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8 (1870) Schule - Sophisten der römischen Kaiserzeit
Entstehung
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©djltle uilb §<tU8 (bergt. b, 5trt. Sllumnate, 2Iuf gaben, ©rjicher, ©rgietiung,Director, jbirdje, ©ciftlidje ec., ©cetforgcr ec., 3Jiit[dE)ulcr, ©djutgudjt). ©djute unb£auS fetten fid> mit cinanber in baS ©efdiäft ber ©rgichung. §icbei Berfteben mirbieS SBort nidjt in bem allgemeinen (Sinne, in bem eS je nnb je gebrandet mirb, momadjber ßJtenfd) maljrenb feines ganzen irbifd)cn DafcinS ergogen mirb, burdj ©djidfalc nnbScbcnSerfahrungcn, burd) unbeabftdjtigte ©inmirfungen aller 2Irt, ben Einfluß ber ißreffe,ber Freunbe, ber Äirtdje u. f. m., in biefern ©inne fagt man bießeidjt richtigerber2Jtenfd) mirb gezogen", als er mirberlogen". Sietmehr fpredjcn mir t;icr bon @r;giehung im ©inne ber Definition, meldje in bem 2trt. ©rgicljung Sb. II. ©. 245 ge;geben ift, mo baS beabftdjtigte nnb gufammcnljcingcnbe ©inmirfen SDtünbigcr auf bieUnmünbigcn gum Schuf ber Jperjteßung einer rncnfdjenmürbigcn Serfönlidjfeit im ©egen;fafs gunt Ijerangiehett, sieben, aufgicljcn, als baS SBefcn beS ©rgieljcnS angegeben mirb.SSBir finb nun aber nid)t gemeint, beiben genannten SKadjten einen glcidjcn 2Intt)eil anbem ©efdjäfte ber ©rgiehung anmeifen gu motten; bielmeljr ftimmen mir bem Sb. II.©. 247 in bem 2trt.©rgicljung" auSgefprod)enctt ©aije bei,baß ber ©djutergietfungbie Familicnergieljung boran nnb gur ©eite gel)cn müße, als biefenige, bon meldjcr fürbie ©efammtbilbung beS 3ögIirtgS biet mcljr abljängt, als bon jener." Sringt bodj baSfönb, memt eS in bie ©d)ule cintritt, nnb mare bieS aud) nur bie föleinfinberfdjule,eine gang bestimmte DiSpofition bon guten nnb fdjlitnmcn ©igcnfdjaftcn mit, auf bereu©ntfietjung unb ©ntmidtung bie ©djule nidjt ben geringfien Einfluß hoben tonnte, biefie aber als gegebene ©rößen übernehmen unb als §actoren in baS ©efdjaft ber ©r;jic^ung einreihen muß. Dicfe gactorcn hoben gunt ©h e ^ fdjon eine fdtöje Scbctttungerlangt, baß eS nidjt nur unmöglidj ift, ohne biefelbcn 31t redjncn, fonbern baß bictmchrbaS gan3e ersiehenbe unb untcrridjtcnbe Serfahrcn ber ©djute burdj biefelbcn mefcntlidjbebingt ift.

(SS ift aber mofjt ber 9Dtühe merth, ctmaS naher barauf ein3ugchen, mie fid) nun£>auS unb ©djule in baS ©efehäft ber Ergießung bcS nadjmadjfcnben ©efdjledjtS theiten.Sßir hoben ben größeren ^heit bem Jpaufe gugefdjiebcn. Die eiubriide unb ©inmir;tungen beS §aufeS finb biet galjlreidjer unb ftärfer als bie ber ©djute. DaS Äinbbringt ja einen biel größeren 5;h c ^ ber 3 c 'i außerhalb ber ©d)ule als in bcrfclbcn 31t.©he cS fdjulpfticfjtig mirb, faßt bon feiner 3cit ber ©djule gar nid)tS 3U, befudit eSaber bie ©djule, fo nimmt bie ©dmle bod) nur einige ©tunben beS SageS für fid) burdjunmittelbaren Unterricht in 2Infprudh, bie ßäuStidjcn Slitfgabcn für bie ©dmle faßen, mie berßiame giebt, beut §aufe 31t, unb cS an ber uitgenügenben 2trt, mie biefelbcn oft bc;arbeitet merben, mohl 31t erfennen, baß ber unmittelbare ©influß ber ©djute gurüdgetretenift. ©onft aber pflegen uub märten bie ©Itern baS Äinb, mie bon ©eburt an, fo audjfpäter, mit Siebe unb 3ortlid)tcit, mcld)e fid) aud) ba, mo bei ben ©Itern ein raul)eSSBcfcn an ber XageSorbnung ift, bod) gang beftimmt in bem fpaße mot)l 3u fühlen giebt,mo ben ß'inbcrn bon irgcitb meld)er ©eite her eine mirtlidje ober bcrmcintlid)e 2lnfedjtungbon außen nahe tritt. Die ©Itern unb ©efeßmifter, bie Familienangehörigen aße ad)tenauf bie SBitnfdje unb Scbürfniffe ber Äinbcr, man fud)t bcnfclbcn guborgufommen, Utt;angenehmes unb ©törungen ferne 31t holten, man mad)t ihnen Frcube burd) ©efdjcttfean ©cburtStagcn, SBcißnadjtcn, bei anbern ©elegenhciten, nimmt fie mit auf bergnüg;Iid)e SluSftüge, inSbefonbere geminnt man baS iperg ber Äinbcr burdj bie ©orge unb

fpäbdfl. <£nct)E(sp&bte. VIII. 1