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[1] (1821) [Altes Testament]
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295
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Rede der Abigail. 295

David sendet zu Nabal; er höret ihn nicht. 1 Samuelis 2 ^>.

ihn, und begruben ihn in seinem Hause zuRama. David aber machte sich auf, und zoghinab in die Wüste Paran. * e. s.

2. Und es war ein Mann zu Maon, undsein Wesen zu Carmel; und der Mann warsehr großen Vermögens, und hatte drey tausendSchafe, und tausend Ziegen. Und es begab sicheben, daß er seine Schafe beschor zu Carmel.

3 . Und er hieß Nabal, sein Weib aber hießAbigail, und war ein Weib guter Vernunft, undschön von Angesicht; der Mann aber war hart undboshaftig in seinem Thun, und war einer von Caleb.

Da nun David in der Wüste hörete, -Nabal seine Schafe beschor;

5 . Sandte er aus zehn Jünglinge, und sprachzu ihnen: Gehet hinauf gen Carmel; und wennihr zu Nabal kommt, so grüßet ihn von meinetwegen freundlich,

6 . Und sprechet: Glück zu, ' Friede sey mitdir, und deinem Hause, und mit allem, das

du hast! * Nicht. 19/ 20 . Joh. 20/19.

7 . Ich habe gehöret, daß du Schafscherer hast.Nun deine Hirten, die du hast, sind mit unsgewesen, wir haben sie nicht verhöhnet, und hatihnen nichts gefehlet an der Zahl, so lange siezu Carmel gewesen sind.

8 . Frage deine Jünglinge darum, die werdendirs sagen; und laß die Jünglinge Gnade findenvor deinen Augen, denn wir sind auf einenguten Tag gekommen. Gib deinen Knechten unddeinem Sohne David, was ' deine Hand findet.

* c. 10 , 7. Nicht. 9, 33.

y. Und da die Jünglinge Davids hinkamen,und von Davids wegen alle diese Worte mitNabal geredet hatten, höreten sie auf.

10. Aber Nabal antwortete den Knechten Da-vids, und sprach: Wer ist der David? Undwer ist der Sohn Jsai? Es werden jetzt derKnechte viel, die sich von ihren Herren reissen.

i i. Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleischnehmen, das ich für meine Scherer geschlachtethabe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne,wo sie her find?

12. Da kehreten sich die Jünglinge Davidswieder auf ihren Weg, und da sie wieder zuihm kamen, sagten sie ihm solches alles.

13 . Da sprach David zu seinen Männern:Gürte ein Jeglicher sein Schwert um sich. Undein Jeglicher gürtete sein Schwert um sich, undDavid gürtete sein Schwert auch um sich, undzogen ihm nach hinauf bey vier hundert Mann,aber zwey hundert blieben bey dem Eeräthe.

i^. Aber der Abigail, Nabals Weibe, sagtean der Jünglinge einer, und sprach: Siehe,David hat Bothen gesandt aus der Wüste,unfern Herrn zu segnen; er aber schnaubte sie an.

15 . Und sie sind uns doch sehr nützliche Leutegewesen, und haben uns nicht verhöhnet, undhat uns nichts gefehlet an der Zahl, so langewir bey ihnen gewandelt haben, wenn wir aufdem Felde waren:

16. Sondern sind unsere Mauern gewesen Tagund Nacht, so lange wir der Schafe bey ihnengehüthet haben.

17 . So merke nun, und siehe, was du thust;denn es ist gewiß ein Unglück vorhanden überunfern Herrn, und über sein ganzes Haus; under ist ein heilloser Mann, dem Niemand etwassagen darf.

1 8 . Da eilete Abigail, und nahm zwey hundertBrote, und zwey Läge! Wein, und fünf gekochteSchafe, und fünf Scheffel Mehl, und hundertStück Rosinen, und zwey hundert Stück Fei-gen, und lud es auf Esel;

19. Und sprach zu ihren Jünglingen: Gehetvor mir hin; siehe, ich will kommen hernach.Und sie sagte ihrem Manne Nabal nichts davon.

20. Und als sie auf dem Esel ritt, und hinabzog im Dunkel des Berges; siehe, da begeg-nete ihr David und seine Männer hinab, daßsie auf sie stieß.

21. David aber hatte geredet: Wohlan, ich

habe umsonst * behüthet alles, was dieser hat inder Wüste, daß nichts gefehlet hat an allem,was er hat; und er bezahlet mir Gutes mitBösem. * c. 21, i 8 .

22. Gott thue dieß und noch mehr den Feinden

Davids, wo ich diesem bis licht Morgen über-lasse Einen, * der an die Wand pisset, aus allem,das er hat. *iKön.ii/io.

23 . Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend

vom Esel, und ' fiel vor David auf ihr Antlitz,und bethete an zur Erde, * R«h 2/10.

2^. Und fiel zu seinen Füßen, und sprach:Ach mein Herr, mein sey diese Missethat, undlaß deine Magd reden vor deinen Öhren, undhöre die Worte deiner Magd.

25. Mein Herr setze nicht sein Herz widerdiesen Nabal, den heillosen Mann; denn er istein Narr, wie sein Nähme heißt, und Narrheitist bey ihm. Ich aber, deine Magd, habe dieJünglinge meines Herrn nicht gesehen, die dugesandt hast.

26. Nun aber, mein Herr, ' so wahr der Herr