©inncnübung.
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©inne fei mir für bte 3tnfcinge be« Unterricht«. Unb tute finb bod) and) biefc Hebungenbefdjaffen! 2Ratt Wid ba« Dfjr üben unb flopft an einen irbenen £opf, man bcitft beit©cruct) gtt fdjarfen, inbent man an Sliiteit unb Slättev, anfpolg unb ©rbc riedjen läßt,gin anbennal werben dRufterfartcti Bott dRanufacturftoffcn Borgclegt, al« fodteti bieÄinber fofort hinter beit Söarentifdj treten. ®a« wirb eS ade« nicht thmt, fo Weniga(« ba« beliebte Stäbdjenlegen, wenn ber eigene £ricb ber Äinber nidjt rorwärtSbrangt.
@o fiheiut man and) hier in ein ©ytreni gu nerfaden. ÜRatt witf ade« lehren, nichtadein fod bie Sdjulc in ben Berfdjiebenartigften gingen, wie weit and) beren ScmthuitgBon ber ©cputgeit oft abtiegt, Uutcrridjt erthcilen, and) ba« friihefte ÄinbeSalter wirbnaih ädertet dRetfjoben geformt unb gemöbelt, baff Bott einer felbftänbigen ©ittwitflungber geiftigen Kräfte unter natürlicher Seitung lattnt mehr bie [Rebe ift. Unb wenn betbent Seljrertagc in Sfßieit eine fRebiteritt ocrlangtc, c§ foden bie jungen dRäbd)ctt auchunterrichtet werben, wie fie einmal Äinbcr 31t pflegen unb 311 warten hätten, fo gehörtbie« jn ben SIbfurbitäten, auf bte matt eben gerät!), Wenn matt ben ©tanbpuuet berSdjule oerrüdt, unb beren fo oicle jefjt auftaudjen, Weil nt an immer Bergißt, baß inber Sdjulc wohl Äcuntniffe eingefantmclt Werben foden, baß aber BorgugSmcifc biegeiftigen Kräfte cutwicEelt, gebilbet unb geftärft werben müßeit. $e mehr bie« aber auf©runblage ftmtlidjer 2ßantel)mungen gefdjieljt, je mehr bent inneren ©ittue, ber geiftigenAnfdjauutig, lebenbige Silber gugefiihrt Werben, um fo beutlidjerc Sorftedungeit werbenfidj in ber Seele bilben, unb ba« geht bodj ohne eine Uebuttg, Silbttng unb Serfeiue;rmtg ber äußeren ©imtc ttid)t Wölfl an. Sft a ^f° ber Unterricht in ben eingelnett ®ifci=plinen ber Sdjulc eilt wirflidj mcthobifchcr, planmäßiger, grüttblidjer unb anfdjaulidjerttnterridjt, ber ftd; burd) fRebeugWede nicht ablenten läßt, ber e« fowopl auf Sereid)eruttgbe« ©ebanlcnBorratljeS al« auf Silbttng be« Urteil«, auf bewußte« SOBtffeit unb richtige$arfteduug be« ©cwußfen Ijmiptfädjlidj burd) bie Sprache abfieht, fo brauchen befonbere©imtenübungen nid)t ftatt 31t finben; fie jtnb ein integrirenber SS^eil jebc« guten Unter;rieht«, felbfl auf höheren Stufen, bei wcldjem bie Sinnesorgane überhaupt eine 3ln=ioenbmtg finben.
Siteratur: ©uct)llopäbie :c. bie 3lrtiM „Slnfdjauung" (Sb.1. 172), „fRouffcau"
(93b. VII. S. 257), „fjußrcifen" (Sb. II. S. 577). — Sehr eher, ®ie planmäßigeSchärfung ber Sinnesorgane. Scipgig 1859. — ©ruhe, Stubien unb Äritifen. S.86.
— fRaumer, ©efd)i<hte ber Säbagogif. 2. 2luf(. Sb. II. S. 243 ff. Sb. III. S. 240 ff.
— ©tot), ©ncpflopäbic ber ißäbagogif. S. 48. — ©berljarb, Programm ber 5Real=fdf)ule in ©oburg 1860. „®ie ©efunbheitSpflegc itt ber Sdjitle" S. 26. — ßant,Anthropologie §. 17. — SBaiij, Sldgetneine ißabagogif. S, 72—144. — Sp a l mer »6oangelifd)e Sabagogif. 4. dlttfl. S. 369. — Sd)lotterbed, Sinneubitbung. S. 64 ff.®logaul860. — Sangbein, üßäbagogifdje« StrdjiB. 8. Jahrgang (1866). S. 257 ff.—Senufjt fonnten nicht werben: ©utSmuth«, £urubudj für bie Söhne be« ffiaterlanbeS.1817, — fyrefenittS, Programm ber höheren Sürgerfdjute in granffurt a. 207. 1861.«Heber bie Sßege be« fRaumfinneS." — ©ramer, ©efchichtc ber ©rgiehmtg.
Z'X. 25BilhcItn @djitbert.