Jeremia widerräth,
Jeremia 42. 43.
in Egypten zu ziehen. 725
bitte für uns den Herrn, deinen Gott, um allediese Uebrigen (denn unser ist leider wenig geblie-ben von vielen, wie du uns selbst stehest mitdeinen Augen;)
3. Daß uns der Herr, dein Gott, wollte an-zeigen, wohin wir ziehen und was wir thnnsollen.
Und -er Prophet Jeremia sprach zu ihnen:Wohlan, ich will gehorchen; und stehe, ich willden Herrn, euern Gott, bitten, wie ihr gesagthabt; und alles, was euch der Herr antwortenwird, das will ich euch anzeigen, und will euchnichts verhalten.
ö. Und stk. sprachen zu Jeremia: Der Herrsey ein gewisser und wahrhaftiger Zeuge zwischenuns, wo wir nicht thun werden * alles, was dirder Herr, dein Gott, au uns befehlen wird.
* s Mvs. 19/ 8.
6. Es sey Gutes oder Böses, so wollen wirgehorchen der Stimme des Herrn, unsers Gottes,zu dem wir dich senden; auf daß es uns wohlgehe, so wir der Stimme des Herrn, unsersGottes, gehorchen.
7. Und nach zehn Tagen geschah des HerrnWort zu Jeremia.
8. Da rief er Johanan, den Sohn Kareah,und alle Hauptleute des Heers, die bey ihmwaren, und alles Volk, beydes Klein und Groß;
9. Und sprach zu ihnen: So spricht der Herr,der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt,daß ich euer Gebeth vor ihn sollte bringen:
10. Werdet ihr in diesem Lande bleiben, sowill ich euch bauen und nicht zerbrechen; ich willeuch pflanzen, und nicht ausreuten, denn es hatmich schon gereuet das Uebel, das ich euch gethanhabe.
11. Ihr sollt euch nicht fürchten vor dem Königzu Babel, * vor dem ihr euch fürchtet, sprichtder Herr, ihr sollt euch vor -t ihm nicht fürchten;denn Ich will bey euch seyn, daß ich euch helfeund von seiner Hand errette.
* c. 41/ 18. 1- Esaj. 41/ 10.
12. Ich will euch Barmherzigkeit erzeigen, undmich über euch erbarmen, und euch wieder ineuer Land bringen.
13. Werdet ihr aber sagen: Wir wollen nichtin diesem^Lande bleiben, damit ihr ja nicht ge-horchet der Stimme des Herrn, euers Gottes;
i^i. Sondern sagen: Nein, wir wollen in Egyp-tenland ziehen, daß wir keinen Krieg sehen,noch der Posaunen Schall hören, und nicht Hun-ger Brots halben leiden müßen; daselbst wollenwir bleiben:
15. Nun, so höret des Herrn Wort, ihr Ue-brigen aus Juda. So spricht der Herr Zebaoth,der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesichtrichten in Egyptenland zu ziehen, daß ihr daselbstbleiben wollet;
16. So soll euch das Schwert, vor dem ihreuch fürchtet, in Egyptenland treffen; und derHunger, deß ihr euch besorget, soll stets hintereuch her seyn in Egypten, und sollt daselbststerben.
17. Denn ste seyn wer sie wollen, die ihr An-gesichtrichten, daß sie in Egypten ziehen, daselbstzu bleiben, die sollen sterben durchs Schwert,Hunger und Pestilenz; und (oll keiner überblei-ben, noch entrinnen dem Uebel, das Ich überste will kommen lassen.
18. Denn so spricht der Herr Zebaoth, derGott Israels: Gleichwie mein Zorn und Grimmüber die Einwohner zu Jerusalem gegangen ist,so soll er auch über euch gehen, wo ihr in Egyp-ten ziehet; daß ihr zum Fluch, zum Wunder,Schwur und Schande werdet, und diese Stättenicht mehr sehen sollet.
19. Das Wort des Herrn gilt euch, ihr Ue-brigen ans Juda, daß ihr nicht in Egyptenziehet. Darum so wisset, daß ich euch heutebezeuge.
20. Ihr werdet sonst euer Leben verwahrlosen.Denn Ihr habt mich gesandt znm Herrn, euermGott, und gesagt: Bitte den Herrn, unfernGott, für uns; und * alles, was der Herr,unser Gott, sagen wird, das zeige uns an,so wollen wir darnach thun. * v. s.
21. Das habe ich euch heute zu wissen gethan;aber ihr wollt der Stimme des Herrn, euersGottes, nicht gehorchen, noch allem dem, daser mir an euch befohlen hat.
22. So sollt ihr nun wissen, daß ihr durchsSchwert, Hunger und Pestilenz sterben mäßetan dein Ort, dahin ihr gedenkt zu ziehen, daßihr daselbst wohnen wollet.
Das 43. Capitel.
Die Jude» ziehen in Eghpien.
1. ^>a Jeremia alle Worte des Herrn, ihres^ Gottes, hatte ausgeredet zu allem Volk,
wie ihm denn der Herr, ihr Gott, alle dieseWorte an sie befohlen hatte;
2. Sprach Asarja, der Sohn Hosaja, undJohanan, der Sohn Kareah, und alle frecheMänner zu Jeremia: Du lügest; der Herr,unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt, noch