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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
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891
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Tobias heirathet die Sara,

Tobias 7. 8,

bethet mit derselben.

891

Das 7. Capitel.

Des jungen Tobias Werbung um Sara, Raguels Tochter.

1. Nnd sie kehreten zum Raguel ein, und Ra-^ guel empfing sie mit Freuden.

2. Und er sah Tvbiam an und sprach zu derHanna, seinem Weibe: Wie gleich siehst derjunge Gesell unserm Veiter!

3 . Und als er das sagte, sprach er: Von wan-nen seyd ihr, lieben Brüder?

Sie sprachen: Aus dem' Stamm Naphthalisind wir, von den Gefangenen in Ninive.

* c. 1/ i.

s. Raguel sprach zu ihnen: Kennet ihr Tobiam,meinen Bruder? Sie sprachen: Ja, wir kennenihn wohl.

6 . Und als er nun viel Gutes von Tobia re-dete , sprach der Engel zu Raguel: Der Tobias,nach dem du fragest, ist dieses Jünglings Vater.

7 . Und Raguel neigte sich gegen ihn, weinete,'siel ihm um den Hals, und küssete ihn, undsprach: O mein lieber Sohn, ff gesegnet seyst du,denn du bist eines rechten frommen Mannes

Sohl». ' 1 Mos. 33, 4. c. 4L, 14. ff- Tob. 9, 9.

8 . Und Hanna, sein Weib, und Sara, ihreTochter, fingen auch an zu weinen.

9. Darnach hieß Raguel einen Schöps schlach-ten, und das Mahl bereiten.

10. Und als sie sie barhen, daß sie sich wolltenzu Tische setzen, sprach Tobias: Ich' will heutenicht essen noch trinken, du gewährest mich denneiner Bitte, und sagest mir zu, Sara, deineTochter zu geben. * i Mos.33.

ir. Da das Raguel hörete, erschrak er, denner dachte, was den ' sieben Männern widerfah-ren war, welchen er zuvor seine Tochter gegebenhatte; und fürchtete sich, es möchte diesem auchalso gehen. *c. 3,«. c. 6 , i§.

12. Und da er nicht antworten wollte, sprachder Engel zu ihm: Scheue dich nicht, ihm dreMagd zu geben; deine Tochter ist ihm bescheretzum Weibe, weil er Gott fürchtet, darum hat* deine Tochter keinem Andern werden mögen.

* 0 . 3 , 20 .

1 Z. Da sprach Raguel: Ich zweifle nicht, daßGott meine heisse Thränen und ' Gebeth erhörethabe, ' 3,24.

1^. Und glaube, daß er euch habe darum lassenzu mir kommen, daß mei>:e Tochter diesen kriegen-wird ans ihrem Geschlecht nach dem * GesetzMole; und nun habe keinen Zweifel, ich willsie dir geben. ' § Ms. 35, 6 .7. s.

15. Und nahm die Hand der Tochter, und

schlug sie Tobia in die Hand, und sprach: DerGott * Abrahams, der Gott Isaaks, und derGott Jakobs sey mit euch, und helfe euch zu-sammen, und gebe seinen Segen reichlich übereuch. * 2 Mos. 3, 6 . iL. 16.

16. Und sie nahmen einen Brief, und schriebendie Ehestiftung.

17. Und lobten Gott, und * hielten Mahlzeit.

' Sir. 9. 23.

18. Und Raguel rief zu sich Hanna, sein Weib,und hieß sie die andere Kammer zurichten.

19. Und führets hinein Sara, seine Tochter,und sie weinete.

20. Und er sprach zu ihr: Sey getrost, meineTochter! * Der Herr des Himmels gebe dir Freudefür das Leid, das du erlitten hast. 'Off. n, 13.

Das 8. Capitel.

Wie der junge Tobias seinen Ehestand gottselig angefangen.

1. Nnd nach dem Abendmahl führeten sie den^ jungen Tobias zu der Jungfrau in die

Kammer.

2. Und Tobias dachte an die Rede' des Engels,

und langte aus seinem Säcklein ein Stückleinvon der Leber, und legte es auf die glühendenKohlen. ' c. 6/ 9.19.

3. Und der Engel Raphael nahm den Geistgefangen, und band ihn in die Wüste ferne inEgypten.

Darnach vermahnete Tobias die Jungfrau,und sprach: Sara, stehe auf und laß uns Gottbitten heute und morgen, denn diese' drey Nächtewollen wir berhen, darnach wollen wir uns zu-sammen halten als Eheleute. ' c. 6,19.

5. Denn wir'sind Kinder der Heiligen, unduns gebühret nicht solchen Stand anzufangen,ff wie die Heiden, die Gott verachten.

' c. 2, 17. ff- 1 Thess. 4, L.

6 . Und sie standen auf und betheten beyde flei-ßig, daß sie Gott behü hen wollte.

7 . Und Tobias belhete, und sprach: Herr,

mein Gott, du Gott unserer Väter, dich sollen* loben Himmel, Erde, Meer, alle Wasser undBrunnen, und alle Crearm en, und was darinnentst. ' Ps. "8, 1.

8. Du Haft gemacht' Adam aus einem Erden-

kloß, und hast ihm gegeben Heva zu einer Ge-hülsinn. ' 1 Mos. 2, 7. 18.

9. Und nun, Herr,' du weißt, daß ich nichtböser Lust halben diese meine Schwester zumWeibe genommen; sondern daß ich möge Kinder

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