©djulgelb.
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2 fl., in ben Stabten mit mehr als 6000 Einwohner pcftflcttS 4 fl. für febcS fd)ut=befudjenbe Äinb gu Rauben ber ©etneinbefaffc erhoben imb »icrtclja^vltd^ unter bieSe^rer »erteilt werben feilen. Sinb f^onbe gur 3al)Iung beS SdjuIgelbS geftiftet oberfonft berfügbar, fo fantt bie <Scf;utgeXbf>fIic^t fämmttidjcn bie Bcgüglidje Sdjttle befudfensben Sinbcrn botfftünbig ober theilweife nadjgcfelicn Werben, fjilr Unbermöglidje fmbetftctS ein gänglidjer ober t^eilweifcr Erlaß ftatt; bod) muß bie ©emeinbefaffe fo bielbottbiefem ©djutgclbe auf ftdj nehmen, baß ber ©efamnttertrag beS SdjulgelbS für einenJpauptlctyrer in ben ©emeinben mit mcl)r als 500 Einwohner minbeftenS 75 fl., in gang
flehten ©emeinben minbeftenS 50 fl. erreidjt. 2Bo neben einer einfadjen BoIfSfdjuIe nocheine erweiterte Befiehl, barf an letzterer nad) §. 102 beS angeführten ©efeiged außer bemfür bie Se^rcr gu crljcbenben Sdjutgclbe nod; ein weiterer Betrag gu ©unften ber©cmeinbelaffe erhoben werben. *1 gür bie lwh eren Bürgerfdjulen ift nod) immer biegro^ergoglidjc Bcrorbnung bont 15. 9)tai 1834 maßgeBenb rtnb baS Sdjulgelb an bcr=fdjicbenett Stnjialten unb bei manchen Slnftalten in ben bcrfdjiebenett ©taffen fehr berfdjieben,fo baß eS uon 4 fl. bis git 25 ft. anwächst. $ür bürftige unb würbige Sdjt'tler finbenBefreiungen ftatt.
3fn SBürttemberg ift bie Befeitigung beS SChulgelbS an bie Bcbingmtg gefnüpft,baß bie orbentlidjcn ©innahmen ber Sdjulpffege ohne Umlegung einer neuen ©emeinbe*[teuer gur Beftreitnng ber Sdjulfofiett auSreiChen; bod; lann aud) bei bem ©intretenbiefer Bebingung ein Sdjulgclb erhoben werben. §für jeben fyaCC ftcHt baS ©efei.3 bont6. Stob. 1858 im SIrtifel 3 ben Betrag für alle Sanbfchulgemeinben unb für bicStäbtebis gu 2000 ©inwohnern auf 48 Ir., für Stäbte mit 2000—6000 ©inwohner auf 1 fl.,für Stabte mit 6000 unb mehr ©inwohnern auf 1 fl. 24 fr. fefi, geflattet jebod) Er;hohungen ober Bcrminberungcn mit ©enehmigung ber StaatöBehörbe. ßittber unbe=mitteiter ©Item, namentlich Wenn mehrere berfelben glcidjgeitig bie Sdjute Bcfudjcn, finbnad) bem ©ruteffen beS j?ird)cnconbentS gang ober theilweife bon Entrichtung beS Sd)ul=gelbS frei gu laffcit. ®er ©rtrag betrug im 1865 an ben Sdjulen unter Seitungber cbangetifchen ) 135,984 fl.
ber fatholifdjen | D6e Md)«ttehorbe 51 233 p.
187,217 fl.
unb entff'rad) einer ®urd)fdjnittSteiftnng bon 48 fr. für ben Äopf, Womit etwa einScdjStiheil beS ftänbigen SlufwanbS ber gleichen Schulen gebetft Würbe. **)
gi’tr 33ah ent beftimmt baS ©efetg bont 10. Stob. 1861, bie Stufbringung beSIßebarfS für bie beutfd)cn SChuten betreffenb, im Slrtifet 5, baß bort, Wo feine f$frcifd;ulebefiehl, für alle im Sd)ulf}wengel wohnenbe Schulpflichtige (bie nid)t eine anbere Sd)ulebefudjen) ein Sdjulgclb gu cntridjten ift, infoweit eS nicht auS anberen Quellen erfefstWirb; bie gänglidjc ober theilweife Befreiung Unbemittelter bont Sdjutgelbe ficht ber©emeinbebehörbe gu. ®ad SEBcrfiagSfdjulgelb beträgt 1 ft. 36 fr.; baS SonntagSfd)ut=gelb 48 fr.; bie ÄrciSrcgicruug faun eine ©rhöhung bis gum boppeiten Betrage geftatten.®ie Erhebung felbft ift Sadje ber ©emcinbeorgane. — ®er Entwurf beS neuen BolfS=fdjuIgefcfceS begwedt hierin nur foweit eine Slcnbcrung, als er bie Sd)ulgclbpflid)t aufbie fdjulbcfudjcnben fiinber bcfdftränft (3lrt. 36), ber SluSfaü bei Befreiungen auS berSocalarmeit: ober aus ber ©emeinbefaffe beS §eimatSort6 ber betreffenben ßinber crfelgtWerben foK, (Slrt. 36) unb bie Erhöhung beS SdjuIgelbS ber ©cnehuxigung burd) bie
*) ^ar ber SEßirffamfcit beS neuen ©efcpcS belief fith ber ©djulgelbcrtrag beS @rojj=bergogthums auf 240,000 fl., wobon 177,000 fl. ben fbauptlehrern, 63,000 ft. ben llnterlehrernjugutefamen; jener ©rtrag bedte etwas mehr als 30 °/ 0 ber Schrcrgehalte. 2ln ben ifrae=litifchcu ©djulcn fanten Weitere 3200 p, ein unb bedien fein botleS güufthcit ber begügtichcnfiehrergehalte.
**) Sßgl. S3cfanntmad)ung beS SKiuifteriumS für Äird;cn= unb ©djulwefcn Born 19. Stfjrit1866, in Dir. 113 beS ©taatSanjeigerS. ®ie fbäteren ähntid;cn SBcfanntmaChungen berühren bieSdjulgelbfrage gar nidjt.