596 Weisheit locket de« Menschen. Spruch
28. Da er die Wolken droben festete, da erbefestigte die Brunnen der Tiefen;
2 s. Da er * dem Meer das Ziel setzte, undden Wassern, daß sie nicht übergehen seinenBefehl; da er den Grund der Erde legte;
» Hiob 38/ 10 . 11. Ps. 104/ 9.
3 0. Da war ich der Werkmeister bey ihm,und hatte meine Lust täglich, und spielte vorihm allezeit;
31 . Und spielte auf seinem Erdboden, und*meine Lust istbey den Menschenkindern.
* L Mos. 33/ 3.
32 . So gehorchet mir nun, meine Kinder.Wohl denen, die meine Wege behalten!
33 . Höret die Zucht, und werdet weise, undlaßt sie nicht fahren.
34 . Wohl dem Menschen, der mir gehorchet,daß er wache an meiner Thür täglich, daß erwarte an den Pfosten meiner Thür.
36 . Wer mich findet, der findet * das Leben,und wird Wohlgefallen von dem Herrn bekommen.
* k. 3/ 16.
36 . Wer aber an mir sündiget, der verletzetseine Seele. Alle, die mich hassen, lieben denTod.
D a s 9. C a p i t e l.
Von Lcr Weisheit freundlichen Einladung.
1. Aie Weisheit bauete ihr Haus, und hieb
sieben Säulen,
2. Schlachtete ihr Vieh, und trug ihren Weinauf, und bereitete ihren Tisch,
3 . Und sandte ihre Dirnen aus, zu laden obenauf die Palläste der Stadt:
4. Wer albern ist, der mache sich hierher; undzum Narren sprach fie:
6 . Kommt, zehret von meinem Brot, undtrinket des Weins, den ich schenke;
6 . Verlasset das alberne Wesen, so werdet ihrleben; und gehet auf dem Wege des Verstandes.
7 . Wer den Spötter züchtiget, der muß Schan-de auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft,der muß gehöhnet werden.
8 . Strafe den * Spötter nicht, er hasset dich;strafe den Weisen, der wird dich lieben.
* Matth. 7, 6.
9 . Gib dem Weisen , so wird er noch weiserwerden ; lehre den Gerechten, so wird er in derLehre zunehmen.
10. Der * Weisheit Anfang ist desHerrn Furcht; und der Verstand leh-ret, was heilig ist. »Ps.ui/i».
e 8. 9. 10. Von der Gerechtigkeit.
i i. Denn * durch mich wird deiner Tage vielwerden, und werden dir der Jahre des Lebensmehr werden. *«. 3,2. i§.
12. Bist du weife, so bi- du dir weise; bistdu ein Spötter, so wirst du es allein tragen.
1 3 . Es ist aber ein thöricht * wild Weib , voll
Schwätzens , und weiß nichts ; ' c. 7 , «.
14 . Die fitzet in der Thür ihres Hauses aufdem Stuhl, oben in der Stadt,
15. Zu laden alle, die vorüber gehen, undrichtig auf ihrem Wege wandeln.
16. Wer ist albern, der mache fich hierher:und zum Narren spricht sie:
17. Die * verstohlene Wasser find süße, unddas verborgene Brot ist niedlich. * e. 20/17.
18. Er weiß aber nicht, daß daselbst Todtefind, und ihre Gäste in der tiefen Hölle.
Das 10. Capitel.
Von der Gerechtigkeit.
1. Dieß sind die Sprüche Salomons.
Ein * weiser Sohn ist seines Vaters Freude;^ aber ein thörichter Sohn ist seiner Mut-ter Grämen. * c. i§/ 20. -r-«. 17, 23.
2. Unrecht * Gut hilft nicht; aber Gerechtig-keit errettet vom Tode. ' c. 11,4. Erech. 7 /19.
3. Der Herr läßt die Seele des Gerechten nichtHunger leiden; er stürzt aber der GottlosenSchinderey.
4 . Lässige ' Hand macht arm; aber der Flei-ßigen Hand macht reich. * e. 12,21.27.
s. Wer * im Sommer sammelt, der ist klug ;wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden.
* t. 6/ 8.
6 . Den Segen hat das Haupt des Gerechten;aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevelüberfallen.
7. Das Gedächtniß der Gerechten bleibt im
Segen; aber*der Gottlosen Nähme wird ver-wesen. *Ps. 9/6. Ps. 34/ 17 .
8 . Wer * weise von Herzen ist, nimmt die
Gebothe an; der aber ein Narrenmaul hat, wirdgeschlagen. * Ps.
9. Wer * unschuldig lebt, der lebt sicher; wer
aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offen-bar werden. * Ps. 24 / 3. 4 .
10. Wer 'mit Augen winket, wird Mühe an-
richten; und der ein Narrenmaul hat, wird ge-schlagen. * c. 6 , iz.
11. Des * Gerechten Mund ist ein lebendigerBrunnen; aber den Mund der Gottlosen wirdihr Frevel überfallen. * Ps. 37,30.