Haman gestürzt
Esther 7. 8.
und gehenket.
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Leben um meiner Bitte willen, und mein Volkum meines Begehrens willen.
Denn wir find verkauft, ich und meinVolk, daß wir vertilget, erwürget und umge-bracht werden; und wollte Gott, wir würdendoch zu Knechten und Mägden verkauft, so wollteich schweigen, so würde der Feind doch demKönig nicht schaden.
s. Der König Ahasveros redete, und sprachzu der Königinn Esther: Wer ist der? Oder woist der, der solches in seinen Sinn nehmen dürfte,also zu thun?
6 . Esther sprach: Der Fein- und Widersacherist dieser böse Haman. Haman aber entsetztestch vor dem König und der Königinn.
7 . Und der König stand auf vom Mahl undvom Wein in seinem Grimm, und ging in denGarten am Haus. Und Haman stand auf,und bath die Königinn Esther um sein Leben;denn er sah, daß ihm ein Unglück vom Königschon bereitet war.
8 « Und da der König wieder aus dem Gartenam Hause in den Saal, da man gegessen hatte,kam; lag Haman an der Bank, darauf Esthersaß. Da sprach der König: Will er auch dieKöniginn würgen bey mir im Hause? Da dasWort aus des Königs Munde ging, verhüttetensie Haman das Antlitz.
9 . Und *Harbona, der Kämmerer einer vor
dem König, sprach: Siehe, es stehet ein Baumim Hause Hamans fünfzig Ellen hoch, den erMardachai gemacht hatte, der Gutes für denKönig geredet hat. Der König sprach: Laßtihn daran henken. * c. i, io.
10. Also henkte man Haman an den Baum,den er Mardachai gemacht hatte. Da legte stchdes Königs Zorn.
Das 8. Capitel.
Die Juden haben Erlaubniß sich an ihren Feinden zu rächen.
i.Isn dem Tage gab der König Ahasveros^ der Königinn Esther das Haus Hamans,des Judenfeindes. Und Mardachai kam vorden König; denn Esther sagte an, wie er ihrzugehörete.
2. Und der König that ab seinen ' Fingerreif,den er von Haman hatte genommen, und gabihn Mardachai. Und Esther setzte Mardachaiüber das Haus Hamans. ' < 3 / io.
Z. Und Esther redete weiter vor dem König,und siel ihm zu den Füßen, und flehete ihm,daß er wegthäte die Bosheit Hamans, des
Agagiters, und seine Anschläge, die er widerdie Juden erdacht hatte.
Und der König * reckte das goldene Scepterzu Esther. Da stand Esther auf, und trat vorden König,
s. Und sprach: * Gefällt es dem König, undhabe ich Gnade gefunden vor ihm, und ist esgelegen dem König, und ich ihm gefalle; soschreibe man, daß die Briefe der Anschläge Ha-mans, des Sohnes Medatha, des Agagiters,widerrufen werden, die er geschrieben hat, dieJuden umzubringen in allen Landen des Königs.
* k. L, 4. 8. c. 7/ 3.
6 . Denn wie kann ich zusehen dem Uebel,das mein Volk treffen würde? Und wie kann ichzusehen, daß mein Geschlecht umkomme?
7 . Da sprach der König Ahasveros zur Köni-ginn Esther, und zu Mardachai, dem Juden:Siehe, ich habe Esther das Haus Hamans gege-ben, und ihn hat man an einen Baum gehenket,darum, daß er seine Hand hat an die Judengelegt;
8 . So schreibet nun ihr für die Juden, wiees euch gefällt, in des Königs Nahmen, undversiegelt es mit des Königs Ringe. Denn dieSchrift, die ins Königs Nahmen geschriebenund mit des Königs Ringe versiegelt worden,mußte Niemand widerrufen.
9 . Da wurden gerufen des Königs Schreiber
zu der Zeit im dritten Monath, das ist der Mo-nath Sivan, am drey und zwanzigsten Tage;und wurde geschrieben, wie Mardachai gebothzu den Juden und zu den Fürsten, Landpflegernund Hauptleuten in Ländern von Indien anbis an die Mohren, nähmlich hundert und siebenund zwanzig Länder; einem * jeglichen Lande nachseinen Schriften , einem jeglichen Volk nach seinerSprache, und den Juden nach ihrer Schriftund Sprache. *«.1,22.
10. Und es ward geschrieben in des KönigsAhasveros Nahmen, und mit des Königs Ringeversiegelt. Und er sandte die Briefe durch *reitende Bothen auf jungen Maulthieren,
* c. 3/ is.
11. Darinnen der Kön-ig den Juden gab, wosie in Städten waren, stch zu versammeln undzu stehen für ihr Leben, und zu vertilgen, zuerwürgen und umzubringen alle Macht des Volksund Landes, die sie ängsteten, sammt den Kindernund Weibern, und ihr Gut zu rauben,
12. Auf Einen Tag in allen Ländern des Kö-nigs Ahasveros, nähmlich am dreyzehnten Tage