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[1] (1821) [Altes Testament]
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Efrä Bcicht-

E sr a 9. 10.

und Vußgebeth.

3. Da ich solches hörete, zerriß ich meineKleider und meinen Rock/ und raufte meinHaupthaar und Bart aus/ und saß einsam.

>4. Und es versammelten sich zu mir alle / diedes Herrn Wort/ des Gottes Israels / fürchte-ten/ um der großen Vergreifung willen; und ichsaß einsam bis an das Abendopfer.

5. Und um das Abendopfer stand ich auf vonmeinem Elend / und zerriß meine Kleider undmeinen Rock / und siel auf meine Knie / undbreitete meine Hände aus zu dem Herrn/ mei-nem Gott/

6. Und sprach : Mein Gott/ * ich schäme michund scheue mich/ meine Augen aufzuheben zudir / mein Gott; denn -t unsere Missethat istüber unser Haupt gewachsen/ und unsere Schuldist groß bis in den Himmel.

* Dan. 9/ 7. 1- Ps. 38/ §.

7. Von der Zeit unserer Väter an find wir ingroßer Schuld gewesen/ bis auf diesen Tag;und um unserer Missethat willen sind wir undunsere Könige und Priester gegeben in die Handder Könige in Ländern/ ins Schwert/ ins Ge-fängniß/ in Raub und in Scham des Angesichts/wie es heutiges Tages gehet.

8. Nun aber ist ein wenig und plötzlich Gnadevon dem Herrn / unserm Gott / geschehen / daßuns noch etwas Uebriges ist entronnen, daß eruns gebe einen Nagel an seiner heiligen Stätte/daß unser Gott unsere Augen erleuchte und gebeuns ein wenig Leben/ da wir Knechte sind.

9. Denn wir sind Knechte, und unser Gotthat uns nicht verlassen, obschon wir Knechtesind, und hat Barmherzigkeit zu uns geneigetvor den Königen Ln Persien, daß sie uns dasLeben lassen, und erhöhen das Haus unsersGottes, und aufrichten seine Verstörung, undgebe uns einen Zaun in Juda und Jerusalem.

10. Nun was sollen wir sagen, unser Gott,nach diesem, daß wir deine Gebothe verlassenhaben,

i i. Die du durch deine Knechte, die Prophe-ten , gebothen Haft, und gesagt: Das Land,* darein ihr kommet zu erben, ist ein unreinesLand, durch die Unreinigkeit der Völker inLändern in ihren Gräueln, damit sie es hierund da voll Unreinigkeit gemacht haben;

* 3 Mos. 18/ 24. 23.

12. So * sollt ihr nun eure Töchter nicht gebenihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr euernSöhnen nicht nehmen, und suchet nicht ihrenFrieden noch Gutes ewiglich, auf daß ihr mäch-

tig werdet, und esset das Gute im Lande, undbeerbet es ans eure Kinder ewiglich.

* 3 Mos. 7/ 2. 3.

13. Und nach dem allen, das über uns gekom-men ist, um unserer bösen Werke und großerSchuld willen, hast du, unser Gott, unsererMissethat verschonet, und Haft uns eine Rettunggegeben, wie es da stehet.

i^. Wir aber haben uns umgekehret unddeine Gebothe lassen fahren, daß wir uns mitden Völkern dieser Gräuel befreundet haben.Willst du denn über uns zürnen, bis daß es garaus sey, daß nichts Uebriges noch keine Erret-tung sey?

15. Herr, Gott Israels, du bist gerecht;denn wir sind übergeblieben, eine Errettung,wie es heutiges Tages stehet. Siehe, wir findvor dir in unserer Schuld, denn um deßwillenist nicht zu stehen vor dir.

Das 10. Capitel.

Die fremden Weiber werden von den Israeliten abgesondert.

i.ltnd da Esra also bethete, und bekannte,^ weinete und vor dem Hause Gottes lag;sammelten sich zu ihm aus Israel eine sehr großeGemeine von Männern, und Weibern und Kin-dern , denn das Volk weinete sehr.

2. Und Sachanja, der Sohn Jehiels, ausden Kindern Elams, antwortete und sprach zuEsra: Wohlan, wir haben uns an unserm Gottvergriffen, daß wir * fremde Weiber aus denVölkern des Landes genommen haben. Nun esist noch Hoffnung in Israel über dem.

* Neh. 13/ 23.

3. So laßt uns nun einen Bund machen mitunserm Gott, daß wir alle Weiber, und dievon ihnen geboren sind, hinaus thun nach demRath des Herrn und derer, die die Gebotheunsers Gottes fürchten, daß man thue nach demGesetz.

So mache dich auf, denn dir gebühret es;wir wollen mit dir seyn. Sey getrost, undthue es.

5. Da stand Esra auf und nahm einen Eidvon den obersten Priestern und Leviten und demganzen Israel, daß sie nach diesem Wort thunsollten. Und sie schwuren.

6. Und Esra stand auf vor dem Hause Gottes,und ging in die Kammer Johanans, des SohnesEliasibs. Und da er daselbst hinkam, er keinBrot und trank kein Wasser; denn er trug Leidum die Vergreifung derer, die gefangen gewesenwaren.