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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
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721
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Jeremia in der Grube, Je rem in 37. 38. EbedMelech rettet ihn. 721

>20. Und nun, mein Herr König, höre michund laß meine Bitte vor dir gelten, und laßmich nicht wieder in Jonathans, des Schrei-bers , Haus bringen, daß ich nicht sterbe daselbst.

21. Da befahl der König Zedekia, daß man *Jeremiam im Vorhofe des Gefängnisses behaltensollte; und ließ ihm des Tages ein LaibleinBrot geben aus der Beckergasse, bis daß allesBrot in der Stadt auf war. Also blieb Je-remia im Vorhofe des Gefängnisses. ' c. 32,2.

Das 38. Capitel.

Jemilia wird in eine Grube geworfen / daraus errettet, und zum gehei-men Gespräch »om Könige gefordert.

1. As höreten aber Saphatja, der Sohn^ Mathans, undGedalja, der Sohn' Pas-

hurs, und Juchal, der Sohn Selemja, undPashur, der Sohn Malchja, die Rede, so Je-remia zu allem Volk redete, und sprach:

* c. 20 / i.-

2. So spricht der Herr: ' Wer in dieser

Stadt bleibet, der wird durch Schwert, Hungerund Pestilenz sterben mäßen; wer aber hinausgehet zu den Chaldäern, der soll leben bleiben,und wird i- sein Leben wie eine Beute davon brin-gen. ' c. 21, 9. t c. 39, is. c. 45 / 5 .

3 . Denn also spricht der Herr: Diese Stadtsoll übergeben werden dem Heer des Königs zuBabel, und sollen sie gewinnen.

4 . Da sprachen die Fürsten zum Könige: Laßdoch diesen Mann tödten; denn mit der Weise* wendet er die Kriegsleute ab, so noch übrigfind in dieser Stadt, deßgleichen das ganze Volkauch, weil er solche Worte zu ihnen saget. Denn-i- der Mann sucht nicht, was zum Frieden diesemVolk, sondern was zum Unglück dienet.

* Luc. 23/ 2 . 14. -j- AmoS 7/ 10 .

s. Der König Zedekia sprach: Siehe, er istin euern Händen; denn der König kann nichtswider euch.

6 . Da nahmen fle Jeremiam und warfen ihnin die' Grube Malchja, des Sohnes Hamelechs,die am Vorhofe des Gefängnisses war, und lie-ßen ihn an Seilen hinab in die Grube, da nichtWasser, sondern Schlamm war. Und Jere-mia sank in den Schlamm.

* c. 37/ 16 . 1 Mos. 37/ 24. Zach. 9/ H.

7 . Als aber ' EbedMelech, der Mohr, einKämmerer in des Königs Hause, hörete, daßman Jeremiam hatte in die Grube geworfen;und der König eben saß im Thor Benjamin:

* c. 39, 16.

8. Da ging EbedMelech aus des Königs Hause,und redete mit dem Könige, und sprach:

9 . Mein Herr König, die Männer handelnübel mit dem Propheten Jeremia, daß fie ihnhaben in die Grube geworfen, da er muß Hun-gers sterben; denn es ist' kein Brot mehr in der

Stadt. * e- 37/ 21.

10. Da befahl der König EbedMelech, demMohren, und sprach: Nimm dreyßig Männermit dir von diesen, und ziehe den ProphetenJeremia aus der Grube, ehe denn er sterbe.

i i. Und EbedMelech nahm die Männer mitsich, und ging in des Königs Haus unter dieSchatzkammer, und nahm daselbst zerrissene undvertragene alte Lumpen, und ließ sie an einemSeil hinab zu Jeremia in die Grube.

12. Und EbedMelech, der Mohr, sprach zuJeremia: Lege die zerrissene und vertragene alteLumpen unter deine Achseln um das Seil. UndJeremia that also.

13 . Und fie zogen Jeremia herauf aus derGrube an den Stricken. Und bl-ieb also Jere-mia im Vorhofe des Gefängnisses.

14 . Und der König Zedekia sandte hin, undließ den Propheten Jeremia zu sich hohlen,unter den dritten Eingang am Hause des Herrn.Und der König sprach zu Jeremia: Ich will dichetwas fragen; Lieber, verhalte mir nichts.

15 . Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich diretwas, so tödtest du mich doch; gebe ich dir abereinen Rath, so gehorchest du mir nicht.

16 . Da schwur der König Zedekia dem Jere-mia heimlich, und sprach: So wahr der Herrlebt, der uns diese Seele gemacht hat, so willich dich nicht tödten, noch ' den Männern in dieHände geben, die dir nach deinem Leben stehen.

* vcrL 4. 5.

17 . Und Jeremia sprach zu Zedekia: So sprichtder Herr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels:Wirst du hinaus gehen zu den Fürsten des Königszu Babel, so sollst du leben bleiben, und dieseStadt soll nicht verbrannt werden, sondern duund dein Haus sollen beym Leben bleiben;

18. Wirst * du aber nicht hinaus gehen zu denFürsten des Königs zu Babel, so t wird dieseStadt den Chaldäern in die Hände gegeben, undwerden sie mit Feuer verbrennen, und Du wirstauch nicht ihren Händen entrinnen.

* 2 Chr. 36/ 12 . -f Zer. 34/ 2 .

19. Der König Zedekia sprach zu Jeremia:Ich besorge mich aber, daß ich den Juden, so

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