dem Ge-both des Allerhöchsten; der wird dir besser seyn,denn kein Gold. -MM. 6 ,20.
15. Lege dein Almosen an einen besonder»Ort: dasselbe wird * dich erretten aus allem
Unglück. * Ps. 41 , 2. 3 . Tob. 4 -, 11. 12.
iü. Es wird für dich streiten wider deinenFeind,
17. Besser, denn kein Schild oder Spieß.
18. Ein frommer Mann wird Bürge für sei-nen Nächsten;
19. Aber ein Unverschämter laßt seinen Bür-gen stehen.
20. Vergiß nicht der Wohlthat deines Bürgen,
21. Denn er hat sich selbst für dich versetzt.
22. Der Gottlose bringt seinen Bürgen inSchaden ,
23 . Und ein Undankbarer läßt seinen Erlöserstecken.
2^. Bürge werden hat viele reiche Leute * ver-derbet , und hin und wieder geworfen, wie dieWetten im Meer. - Svr. ", 12.
25. Es hat große Leute vertrieben, daß fie infremden Landen mußten in der Irre gehen.
26. Ein Gottloser, so er Bürge ist geworden,und gehet mir Ranken um, daß er sich auswt-ckele, der wird der Strafe nicht entgehen.
27. Hilf deinem Nächsten aus, so viel du kannst;und stehe dich vor, daß du nicht selbst darüberzu Schaden kommst.
28 Es ist genug zu diesem Leben, wer Wasserund Brot, Kleider und Haus hat, damit er 'seine Nothdurft decken kann. * 1 Tim. 6,8.
29. Es ist besser geringe Nahrung unter einembreternen eigenen Dach, denn köstlicher Tischunter den Fremden.
30. Laß dirs gefallen, du habest wenig oderviel, denn es ist ein schändliches Leben vonHaus zu Haus ziehen.
31. Und wo einer fremde ist, darf er seinMaul nicht anfthun;
32. Er muß zu sich lassen, und mit ihm trin-ken lassen, und keinen Dank haben;
33 . Muß dazu bittere Worte hören, nähm-lrch: Gast, gehe hin, und bereite den Tisch, laßmich mit dir essen, was du hast.
3L. Item : Ziehe aus, ich habe einen ehrlichenGast gekriegt, ich muß das Haus haben, meinBruder zieht zu mir ein.
35. Solches ist schwer einem vernünftigenManne, daß er um der Herberge willen solcheWorte fressen muß, und daß man ihm auftücket,wenn man ihm geliehen hat.
Das 30 . Capitel.
Lob rechter Kindcrjucht, und Leibes Gesundheit.
1. ^Her sein Kind lieb hat, der * hält es
stets unter der Ruthe, daß er hernachFreude an ihm erlebe.
* Epr. 13, 24. c. 23, 13. c. 29, 13. 17.
2. Wer sein Kind in der Zucht hält, der wirdsich sein freuen, und darf sich sein bey den Be-kannten nicht schämen.
3. Wenn einer sein Kind ziehet, das verdrießtseinen Feind, und erfreuet seine Freunde.
Denn wo sein Vater stirbt, so ist es, alswäre er nicht gestorben, denn er hat seines glei-chen hinter sich gelassen.
5. Da er lebte, sähe er seine Luft, und hatteFreude an ihm; da er starb, durfte er nichtsorgen,
6. Denn er hat hinter fich gelassen einen Schuchwider seine Feinde, und der den Freunden wiederdienen kann.