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[1] (1821) [Altes Testament]
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723
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Ieremia wird losgemacht, Ieremi

iS. Es war auch des Herrn Wort geschehenzu Ieremia, weil er noch im Vorhofe des Ge-fängnisses gefangen lag, und gesprochen:

§ 6 . Gehe hin, und sage EbedMelech, demMohren: So spricht der Herr Zebaoth, derGott Israels: Siehe, ich will meine Wortekommen lassen über diese Stadt zum Unglückund zu keinem Guten, und du sollst es sehen zuderselbigen Zeit.

17. Aber dich will ich erretten zu derselbigenZeit, spricht der Herr, und sollst den Leuten nichtzu Theil werden , vor welchen du dich fürchtest.

18. Denn ich will dir davon helfen, daß dunicht * durchs Schwert fallest, sondern sollst deinLeben wie eine Beute davon bringen, darum,daß du mir vertrauet Haft, spricht der Herr.

* Hiob 5 / 20.

Das 40 . Capitel.

Ieremia bleibt bcy Gedalja im Lande.

1. k 7 >ieß ist das Wort, so vom Herrn geschah^ zu Ieremia, da ihn NebusarAdan, der

Hauptmann, los ließ zu Rama; denn er warauch mit Ketten gebunden unter allen denen, diezu Jerusalem und in Juda gefangen waren, daßman sie gen Babel wegführen sollte.

2. Da nun der Hauptmann Ieremia zu sichhatte lassen hohlen, sprach er zu ihm: DerHerr, dein Gott, hat dieß Unglück über dieseStätte geredet,

3 . Und hat es auch kommen lassen, und ge-

than, wie er geredet hat; denn ihr habt * ge-sündiget wider den Herrn, und seiner Stimmenicht gehorchet; darum ist euch solches wider-fahren. * c. 20, 7 .

Und nun siehe, ich habe dich heute losge-macht von den Ketten, damit deine Hände ge-bunden waren. Gefällt dirs mit mir gen Babelzu ziehen; so komm, du sollst mir befohlen seyn:gefällt dies aber nicht, mit mir gen Babel zuziehen; so laß es anstehen. Stehe, * da Haft dudas ganze Land vor dir; wo dichs gut dünktund dir gefällt, da ziehe hin. *i Mos. 34,10.

s. Denn weiter hinaus wird kein Wiederkehrenseyn. Darum magst du kehren zu * Gedalja,dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans,welchen der König zu Babel gesetzt hat über dieStädte in Juda, und bey demselbigen unter demVolk bleiben; oder gehe, wohin dirs gefällt.Und der Hauptmann gab ihm Zehrung und Ge-schenke , und ließ ihn gehen. * e. 39,14.

6 . Also kam Ieremia zu Gedalja, dem Sohne

a 39 . 40 . bleibt bey Gedalja. 7'23

Ahikams, gen Mizpa; und blieb bey ihm unterdem Volk, das im Lande noch übrig war.

7. Da nun die Hauptleute, so auf dem Feldesich enthielten, sammt ihren Leuten erfuhren,daß der König zu Babel hatte Gedalja, denSohn Ahikams, über das Land gesetzt, undbeydes über Männer und Weiber, Kinder, unddie Geringen im Lande, welche nicht gen Babelgeführet waren;

8. Kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nähmlich* Jsmael, der Sohn Nethanja, Johanan undJonathan, die Söhne Kareah, und Seraja,der Sohn Thanhumeths, und die Söhne Ephaivon Netophath, und Jesanja, der Sohn Maa-chati, sammt ihren Männern. * c. 41,1.

9. Und* Gedalja, der Sohn Ahikams, desSohnes Saphans, that ihnen und ihren Män-nern einen Eid, und sprach: Fürchtet euch nicht,daß ihr den Chaldäern unterthan seyn sollet;bleibet im Lande und seyd dem Könige zu Babelunterthan, so wird es euch wohl gehen.

* 2 Kött. 22, 24 .

10. Siehe, ich wohne hierzu Mizpa, daß ickden Chaldäern diene, die zu uns kommen; dar-um so sammelt ein den Wein und Feigen undOehl, und leget es in eure Gefäße, und wohnetin euern Städten, die ihr bekommen habt.

11. Auch alle Juden, so im Lande Moab undder Kinder Ammon und in Edom und in allenLändern waren, da sie höreten, daß der Königzu Babel hätte lassen Etliche in Juda überbleiben,und über sie gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams,des Sohnes Saphans;

12. Kamen sie alle wieder von allen Orten,dahin sie verstoßen waren, in das Land Judazu Gedalja gen Mizpa; und sammelten ein sehrviel Wein und Sommerfrüchte.

13. Aber Johanan, der Sohn Kareah, sammtallen den Hauptleuten, so auf dem Felde sichenthalten hatten, kamen zu Gedalja gen Mizpa,

1/,. Und sprachen zu ihm: Weißt du auch,daß Baalis, der König der Kinder Ammon,gesandt hat Jsmael, den Sohn Nethanja, daßer dich soll erschlagen? Das wollte ihnen aberGedalja « der Sohn Ahikams, nicht glauben.

is. Da sprach Johanan, der Sohn Kareah,zu Gedalja heimlich zu Mizpa: * Lieber, ichwill hingehen und Jsmael, den Sohn Nethanja,schlagen, daß es Niemand erfahren soll. Warumsoll er dich erschlagen, daß alle Juden, so zudir versammelt find, zerstreuet werden, und die

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