Jephthah Tochter.
Richter 11. 12. 13. Von Ephraim ^2000 erschlagen. 253
kommt gen Minnith, zwanzig Städte / und bisan den Plan der Weinberge/ eine sehr großeSchlacht. Und wurden also die Kinder Ammongedemüthiget vor den Kindern Israel.
3^. Da nun Jephthah kam gen Mizpe zu sei-nem Häuft/ siehe/ da gehet seine Tochter herausihm entgegen / mit Pauken und Reigen / und siewar ein einiges Kind / und er hatte sonst keinenSohn noch Tochter.
35. Und da er sie sah/ zerriß er seine Kleider,
und sprach: Ach meine Tochter, wie beugest dumich, und betrübest mich: Denn ich habe meinenMund aufgethan gegen den Herrn, * und kannes nicht widerrufen. * 3 Ms. 27/ 29.
36 . Sie aber sprach: Mein Vater, hast dudeinen Mund aufgethan gegen den Herrn, sothue mir, wie es aus deinem Munde gegangenist; nachdem der Herr dich gerochen hat andeinen Feinden, den Kindern Ammon.
37. Und sie sprach zu ihrem Vater: Du woll-test mir das thun, daß du mich lassest zweenMonathe, daß ich von hinnen hinab gehe aufdie Berge, und meine Jungfrauschaft beweinemit meinen Gespielen.
38 . Er sprach : Gehe hin; und ließ sie zweenMonathe gehen. Da ging sie hin mit ihrenGespielen, und beweinete ihre Jungfrauschaftauf den Bergen.
3s. Und nach zween Monathen kam sie wiederzu ihrem Vater. Und er that ihr, wie ergelobet hatte; und sie war nie keines Mannesschuldig geworden. Und ward eine Gewohn-heit in Israel,
^0. Daß die Töchter Israels jährlich hinge-hen, zu klagen die Tochter Jephthah, des Gi-leaditers, des Jahrs vier Tage.
Das 12. Capitel.
Niederlage der Ephraimitcr.
1. Nnd die von * Ephraim schrien, und gingen" zur Mitternachtwärts, und sprachen zu
Jephthah: Warum bist du in den Streit ge-zogen wider die Kinder Ammon, und hast unsnicht gerufen, daß wir mit dir zögen? Wirwollen dein Haus sammt dir mit Feuer verbren-nen. * c. 8, 1 .
2. Jephthah sprach zu ihnen: Ich und meinVolk hatten eine große Sache mit den KindernAmmon; und ich schrie euch an, aber ihr hälfetmir nicht aus ihren Händen.
3. Da ich nun sah, daß ihr nicht helfen woll-
tet, stellete ich meine* Seele in meine Hand,und zog hin wider die Kinder Ammon, und derHerr gab sie in meine Hand. Warum kommtihr nun zu mir herauf, wider mich zu streiten?
* c. 3/ 18 . c. 9/ 17.
Und Jephthah sammelte alle Männer inGilead, und stritt wider Ephraim. Und dieMänner in Gilead schlugen Ephraim, darum,daß sie sagten: Seyd doch ihr Gileaditer unterEphraim und Manasse, als die Flüchtigen zuEphraim.
5. Und die Gileaditer nahmen ein die Furt desJordans vor Ephraim. Wenn nun sprachen dieFlüchtigen Ephraims: Laß mich hinüber gehen;so sprachen die Männer von Gilead zu ihm:Bist du ein Ephraimiter? Wenn er dann ant-wortete: Nein;
6 . So hießen sie ihn sprechen: Schiboleth; sosprach er Siboleth, und konnte es nicht rechtreden. So griffen sie ihn, und schlugen ihn ander Furt des Jordans, daß zu der Zeit vonEphraim fielen zwey und vierzig tausend.
7 . Jephthah aber richtete Israel sechs Jahre.Und Jephthah, der Gileaditer, starb, und wardbegraben in den Städten zu Gilead.
8 . Nach diesem richtete Israel Ebzan von Beth-lehem.
9. Der hatte dreyßig Söhne, und dreyßigTöchter setzte er aus, und dreyßig Töchter nahmer von außen seinen Söhnen; und richtete Is-rael sieben Jahre,
10. Und starb, und ward begraben zu Beth-lehem.
11. Nach diesem richtete Israel Elon, einSebuloniter; und richtete Israel zehn Jahre,
12. Und starb, und ward begraben zu Ajalonim Lande Sebulon.
13. Nach diesem richtete Israel Abdon, einSohn Hillels, ein Pireathoniter.
1^. Der hatte vierzig * Söhne, und dreyßigNeffen, die auf siebenzig Eselsfüllen ritten; undrichtete Israel acht Jahre, * c. 10, 4 .
15. Und starb, und ward begraben zu Pi-reathon, im Lande Ephraim, auf dem Gebirgeder Anralekiter.
Das 13. Capitel.
EimsonS Empfängniß und Geburt.
i.Nnd die Kinder Israel * thaten ferner Ue-^ bels vor dem Herrn; und der Herr gabsie in die Hände der Philister vierzig Jahre.
* c. 3/ 12. k. 8/ 3Z. t. 10/ 6.