Ende der Gottlosen. Psalm 49. 60. Wahrer Gottesdienst. 643
3. Beyde gemeiner Mann und Herren, beydeReich und Arm mit einander.
4. Mein Mund soll von Weisheit reden, undmein Herz von Verstand sagen.
5. Wir wollen * einen guten Spruch hören,und ein feines Gedicht auf der Harfe spielen.
* Ps, 78/ 2. Matth. 13, 35.
6. Warum sollte ich wich fürchten in bösenTagen, wenn mich die Misselhat meiner Un-tertreter umgibt?
7. Die sich verlassen auf ihr Gut, und trotzenauf ihren großen Reichthum.
8. Kann doch ein Bruder Niemand erlösen,noch Gott Jemand versöhnen:
9. Denn ' es kostet zu viel, ihre Seele zu er-lösen , daß er es muß lassen anstehen ewiglich ;
' Mattb. 16 26.
10. Ob er auch gleich lange lebet, und dieGrube nicht stehet.
11. Denn man wird sehen, daß "solche Weisendoch sterben, so wohl als die Thoren und Nar-ren umkommen, und t müssen ihr Gut andern
lassen. * Pred. 2/ 16. -f- Pred. 6/ 2.
12. Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währenimmerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für,und haben große Ehre auf Erden.
13. Dennoch können sie nicht bleiben in solcherWürde, sondern * müssen davon wie ein Vieh.
* Pred. 3/ 19. 2 Pct. 2/ 12.
i^. Dieß ihr Thun ist eitel Thorheit; noch *loben es ihre Nachkommen mit ihrem Munde,Sela. " Svr. 28/
is. Sie liegen in der Hölle " wie Schafe,der Tod naget sie; aber die Frommen werdengar bald über sie herrschen, und ihr Trotz mußvergehen, in der Hölle müssen sie bleiben.
' Ps. 44/ 23.
16. Aber Gott wird meine Seele" erlösen aus
der Höllen Gewalt; denn er hat mich angenom-men , Sela. * Hos. i3,14.
17. Laß dichs nicht irren, ob einer reich wird,ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.
18. Denn er * wird nichts in seinem Sterben
mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihmnicht nachfahren; " Hiob 27,19.
19. Sondern er tröstet sich dieses" guten Lebens,
und preiset es, wenn einer nach guten Tagentrachtet. * Luc. 12/19.
20. So fahren sie ihren Vätern nach, undsehen das Licht nimmermehr.
21. Kurz, wenn ' ein Mensch in der Würde
ist, und hat keinen Verstand; so fährst er davon,Wie ein Vieh. " Prcd. 3,19.
Der 50. Psalm.
Vom wahren Gottesdienst.
1. Ein Psalm " Assaphs. "iChr.17,37. 2Chr.29/30.Mott, der Herr, der Mächtige, redet, und^ ruft der Welt vom Aufgang der Sonne biszum Niedergang.
2. Aus "Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.
* 3 Mos. 33, 2.
3. Unser Gott " kommt und schweiget nicht.Fressendes Feuer gehet vor ihm her, und umihn her ein großes Wetter. * Ps- s6,13.
4. Er ruft " Himmel und Erde, daß er sein
Volk richte. *3 Mos. 31 , 23 .
5. Versammelt mir meine Heiligen, die denBund mehr achten, denn Opfer.
6. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeitverkündigen; denn ' Gott ist Richter. Sela.
*Ps. 7/12. Ps.9/3.
7. Höre, "mein Volk, laß mich reden, Israel,
laß mich unter dir zeugen: Ich Gott, bin deinGott. * Ps. «1/ 9.
8. Deines ' Opfers halben strafe ich dich nicht;sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir.
* Zer. 7, 22 . 23 .
9. Ich will nicht von deinem Hause Farrennehmen, noch Böcke aus deinen Ställen.
10. Denn * alle Thiere im Walde sind mein,
und das Vieh auf den Bergen, da sie bey Tau-senden gehen. * Ps- s, s. 9.
11. Ich kenne alles Gevögel auf den Bergen,und allerley Thiere auf dem Felde ist vor mir.
12. Wo mich hungerte, wollte ich dir nichtdavon sagen; denn " der Erdboden ist mein undalles, was darinnen ist. *2 Mos. 19 / 3 .
13. Meinest du , daß ich Ochsensieisch essenwolle, oder Bocksblut trinken?
14. "Opfre Gott Dank, und bezahle dem Höch-sten deine Gelübde. " Ps. "6/ 17.
15. Und rufe mich an in der Noth ; so willich dich erretten, so sollst du mich preisen.
16. Aber zu dem Gottlosen spricht Gott: Wasverkündigest du meine Rechte, und nimmst meinenBund in deinen Mund;
17. So du doch Zucht hassest, und wirfst meineWorte hinter dich?
18. Wenn du einen Dieb stehest, so läufst du
mit ihm, und hast " Gemeinschaft mit den Ehe-brechern. *Eph. 3/11.
19. Dein Maul lässest du Böses reden, unddeine Zunge treibet Falschheit.
20. Du sitzest und redest wider deinen Bruder,deiner Mutter Sohn verleumdest du.