214 Kundschafter kehren ein
Josua 2. 3.
bey der Rahab.
gekommen von den Kindern Israel, das Landzu erkundigen.
3 . Da sandte der König zu Jericho zu Rahab,und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus,die zu dir in dein Haus gekommen sind; dennsie find gekommen, das ganze Land zu erkun-digen.
4 . Aber das * Weib verbarg die zween Män-ner , und sprach also: Es find ja Männer zumir herein gekommen, aber ich wußte nicht,von wannen sie waren. *2 Sun. 17,19.
5. Und da man die Thore wollte zuschließen,da es finster war, gingen sie hinaus, daß ichnicht weiß, wo sie hingegangen find. * Jagetihnen eilend nach, denn ihr werdet sie ergreiffen.
* 2 Mos. 1-;, 9 .
6 . Sie aber ließ sie auf das Dach steigen, undverdeckte sie unter die Flachsstengel, die sie thrauf dem Dache ausgebreitet hatte.
7. Aber die Männer jagten ihnen nach aufdem Wege zum Jordan, bis an die Furt.Und man schloß das Thor zu, da die hinauswaren, die ihnen nachjagten.
8 . Und ehe denn die Männer sich schlafen leg-ten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach,
9. Und sprach zu ihnen: Ich weiß, daß derHerr euch das Land gegeben hat; denn ein Schre-cken ist über uns gefallen vor euch, und alleEinwohner des Landes sind vor eurer Zukunftfeige geworden.
10. Denn wir haben gehöret, wie der Herr *hat das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknetvor euch her, da ihr aus Egypten zöget, undwas ihr den zween Königen der Amoriter, Si-hon und Og , jenseit des Jordans gethan habt,wie ihr sie -t verbannet habt. * 2 Mos. 14,21.
1- 4 Mos. 21, 24 . 34 . 33 .
i t. Und seit dem wir solches gehöret haben,ist unser Herz verzagt, und ist kein Muth mehrin Jemand vor eurer Zukunft; denn der Herr,euer Gott, ist ein Gott, beydes oben im Him-mel, und unten auf Erden.
12. So schwöret mir nun bey dem Herrn,daß, weil ich an euch Barmherzigkeit gethanhabe, daß ihr auch an meines Vaters HauseBarmherzigkeit thut; und gebet mir ein gewissesZeichen,
13. Daß ihr leben lasset meinen Vater, meineMutter, meine Brüder, und meine Schwestern,und Alles, was sie haben, und errettet unsereSeelen von dem Tode.
14. Die Männer sprachen zu ihr: Thun wir
nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wennuns der Herr das Land gibt; so soll unsereSeele für euch des Todes seyn, so ferne duunser Geschäfte nicht verräthest.
15. Da ließ * sie dieselben am Seil durchs Fen-ster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadt-mauer , und sie wohnete auch auf der Mauer.
* 2 Cor. 11, 33.
16. Und sie sprach zu ihnen: Gehet auf dasGebirge, daß euch nicht begegnen, die euch nach-jagen ; und verberget euch daselbst drey Tage,bis daß die wiederkommen, die euch nachjagen;darnach gehet eure Straße.
17. Die Männer aber sprachen zu ihr: Wirwollen aber des Eides los seyn, den du vonuns genommen hast;
18. Wenn wir kommen ins Land, und dunicht dieß rothe Seil in das Fenster knüpfest,damit du uns hernieder gelassen hast, und zudir ins Haus versammelst deinen Vater, deineMutter, deine Brüder, und deines Vaters gan-zes Haus.
19. Und wer zur Thür deines Hauses herausgehet, deß Blut sey auf seinem Haupte, undwir unschuldig; aber alle, die in deinem Hausesind, so eine Hand an sie gelegt wird, so sollihr Blut auf unserm Haupte seyn.
20. Und so du etwas von diesem unserm Ge-schäfte wirst nachsagen, so wollen wir des Eideslos seyn, den du von uns genommen hast.
21. Sie sprach: Es sey, wie ihr saget, undließ sie gehen. Und sie gingen hin. Und sieknüpfte das rothe Seil ins Fenster.
22. Sie aber gingen hin, und kamen aufdas Gebirge, und blieben drey Tage daselbst,bis daß die wiederkamen, die ihnen nachjagten.Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen,und doch nicht gefunden.
23. Also kehreten die zween Männer wieder,und gingen vom Gebirge, und fuhren über,und kamen zu Josua, dem Sohne Nuns; underzähleten ihm Alles, wie sie es gefunden hatten,
24. Und sprachen zu Josua: Der Herr hatuns alles Land in unsere Hände gegeben; auchso sind alle'Einwohner des Landes feige vor uns.
* verS 9.
Das 3. Clapitel.
Israel gehet trocknes Fußes durch den Jordan.
i.llnd Josua machte sich frühe auf; und siezogen aus' Stttim, und kamen an den