Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

David zählet das Volk. 2Samuelis24. Pestil.frisset 70000 Mann. Gott wird versöhnet. 329

Das 24. Capitel.

Davids Ehrgeiz in Zählung des Volks wird mit der Pestilenz gestraft.

1. Nnd * der Zorn des Herrn ergrimmete aber-" mahl wider Israel, und reizte David

unter ihnen, daß er sprach : Gehe hin, zähleIsrael und Juda. * 1 Chr. 22,1.

2. Und der König sprach zu Joab, feinemFeldhauptmann: Gehe umher in allen Stäm-men Israels von Dan an bis gen BerSeba,und zähle das Volk; daß ich wisse, wie vielseiner ist.

3. Joab sprach zu dem Könige: Der Herr,dein Gott, thue zu diesem Volk, wie es jezt ist,noch hundertmahl so viel, daß mein Herr, derKönig, seiner Augen Lust daran sehe; aber washat mein Herr König zu dieser Sache Lust?

Aber des Königs Wort ging vor wider Joabund die Hauptleute des Heers. Also zog Joabaus und die Hauptleute des Heers von demKönige, daß sie das Volk Israel zähleten.s. Und gingen über den Jordan, und lager-ten sich zu Aroer zur Rechten der Stadt, die imBach Gad liegt, und zu Jaeser;

6 . Und kamen gen Gilead, und ins NiederlandHadsi; und kamen gen DanJaan, und um Zidonher;

7. Und kamen zu der festen Stadt Tyrus,und allen Städten der Heviter und Cananiter,und kamen hinaus an den Mittag Juda genBerSeba;

8 . Und * zogen das ganze Land um, und ka-

men nach neun Monathen und zwanzig Tagengen Jerusalem; * Jos. is, s.

9. Und Joab gab dem Könige die Summades Volks, das gezählet war. Und es warenin Israel acht hundert mahl tausend starke Män-ner , die das Schwert auszogen; und in Judafünf hundert mahl tausend Mann.

10. Und das Herz schlug David, nachdem dasVolk gezählet war. Und David sprach zumHerrn: Ich * habe schwerlich gesündtget, daß ichdas gethan habe; und nun, Herr, nimm wegdie Missethat deines Knechts, denn ich habesehr thörlich gethan. * c. 12. iz. 1 Chr. 22, 8 .

11. Und da David des Morgens aufstand,kam des Herrn Wort zu Gad, dem Propheten,Davids Seher, und sprach:

12. Gehe hin, und rede mit David: So sprichtder Herr: Dreyerley bringe ich zu dir; erwähledir derer Eines, das ich dir thue.

13. Gad kam zu David, und sagte es ihm

an, und sprach zu ihm: Willst du, daß "siebenJahre Theurung in dein Land komme ? Oder -daß du drey Monathe vor deinen Widersachernsiiehen mäßest, und sie dich verfolgen? Oder,daß drey Tage Pestilenz in deinem Lande sey?So merke nun und siehe, was ich wieder sagensoll dem, der mich gesandt hat.

* Zer. 24/ 10 . c. 29/ 17.

i^. David sprach zu Gad: Es ist mir sehrangst; aber laß uns in die Hand des Herrnfallen , denn seine Barmherzigkeit ist groß; ichwill nicht in der Menschen Hände fallen.

is. Also ließ der Herr Pestilenz in Israelkommen, von Morgen an bis zur bestimmtenZeit, daß des Volks starb, von Dan an bisgen BerSeba, siebenzig tausend Mann.

16. Und da der Engel seine Hand ausstreckte

über Jerusalem, daß er sie verderbete; " reuetees den Herrn über dem Uebel, und sprach zudem Engel, zu dem Verderber im Volk: Es istgenug, laß nun deine Hand ab. Der Engelaber des Herrn war bey der Tenne Arafna,des Jebusiters. * Zn. 42,10.

17. David aber, da er den Engel sah, derdas Volk schlug, sprach er zum Herrn: Siehe,ich habe gesündiget, ich habe die Missethat ge-than; was haben diese Schafe gethan? Laß deineHand wider mich, und meines Vaters Hausseyn.

18. Und Gad kam zu David zu derselben Zeit,und sprach zu ihm: Gehe hinauf, und richtedem Herrn einen Altar auf in der Tenne Araf-na, des Jebusiters.

19. Also ging David hinauf, wie Gad gesagt,und der Herr gebothen hatte.

20. Und da Arafna sich wandte; sah er denKönig mit seinen Knechten zu ihm gehen, und" bethete an auf seinem Angesicht zur Erde,

* c. 18/ 28.

21. Und sprach: Warum kommt mein Herr,der König, zu seinem Knechte? David sprach:Zu kaufen von dir die Tenne, und zu bauendem Herrn einen Altar, daß die Plage vomVolk aufhöre.

22. Aber Arafna sprach zu David: " Mein

Herr, der König, nehme und opfere, wie esihm gefällt; siehe, da ist ein Rind zum Brand-opfer, und Schleifen, und Geschirr vom Ochsenzu Holz. * 1 Mos. 23,11.

23. Alles gab Arafna, der König, dem Könige.Und Arafna sprach zum Könige: Der Herr,dein Gott, lasse dich ihm angenehm seyn.

T t