Drohung wider die falschen Propheten. Hesekiel 13.14. Die Abgöttischen sollen gestraft werden. 755
11. Sprich zu den Tünchern, die mit losemKalk tünchen, daß es abfallen wird; denn eswird ein Platzregen kommen, und werden großeHagel fallen, die es fällen, und ein Windwir-bel wird es zerreißen.
12. Siehe, so wird die Wand einfallen. Wasgilt es, dann wird man zu euch sagen: Wo istnun das Getünchte, das ihr getünchet habt?
13. So spricht der Herr Herr: Ich will einenWindwirbel reißen lassen in meinem Grimm, undeinen Platzregen in meinem Zorn, und großeHagelsteine im Grimm; die sollen es alles um-stoßen.
iL. Also will ich die Wand umwerfen, dieihr mit losem Kalk getünchet habt, und will siezu Boden stoßen, daß man ihren Grund sehensoll, daß sie da liege; und ihr sollt darinnenauch umkommen, und* erfahren, daß Ich derHerr sey. *c. 11,10,12.
1Z. Also will ich meinen Grimm vollenden ander Wand und an denen, die sie mit losem Kalktünchen , und will zu euch sagen: Hier ist wederWand noch Tüncher.
16. Das sind die Propheten Israels, die Jeru-salem weissagen und predigen * von Frieden; sodoch kein Friede ist, spricht der Herr Herr.
* Jer. 6, 14. c. 8, 11.
17. Und Du Menschenkind, richte dein An-gesicht wider die Töchter in deinem Volk, welcheweissagen in ihrem Herzen, und weissage wider sie,
18. Und sprich: So spricht der Herr Herr:Wehe euch, die ihr Küssen machet den Leutenunter die Arme, und Pfuhle zu den Häuptern,beydes Jungen und Alten, die Seelen zu fangen.Wenn ihr nun die Seelen gefangen habt untermeinem Volk, verheißet ihr denselbigen das Leben.
19. Und entheiliget mich in meinem Volk umeiner Hand voll Gerste und Bissen Brot willen,damit, daß ihr die Seelen zum Tode verurthei-let, die doch nicht sollten sterben, und urtheiletdie zum Leben, die doch nicht leben sollten, durcheuer Lügen * unter meinem Volk, welches gerneLügen höret. ' Es«,. 3, 23. Spr. 17,15.
20. Darum spricht der Herr Herr: Siehe,ich will an eure Küssen, damit ihr die Seelenfanget und vertröstet, und will sie von eurenArmen wegreissen; und die Seelen, so ihr fan-get und vertröstet, los machen.
21. Und will eure Pfühle zerreißen und meinVolk aus eurer Hand erretten, daß ihr sie nichtmehr fangen sollt: und sollt erfahren, daß Ichder Herr sey.
22. Darum, daß ihr das Herz der Gerechtenfälschlich betrübet, die ich nicht betrübet habe;* und habt gestärket die Hände der Gottlosen,daß sie sich von ihrem bösen Wesen nicht bekeh-ren , damit sie lebendig möchten bleiben:
* Jer. 23 , 14 .
23. Darum sollt ihr nicht mehr unnütze Lehrepredigen noch weissagen ; sondern ich will meinVolk aus euern Händen erretten, und "ihr sollterfahren, daß Ich der Herr bin.
* c. 7, 4. 27. c. 12, 13.
Das 14. Capitel.
Verwerfung der Verächter göttlichen Worts.
i.ltnd es * kamen etliche von den Aelteften^ Israels zu mir, und setzten sich vor mir.
* c. 20, 1.
2. Da geschah des Herrn Wort zu mir, undsprach:
3. Menschenkind, diese Leute hangen mit ihremHerzen an ihren Götzen, und halten ob demAergerniß ihrer Missethat; sollte ich denn ihnenantworten, wenn sie mich fragen?
Darum rede mir ihnen, und sage zu ihnen:So spricht der Herr Herr: Welcher Menschvom Hause Israel mit dem Herzen an seinenGötzen hanget, und hält ob dem Aergerniß sei-ner Missethat, und kommt zum Propheten, sowill Ich, der Herr, demselbigen antworten,wie er verdienet hat mit seiner großen Abgöt-
5 . Auf daß das Haus Israel betrogen werdein ihrem Herzen, darum, daß sie alle von mirgewichen sind durch Abgötterei).
6 . Darum sollst du zum Hause Israel sagen:So spricht der Herr Herr: * Kehret und wendeteuch von eurer Abgötterei), und wendet euerAngesicht von allen euern Gräueln. ' Esaj. 31, 6 .
7. Denn welcher Mensch vom Hause Israel,oder Fremdling, so in Israel wohnet, von mirweichet, und mit seinem Herzen an seinen Götzenhanget, und ob dem Aergerniß seiner Abgötte-rey hält, und zum Propheten kommt, daß erdurch ihn mich frage: dem will Ich, der Herr,selbst antworten;
8. Und will * mein Angesicht wider denselbigensetzen, daß sie sotten wüste und 7 zum Zeichenund Sprücdwort werden, und will sie aus mei-nem Volk ausrotten, daß ihr erfahren sollt,Ich sey der Herr. * c. 13,7. -f c. 3, 13.
9. Wo aber ein betrogner Prophet etwas re,det, den will Ich, der Herr, wiederum lassen
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