Ruhe des Volks Gottes. Ebräer
so lange es heute heißt, daß nicht Jemand untereuch verstocket werde, durch Betrug der Sünde.
* Marrd. 18, 15. i Thcff 5, ii. 14.
1^. Denn wir find Christi theilhaftig geworden,so wir anders das angefangene Wesen bis andas Ende fest behalten;
is. So lange gesagt wird: ' Heute, so ihrseine Stimme hören werdet, so verstocket eureHerzen nicht, wie in der Verbitterung geschah.
* c. 4/ 7.
16. Denn Etliche, da sie höreten, richteteneine Verbitterung an, aber nicht alle, die vonEgypten ausgingen durch Mosen.
17. Ueber welche aber ward er entrüstet vierzig
Jahre lang? Ist es nicht also, daß über die,so da sündigten, * deren Leiber in der Wüsteverfielen? »4 Mos, 14, Zs.
18. Welchen schwur er aber, daß sie nicht zuseiner Ruhe kommen sollten, denn den Ungläu-bigen?
19. Und wir sehen, daß fie nicht haben könnenhinein kommen, um des Unglaubens willen.
Das 4. Capitel.
Wie man zur Ruhe Christi kouimcn möge.
i.i^o lasset uns nun fürchten, daß wir die^ Verheissung, einzukommen zu seiner Ruhe,nicht versäumen, und unser keiner dahinten bleibe.
2. Denn es ist uns auch verkündiget, gleichwie Jenen; aber das Wort der Predigt halfJenen nichts, da nicht glaubten, die so es hö-reten.
3 . Denn wir, die wir glauben, gehen in dieRuhe, wie er * spricht: Daß ich schwur inmeinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nichtkornmen. Und zwar, da die Werke von Anbe-ginn der Welt waren gemacht,
* c. 3/ 11. Ps. 95, 11.
7 ,. Sprach er an einem Ort von dem siebentenTage also: ' Und Gott ruhete am siebentenTage von allen seinen Werken. * i Mos 2,2.
5. Und hier an diesem Ort aöermahl: Siesollen nicht kommen zu meiner Ruhe.
6 . Nachdem es nun noch vorhanden ist, daßetliche sollen zu derselbigen kommen; und die,denen es zuerst verkündiget ist, sind nicht dazugekommen, um des Unglaubens willen:
7. Bestimmte er abermahl einen Tag nach sol-cher langen Zeit, und sagte durch David: *Heute, wie gesagt ist, heute, so ihr seine Stimme,hören werdet, so verstocket eure Herzen nichts
* c. 3,7. Ps 93, 7,. r. 9.
3 . 4 . 5 . Christus ein Hoherpriester. 255
8 . Denn, so ' Josua sie hätte zur Ruhe ge-
bracht , würde er nicht hernach von einem andernTage gesagt haben. *3 Mos. 31,7.
9. Darum ist noch eine Ruhe vorhanden demVolk Gottes.
10. ' Denn wer zu seiner Ruhe gekommenist, der ruhet auch von seinen Werken, gleich-wie Gott von seinen. * Off. 14,13.
11. So lasset uns nun Fleiß thun, einzukom-men zu dieser Ruhe, auf daß nicht Jemand fallein dasselbige Exempcl des Unglaubens.
12. Denn das Wort * Gottes ist leben-
dig und kräftig, und schärfer denn keinzweyschneioiges Schwert, und durchdrin-get, bis daß es scheidet Seele und Geist,auch Mark und Bein, und ist ein Rich-ter der Gedanken und Sinne des Her-zens. Pred. 12, 11. * Jer. 23, 29.
13. Und ist keine Creatur vor ihm un-sichtbar, es ist aber alles bloß und ent-deckt vor seinen Augen, von dem redenwir.
(Anfang des 3 . CapitelS.')
i^.Aieweil iE * emm großen Hohenprie-ster haben, Jesum, den Sohn Gottes,der gen Himmel gefahren ist; so lasset uns hal-ten an dem Bckenntniß.
* «. 3 , 1. c. 6 , 20. c. 7 , 26 . c. 8 , 1.
15. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester,der * nicht könnte Mitleiden haben mit unsererSchwachheit, sondern der versucht ist allenthalbengleichwie wir, doch ohne Sünde. * c. 2,17.
16. Darum lasset uns hinzutreten * mit Freu-digkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barm-herzigkeit empfangen, und Gnade finden, aufdie Zeit, wenn uns Hülfe noth seyn wird.
* 1 Joh. 3, 21.
Das 5. Capitel.
Gegeneinanderhaltung Chrilii und Aarons.
1. ^enn ein jeglicher Hoherpriester, der aus^ den Menschen genommen wird, der wird
gesetzt für die Menschen gegen Gott, auf daßer opfere Gaben und Opfer * für die Sünden;
' c. 2, 17 .
2. Der da könnte ' mit leiden über die, sounwissend sind und irren, nachdem er auch selbstumgeben ist mit Schwachheit. * c. 4,13.
3. Darum * muß er auch, gleichwie für das
Volk, also auch für sich selbst opfern für dieSünden. *3Mos. 9 , 7 . c. 16 , 3 .
^ Und Niemand nimmt ihm selbst die Ehre;