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[1] (1821) [Altes Testament]
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255
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Simsons Heirath

Richter 14. 15.

und Räthsel.

255

2. Und da er herauf kam, sagte er es an sei-

nem Vater und seiner Mutter, und sprach: Ichhabe ein Weib gesehen zu Thimnath, unter denTöchtern der Philister; * gebet mir nun dieselbigezum Weibe. *i M°s. 34 , 4 .

3 . Sein Vater und seine Mutter sprachen zuihm: Ist denn nun kein Weib unter den Töch-tern deiner Bruder, und in allem deinem Volk,daß du hingehest, und nimmst ein Weib bey denPhilistern , die unbeschnitten sind? Simson sprachzu seinem Vater: Gib mir diese, denn sie ge-fallt meinen Augen.

Aber sein Vater und seine Mutter wußtennicht, daß es von dem Herrn wäre; denn ersuchte Urfach an die Philister. Die Philisteraber herrscheten zu der Zeit über Israel.

5 . Also ging Simson hinab mit seinem Vaterund seiner Mutter gen Thimnath. Und als siekamen an die Weinberge zu Thimnath: siehe,da kam ein junger Löwe brüllend ihm entgegen.

6 . Und der * Geist des Herrn gerieth überihn, und zerriß ihn, wie man ein Böckleinzerreisset; und hatte doch gar nichts in seinerHand. Und sagte es nicht an seinem Vater,noch seiner Mutter, was er gethan hatte.

* e. 6/ 34. c. 13, 14.

7 . Da er nun hinab kam, redete ex mit demWeibe, und sie* gefiel Simson in seinen Augen.

* ver§ 3.

8 . Und nach etlichen Tagen kam er wieder,daß er fie nähme; und trat aus dem Wege,daß er das Aas des Löwen besähe. S iehe, dawar ein Bienenschwann in dem Aas des Löwen,und Honig.

9 . Und er nahm ihn in seine Hand, unddavon unterweges; und ging zu seinem Vaterund zu seiner Mutter, und gab ihnen, daß fieauch aßen. Er sagte ihnen aber nicht an, daßer den Honig von des Löwen Aas genommenhatte.

10. Und da fein Vater hinab kam zu demWeibe, machte Simson daselbst eine Hochzeit,wie die Jünglinge zu thun pfiegen.

i i. Und da sie ihn sahen, gaben fie ihm drey-Kig Gesellen zu, die bey ihm seyn sollten.

12. Simson aber sprach zu ihnen: Ich willeuch ein Räthsel aufgeben. Wenn ihr mir dasrrrathet und treffet diese sieben Tage der Hoch-zeit ; so will ick euch dreyßig Hemde geben unddreyßig * Feverkleider. * i Mos. 43,22.

1 3 . Könnet ihr es aber nicht errathen, so solltihr mir dreyßig Hemde und dreyßig FeyerLleider

geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib deinRäthsel auf, laß uns hören.

1^. Er sprach zu ihnen: Speise ging von demFresser, und Süßigkeit von dem Starken. Undsie konnten in dreyen Tagen das Räthsel nichterrathen.

15. Am siebenten Tage sprachen sie zu Sim-sons Weibe: Ueberrede deinen Mann, daß eruns sage das Räthsel; oder wir werden dichund deines Vaters Haus mit Feuer verbrennen.Habt ihr uns hieher geladen, daß ihr uns armmachet, oder nicht?

16. Da weinete Simsons Weib vor ihm, undsprach: Du bist mir gram, und hast mich nichtlieb. Du hast den Kindern meines Volks einRäthsel aufgegeben, und hast mir es nicht ge-sagt. Er aber sprach zu ihr: Siehe, ich habees meinem Vater und meiner Mutter nicht ge-sagt, und sollte dir es sagen?

17. Und sie weinete die sieben Tage vor ihm -weit sie Hochzeit hatten; aber am siebenten Tagesagte er es ihr, denn sie * trieb ihn ein. Undsie sagte das Räthsel ihres Volks Kindern.

* c. 16, 16. 17.

18. Da sprachen die Männer der Stadt zuihm am siebenten Tage, ehe die Sonne unter-ging: Was ist süßer, denn Honig? Was iststärker, denn der Löwe? Aber er sprach zuihnen: Wenn ihr nicht hättet mit meinem Kalbegepflüget, ihr hättet mein Räthsel nicht getroffen.

19. Und der Geist des Herrn gerieth überihn, und ging hinab gen Asklou, und schlugdreyßig Mann unter ihnen; und nahm ihrGewand und gab Feyerkleider denen, die dasRäthsel errathen hatten. Und er ergrimmetein seinem Zorn, und ging herauf in seinesVaters Haus.

20. Aber Simsons Weib ward einem seinerGesellen gegeben, der ihm zugehörte.

Das 15. Capitel.

Simson thut den Philistern durch die Füchse und den EselökkmbackenSchaden.

1 As begab sich aber nach etlichen Tagen,^ um die Weizenernte, daß Simson seinWeib besuchte mit einem Ziegenböcklein. Undals er gedachte, ich will zu meinem Weibe gehenin die Kammer; wollte ihn ihr Vater nicht hin-ein lassen,

2. Und sprach: Ich meinte, du wärest ihrgram geworden, und habe sie' deinem Freundegegeben. Sie hat aber eine jüngere Schwester,