Wohlthaten Gottes.
Hefe kiel 16 .
Israels Hurerey.
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Das 16 . Capitel.
Straft der Undankbarkeit- Aufrichtung des neuen Bundes.
1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir/ und
sprach:
2. Du Menschenkind/ offenbare der Stadt Je-rusalem ihre Gräuel / und sprich:
3. So spricht der Herr Herr zu Jerusalem:Dein Geschlecht und deine Geburt ist aus derCananiter Lande, dein Vater aus den Amori-tern / und deine Mutter aus den Hethitern.
Deine Geburt ist also gewesen: Dein Nabelda du geboren wurdest / ist nicht verschnitten;so hat man dich auch mit Wasser nicht gebadet/daß du sauber würdest ; noch mit Salz gerieben/noch in Windeln gewickelt.
5. Denn Niemand jammerte deiner / daß er sichüber dich hätte erbarmet und der Stucke einsdir erzeiget: sondern du wurdest auf das Feldgeworfen. Also verachtet war deine Seele / dadu geboren wärest.
6. Ich aber ging vor dir über/ und sah dichin deinem Blut liegen; und sprach zu dir / dadu so in deinem Blut lägest: Du sollst leben.Ja, zu dir sprach ich, da du so in deinem Blutlägest: Du sollst leben.
7. Und habe dich erzogen und lassen groß wer-den , wie ein Gewächs auf dem Felde; undwärest nun gewachsen, und groß und schön ge-worden. Deine Brüste waren gewachsen/ undhattest schon lange Haare gekriegt: aber du wärestnoch bloß und beschämet.
8. Und ich ging vor dir über, und sähe dichan; und siehe, es war die Zeit um dich zu wer-ben. Da breitete ich meinen Geren * über dich,und bedeckte deine Scbam. Und ich gelobte dirs;und begab mich mit dir in einen Bund, sprichtder Herr Herr, daß du solltest mein seyn.
* Ruth 3/ S.
9. Und ich badete dich mit Wasser, und wuschdich von deinem Blut, und salbete dich mitBalsam;
10. Und kleidete dich mit * gestickten Kleidern,und zog dir semische Schuhe an; ich gab dirfeine leinene Kleider, und seidene Schleyer;
* Ps. 4L, 15.
i i. Und zierte dich mit Kleinodien, und legteGeschmeide an deine Arme, und Kettlein andeinen Hals;
12. Und gab dir Haarband an deine Stirn,und Ohrenringe an deine Ohren, und eine schöneKrone auf dein Haupt.
13. Summa, du wärest gezieret mit eitelGold und Silber, und gekleidet mit eitel Lein-wand , Seiden und Gesticktem. Du aßest aucheitel Semmel, Honig und Oehl; und wärestüberaus schön, und bekämest das Königreich.
i^. Und dein Ruhm erschallete unter die Hei-den deiner Schöne halben, welche ganz voll-kommen war durch den Schmuck, so ich andich gehänget hatte, spricht der Herr Herr.
15. Aber du verließest dich auf deine Schöne;und weil du so gerühmet wärest, triebest duHurerey, also, daß du dich einem jeglichen, wervorüber ging, gemein machtest, und ihatest seinenWillen.
16. Und nähmest von den Kleidern, und mach-test dir bunte Altäre daraus, und triebest deineHurerey darauf; als nie geschehen ist, noch ge-schehen wird.
17. Du nähmest auch dein schön Geräthe, dasich dir von meinem Gold und Silber gegebenhatte, und machtest dir Mannsbilder daraus,und triebest deine Hurerey mit denselbigen.
18. Und nähmest deine gestickte Kleider, undbedecktest sie damit; und mein Oehl und Räuch-werk legtest du ihnen vor.
19. Meine Speise, die ich dir zu essen gab,Semmel, Oehl, Honig, legtest du ihnen vorzum süßen Geruch. Ja es kam dahin, sprichtder Herr Herr,
20. Daß du nähmest'deine Söhne und Töch-ter, die du mir gezeuget hattest; und opfertestsie denselben zu fressen. Meinest du denn, daßcs ein Geringes sey um deine Hurerey?
* 2 Ksn. 16 , 3. c. 23, 10 . Jcr. 7, 31.
21. Daß du mir meine Kinder schlachtest, undlassest sie denselben verbrennen?
22. Noch Haft du in allen deinen Gräueln und
Hurerey nie gedacht an die Zeit deiner Jugend,* wie bloß und nackend du wärest, und in deinemBlut lägest. ' v. 6 .7.
23. Ueber alle diese deine Bosheit (ach wehe,wehe dir!) spricht der Herr Herr,
2^. Bauetest du dir Bergkirchen, und machtestdir Bergaltäre auf allen Gassen;
25. Und vorne an auf allen Straßen baueiestdu deine Bergaltäre, und machtest deine Schönezu eitel Gräuel; du gretest mit deinen Beinengegen alle, so vorüber gingen, und triebest großeHurerey.
26. Erstlich triebest du Hurerey mit den Kin-dern Egyptens, deinen Nachbarn, die groß Fleischhatten, und triebest große Hurerey, mich zu reizen.