Strafen Gottes
I 0 el 1.
den Juden gedrohet.
821
sitzen, von Korn sollen sie sich nähren, und blü-hen wie ein Weinstock; sein Gedächtniß soll seynwie der Wein am Libanon.
9. Ephraim, was sollen mir weiter die Götzen?Ich will ihn erhören und führen: Ich willseyn wie eine grünende Tanne; an mir soll mandeine Frucht finden.
io. Wer ist weise, der dieß verstehe, undklug, der dieß merke? Denn "die Wege desHerrn sind richtig; und die Gerechtenwandeln darinnen, aber-i-die Ueber-treter fallen darinnen.
"Ps. 23/10. -s Es. 8/18.
Der Prophet Joel.
Das 1. Capitel.
Verkündigung der Strusen Gottes, die Juden betreffend.
1. Cc>ieß ist das Wort des Herrn, das ge-.^2 schehen ist zu Joel, dem Sohne Pe-
thuels:
2. Höret dieß, ihrAeltesten, und merket auf,alle Einwohner im Lande, ob ein solches ge-schehen sey bey euern Zeiten, oder bey eurerVäter Zeiten?
3. Saget " euern Kindern davon, und laßtes eure Kinder ihren Kindern sagen, und die-selbigen Kinder ihren andern Nachkommen.
* Ps. 78, 3
Nähmlich, was ^ die Raupen lassen, dasfressen die Heuschrecken ; und was die Heuschre-cken lassen, das fressen die Käfer; und was dieKäfer lassen, das frißt das Geschmeiß.
* c. 2/ 23 . Amos > 4 / s.
s. Wachet auf, ihr Trunkenen, und weinet,und heulet, alle Weinsäufer, um den Most,denn er ist euch vor euerm Maul weggenommen.
6. Denn es ziehet herauf in mein Land ein
mächtiges " Volk, und deß ohne Zahl; das hatZähne wie Löwen, und Backenzähne wie Lö-winnen. " c. 2, 2.
7 . Dasselbige verwüstet meinen Weinberg,und streift meinen Feigenbaum, schälet ihn undverwirft ihn, daß seine Zweige weiß da stehen.
8. Heule, wie eine Jungfrau, die einen Sackanlegt um ihren Bräutigam.
9. Denn das Speisopfer und Trankopfer istvom Hause des Herrn weg; und die Priester,des Herrn Diener, trauern.
10. Das " Feld ist verwüstet, und der Acker
stehet jämmerlich, das Getreide ist verdorben,der Wein stehet jämmerlich, und das Oehl kläg-lich. * AmoS 1 , 2 .
i i. Die Ackerleute sehen jämmerlich, und dieWeingärtner heulen um den Weizen und umdie Gerste, daß aus der Ernte auf dem Feldenichts werden kann.
12. So stehet der Weinstock auch jämmerlich,und der Feigenbaum kläglich; dazu die Granat-bäume , Palmbäume, Apfelbäume und alleBäume auf dem Felde sind verdorret; denn die* Freude der Menschen ist zum Jammer geworden.
* vers 16.
13 . Begürtet euch und klaget, ihr Priester,heulet, ihr Diener des Altars, gehet hineinund lieget in Säcken, ihr Diener meines Gottes;denn es ist beydes " Speisopfer und TrankopferVom Hause euers Gottes weg. * v. 9.
1^. Heiliget " ein Fasten, rufet die Gemeinezusammen, versammelt die Aeltesten und alle Ein-wohner des Landes zum Hause des Herrn, euersGottes, und schreyet zum Herrn. " c. 2,13.
15. O wehe des Tages ! Denn " der Tag des
Herrn ist nahe, und kommt wie ein Verderbenvom Allmächtigen. * e. 2,1.
16. Da wird die Speise vor unfern Augenweggenommen werden, und vom Hause unsersGottes Freude und Wonne.
17. Der Same ist unter der Erde verfaulet,die Kornhäuser stehen wüste, die Scheuren zer-fallen; denn das Getreide ist verdorben.
18. O ' wie seufzet das Vieh! Die Rinder sehenkläglich, denn sie haben keine Weide, und dieSchafe verschmachten. " Es. 24 / 7.
19. Herr, dich rufe ich^ an; denn das Feuerhat die Auen in der Wüste verbrannt und dieFlamme hat alle Bäume auf dem Acker ange-zündet.
20. Es schreyen auch "die wilden Thiere zu dir;denn die Wasserbäche find ausgetrocknet, unddas Feuer hat die Auen in der Wüste verbrannt.
* Ps. 104, 11.
Das 2. Capitel.
Von wahrer Buße, Christ»/ und Ausgießung des heiligen Geistes.
i.I^laset mit der Posaune zu Zion, rufet auf^ meinem heiligen Berge; erzittert, alleEinwohner im Lande: Denn ' der Tag des Herrnkommt, und ist nahe. " c. i, 13.