Betrug der Gibeoniter. Jos
31. (Wie * Mose, der Knecht des Herrn, ge-bothen hatte den Kindern Israel, als geschrie-ben stehet im Gesetzbuch Mose, einen Altar vonganzen Steinen, die mit keinem Eisen behauenwaren) und opferte dem Herrn darauf Brand-opfer und Dankopfer. *2Mos. 20,-s.
32 . Und schrieb daselbst auf die Steine dasandere Gesetz, das Mose den Kindern Israelvorgeschriebe» hatte.
33. Und das ganze Israel mit seinen Nettestenund Amtleuten, und Richtern, standen zu bey-den Seiten der Lade., gegen den Priestern ausLevi, die die Lade des Bundes des Herrn tru-gen, die Fremdlinge so wohl als die Einheimi-schen , eine Hälfte neben dem Berge * Gristm,und die andere Hälfte neben dem Berge Ebal;wie Mose, der Knecht des Herrn, vorhin ge-bothen hatte, zu segnen das Volk Israel.
* 3 Mos. 11 / 2S. c. 27 / 12.
3 ^ 4 . Darnach ließ er ausrufen alle Worte desGesetzes, vom Segen und Fluch, wie es ge-schrieben stehet im * Gesetzbuch. '.-Mos.27,12.
35. Es war kein Wort, das Mose gebothenhatte, das Josua nicht hätte lassen ausrufenvor der ganzen Gemeine Israel, und vor denWeibern, und Kindern, und Fremdlingen, dieunter ihnen wandelten.
Das 9. Capitel.
Die Gibeoniter kommen mit List in den Bund.
1. A>a nun das höreten alle Könige, die jen-^ seit des Jordans waren, auf den Ge-birgen , und in den Gründen, und an allenAnfurten des großen Meers; auch die nebendem Berge Libanon waren, nähmlich die He-thiter, Amoriter,Cananiter, Pheresiter, He-viter und Jebusiter:
2. ' Sammelten sie sich einträchtiglich zu Hau-
fen, daß sie wider Josua und wider Israelstritten. ' Ps. 48 / 3.
3. Aber die Bürger zu Gibeon, da sie höre-ten , was Josua mit * Jericho und i- Ai gethanhatte , erdachten sie eine Lift,
* c. 6 / 20. 21. -s e. 8 / 26. 23.
Gingen hin, und schickten eine Bothschaft,und nahmen alte Säcke auf ihre Esel,
5 . Und alte zerrissene geflickte Weinschläuche,und alte geflickte Schuhe an ihre Füße, undzogen alte Kleider an, und alles Brot, das siemit sich nahmen, war hart und schimmlicht;
6 . Und gingen zu Josua ins Lager gen Gilgal,und sprachen zu ihm und zum ganzen Israel:
ua 9 _ Bund mit ihnen. 221
Wir kommen aus fernen Landen, so machetnun einen Bund mit uns.
7. Da sprach das ganze Israel zu dem Heviter:Vielleicht möchtest du unter uns wohnend wer-den ; wie könnte ich dann ' einen Bund mit dir
machen? *2 Mos. 23/ 32. L Mos. 7/2.
8 . Sie aber sprachen zu Josua: Wir sinddeine Knechte. Josua sprach zu ihnen: Werseyd ihr, und von wannen kommet ihr?
9. Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehrfernen Landen gekommen, um des Rahmenswillen des Herrn, deines Gottes; denn wirhaben sein Gerücht gehöret, und alles, was erin Egypten gethan hat,
10. Und alles, was er den zween Königen derAmoriter jenseit des Jordans gethan hat, 'Si-hon, dem Könige zu Hesbon, und Og, demKönige zu Basan, der zu Astharoth wohnete.
' 4 Mos. 21/ 21. 24 . 33 .
11. Darum sprachen unsere Nettesten, und alleEinwohner unsers Landes: Nehmet Speise miteuch auf die Reise, und gehet hin ihnen entge-gen, und sprechet zu ihnen: Wir sind eureKnechte. So machet nun einen Bund mit uns.
12. Dieß unser Brot, das wir aus unfernHäusern zu unserer Speise nahmen, war nochfrisch, da wir auszogen zu euch, nun aber siehe,es ist hart und schimmlicht;
13. Und diese Weinschläuche fülleten wir neu,und siehe, sie sind zerrissen; und diese unsereKleider und Schuhe find alt geworden über dersehr langen Reise.
1 ^ 4 . Da nahmen die Hauptleute ihre Speisean, und fragten den Mund des Herrn nicht.
15. Und Josua * machte Frieden mit ihnen,und richtete einen Bund mit ihnen auf, daßsie leben bleiben sollten. Und die Obersten derGemeine schwuren ihnen. *2 Sam. 21,2.
16. Aber über drey Tage, nachdem sie mitihnen einen Bund gemacht hatten, kam es vorsie, daß jene nahe bey ihnen wären, und wür-den unter ihnen wohnen.
17. Denn da die Kinder Israel fort zogen,kamen sie des dritten Tages zu ihren Städten,die hießen Gibeon, Caphira, Beeroth, undKirjath-Jearim,
18. Und schlugen sie nicht, darum, daß ihnendie Obersten der Gemeine geschworen harten beydem Herrn, dem Gott Israels. Da aber dieganze Gemeine wider die Obersten murrete,
19. Sprachen alle Obersten der ganzen Ge-meine : Wir haben ihnen geschworen bey dem